Test Wie gesund ist die Ernährung meines Hundes?

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Aujeszky-Krankheit beim Hund

Die Aujeszky-Krankheit beim Hund hat viele Namen. Sie ist auch bekannt als Pseudowut, Juckpest, infektiöse Bulbärparese oder Morbus Aujeszky.

Es handelt sich um eine Infektion mit dem Herpes- Virus. Der eigentliche Hauptwirt des Virus ist das Schwein. In Hunden und anderen Fleischfressern kann das Virus zwar eine Krankheit auslösen, sich jedoch nicht weiter vermehren. 
Für den Hund verläuft die Erkrankung meist tödlich.

Die Aujeszky Krankheit ist anzeigepflichtig und wird staatlich bekämpft. Zwar ist Deutschland offiziell frei von Aujeszky, dennoch stecken sich Hunde sporadisch bei Wildschweinen an.


Was verursacht die Aujeszky Krankheit beim Hund?

Der Hund, der eigentlich nicht der Ziel-Wirt des Virus ist, da es sich im Hund nicht weiter vermehren kann, steckt sich mit der Aujeszky Krankheit beim eigentlichen Hauptwirt, dem Schwein an. Dies geschieht über direkten Kontakt oder durch die Aufnahme von rohem infiziertem Schweinefleisch.

Besonders gefährdet sind also Jagdhunde, da diese häufig in direkten Kontakt zu Wildschweinen kommen. Die Schweine, die das Virus tragen und den Hund anstecken, müssen selbst nicht klinisch erkrankt sein.

Das Virus überlebt bei Temperaturen <25 Grad und einem pH von 5-7 mehrere Wochen in reifendem Fleisch, aber auch im Mist oder Boden.

Das Aujeszky-Virus

Bei dem Erreger der Aujeszky Krankheit handelt es sich um das „Suide Herpes Virus 1“. Der Name indiziert, dass der Erreger eigentlich vom Schwein, dem „suis“, kommt.

Beim Schwein löst es meist eine latente Infektion aus, die sich erst bei Stress klinisch zeigt. Dass ein Bestand von Schweinen infiziert ist, fällt oft erst bei Erkrankung des Hofhundes auf.

Es handelt sich um ein doppelsträngiges DNA-Virus. Es kann inaktiviert werden durch Temperaturen über 80 Grad Celsius und viruziden Desinfektionsmitteln wie Phenylphenolen und quarternären Ammoniumverbindungen.

In reifendem Fleisch, Urin, Mist und Böden kann der Erreger mehrere Wochen infektiös bleiben.

An diesen Symptomen erkenne ich, dass mein Hund erkrankt ist

Die Aujeszky Krankheit zeigt sich zunächst mit Verhaltensänderungen wie Rastlosigkeit Aggressivität oder Apathie und Bewegungsunlust.

Weitere mögliche Symptome sind Durchfall, Erbrechen, vermehrtes Speicheln, Tachypnoe, Herzarrhythmie, Fieber und Hypothermie (erniedrigte Körpertemperatur). Typisch für Aujeszky spricht ein starker Juckreiz. Dieser beginnt meist an Ohren und Nase und führt zu Kratzen und Beißen der betroffenen Stellen. Der Juckreiz entsteht jedoch nicht bei allen Aujeszky-erkrankten Hunden.

Im weiteren Verlauf kommt es durch Läsionen im Hirnstamm mit Defiziten kranialer Hirnnerven zu verschiedenen neurologischen Ausfällen. Diese können sich wie folgt zeigen:

  • verschieden weite Pupillen der beiden Augen (Anisokorie),
  • beidseitige Weitung der Pupillen (Mydriasis),
  • fehlende oder verzögerte Pupillenreflexe,
  • Krämpfe der Kaumuskulatur (Trismus),
  • Lähmung der Gesichtsmuskulatur,
  • Kopfschiefhaltung,
  • Schluckbeschwerden und
  • Veränderungen der Stimme.
  • Außerdem können leichte bis vollständige Lähmungen der Gliedmaßen und
  • Krämpfe am ganzen Körper entstehen.

Egal welche Symptome ein Hund, der an Aujeszky erkrankt ist, zeigt, diese Erkrankung verläuft leider immer tödlich.
Möglich ist auch, dass der Hund an der Aujeszky Krankheit stirbt ohne zuvor eines der hier aufgezählten Symptome gezeigt zu haben.

Diagnose der Aujeszky Krankheit

Dem Tierarzt fällt in der Besprechung mit dem Hundebesitzer bereits auf, dass der Hund Kontakt zu Schweinen hatte oder rohes Schweinefleisch gefressen hat. Diese Information in Kombination mit dem klinischen Bild und dem Verlauf der Erkrankung sind bereits hinweisend.

Da die Aujeszky Krankheit beim Hund meist perakut verläuft, was bedeutet, dass dieser leider direkt nach Beginn der Symptomatik verstirbt, wird die sichere Diagnose erst post mortem, also am toten Tier gestellt.

Hierzu wird durch biochemische Analysen der Erregernachweis durch Gewebeproben aus Tonsillen und Gehirn vorgenommen. Ein Antikörpernachweis ist aufgrund der perakuten Verlaufsform beim Hund nicht möglich.

Wann muss ich zum Tierarzt?

Da es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche handelt, die dem zuständigen Veterinäramt zur Einleitung einer staatlichen Bekämpfung angezeigt werden muss, ist es auf jeden Fall sinnvoll bei einem Verdacht auf die Aujeszky Krankheit zum Tierarzt zu gehen!

Sollte dieser ebenfalls den Verdacht haben, dass der betroffene Hund an Aujeszky erkrankt ist, muss der Tierarzt den Verdacht des Krankheitsausbruchs sofort melden, damit die Herkunft des Erregers ermittelt und der Erreger bekämpft werden kann.

Bei starkem Juckreiz sowie allen neurologischen Symptomen, Krämpfen und Lähmungen sollte in jedem Fall ein Tierarzt aufgesucht werden, unabhängig davon, ob es sich um Aujeszky oder eine andere Krankheit handelt.

Auch bei unspezifischeren Symptomen wie Durchfall oder Fieber, die das Allgemeinbefinden des Hundes stärker beeinträchtigen ist ein Tierarztbesuch ratsam.

Ist eine Behandlung der Aujeszky Krankheit möglich?

Eine Therapie der Aujeszky Krankheit beim Hund ist meist nicht möglich.

Allenfalls kann eine symptomatische Behandlung versucht werden, um das Wohlergehen des Hundes soweit möglich zu verbessern. Eine symptomatische Behandlung ist zum Beispiel eine Sedation des Hundes während der Phase des Juckreizes.

Eine Therapie ist aussichtslos, da die Aujeszky Krankheit beim Hund immer letal, also tödlich, verläuft. Der Verlauf ist perakut. Das bedeutet so viel wie „extrem schnell“ oder „plötzlich auftretend“. Das bedeutet, dass der Hund innerhalb von kürzester Zeit erkrankt und verstirbt.

Können Hausmittel helfen?

Da es für Hunde bislang noch kein Heilmittel gegen die Aujeszky Krankheit gibt und die Krankheit dazu in den meisten Fällen sehr schnell zum Tod führt, helfen auch keine Hausmittel, wenn der Hund einmal erkrankt ist.

Um vorzubeugen, dass der Hund gar nicht erst infiziert wird, sollte man kein rohes Schweinefleisch verfüttern. Das Fleisch sollte vor dem Verfüttern abgekocht werden, denn die Temperatur von 100 Grad Celsius tötet die Suiden Herpes Viren, die die Aujeszky Krankheit verursachen, sicher ab.

Da auch durch Kontakt mit infizierten, möglicherweise noch nicht sichtbar kranken Schweinen die Krankheit auf den Hund übertragen werden kann, ist eine weitere vorbeugende Maßnahme, seinen Hund nicht in die Nähe von Schweinen zu lassen, sodass ein direkter Kontakt nicht möglich ist.

Da Deutschland offiziell als Aujeszky-frei gilt, ist es jedoch sehr unwahrscheinlich, dass der Hund sich ansteckt.

Homöopathie bei der Aujeszky-Krankheit

Gegen Juckreiz können diverse Homöopathika angewandt werden. Je nach Ausprägung des Juckreizes eigenen sich zum Beispiel

  • Sulfur,
  • Urtica urens,
  • Rhus toxicodendron,
  • Cantharis,
  • Staphisagria oder
  • Mezereum.

Hierbei ist zu beachten, dass es sich um einen so starken Juckreiz handelt, dass dem Hund nur durch eine Sedation Linderung verschafft werden kann.

Auch homöopathische Mittel bergen keine Aussicht, den Hund zu heilen.

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Dauer der Aujeszky Krankheit

Bei der Aujeszky Krankheit handelt es sich um eine beim Hund schnell tödlich verlaufende Erkrankung. Das bedeutet, dass diese plötzlich auftritt. Plötzlich bedeutet dabei es entstehen Symptome, die innerhalb von oft weniger als 48 Stunden zum Tod führen.

Die Krankheit kann auch ohne vorausgegangene Symptome völlig unvermittelt zum Tod führen.

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Inkubationszeit der Aujeszky Krankheit

Der Virus wird meist oral durch Aufnahme von infiziertem Schweinefleisch oder bei Kontakt zu Schweinen aufgenommen.

Er vermehrt sich in lymphatischem Gewebe und wandert von dort in den Hirnstamm und die Gehirnnerven ein. Dort beginnen degenerative Veränderungen des Nervengewebes, welche die neurologischen Symptome hervorrufen.

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Aufnahme des Erregers bis zur Ausprägung der klinischen Symptome, beträgt meist etwa zwei bis neun Tage.

Nachdem es zu klinischen Symptomen kam, verstirbt der Hund in den meisten Fällen in weniger als 48 Stunden.

Wie lautet die Prognose bei der Aujeszky Krankheit?

Die Prognose ist sehr schlecht.

Ein Hund der tatsächlich an der Aujeszky Krankheit erkrankt ist hat keine Aussicht auf Heilung. Diese Krankheit verläuft beim Hund immer tödlich.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hund in Deutschland an Aujeszky erkrankt ist jedoch äußerst gering, da Deutschland offiziell als Aujeszky-frei gilt und auch die Einschleppung durch Wildschweine ist tendenziell selten, ausgeschlossen ist eine Ansteckung jedoch nicht!

Eine Verfütterung von rohem Schweinefleisch sollte aus Vorsicht unbedingt vermieden werden.

Ist die Aujeszky Krankheit ansteckend für den Menschen?

Pferde und Primaten gelten als resistent gegen das Suide Herpes Virus, da diese nicht empfänglich für da Virus sind.

Bisher sind keine Infektionen beim Menschen bekannt. Warum genau das so ist wird zur Zeit noch erforscht!

Welche Tieren können sich anstecken?

Der Hauptwirt des Suiden Herpes Virus, welches die Aujeszky Krankheit auslöst, ist das Schwein. Die Erkrankung prägt sich beim Schwein abhängig vom Alter als Allgemeinerkrankung mit Fieber, Lähmungen, Atemwegserkrankungen und Todesfällen.

Neben Schweinen können auch Hunde und Katzen erkranken. Bei diesen verläuft die Aujeszky Krankheit immer tödlich.

Kosten für die Behandlung der Aujeszky Krankheit

Die Kosten für die Behandlung sind abhängig von den Symptomen, die der Hund nach der Infektion zeigt.

Jede Allgemeine Untersuchung mit Beratung kostet zwischen 13 und 40€. Dazu kommen die speziellen Untersuchungen und die Behandlungen an sich. Eine Sedation bei starkem Juckreiz kostet beispielsweise ca. 10€.

Da der Verlauf der Aujeszky Krankheit so plötzlich ist, kommt es meist zu keiner Euthanasie (Einschläferung), denn der Hund verstirbt plötzlich infolge der Krankheit. Wird sich doch zu einer Euthanasie entschieden, da der Hund sich an den vorrausgehenden Symptomen quält, kostet diese etwa 80€. 

Erfahren Sie mehr unter: Hund einschläfern - Was muss ich wissen?