Insektenstich beim Pferd

Ein Insektenstich ist beim Pferd unter Umständen besonders, weil einige Rassen anfällig für das sogenannte "Allergische Sommerekzem" sind. Grund dafür ist eine Überempfindlichkeit gegenüber verschiedenen Insekten. Die Erkrankung ist durch Saisonalität von Frühling bis Herbst gekennzeichnet, im Winter erholen sich die betroffenen Pferde in der Regel.Die Krankheit kommt häufig bei Welsh- und Islandponys vor, sowie bei Shire- und Friesenpferden, was auf eine erbliche Veranlagung schließen lässt. Das Sommerekzem geht vor allem mit sehr starkem Juckreiz einher, welcher generell am häufigsten durch Insekten ausgelöst wird. Bei gestellter Diagnose kann das allergische Sommerekzem gut behandelt werden.

Natürlich kann ansonsten jedes Pferd von einem Insekt gestochen werden. Je nach Insekt und Anzahl der Stiche zeigen sich mehr oder weniger Papeln.



Welche Ursachen haben Insektenstiche beim Pferd?

Die häufigsten Erreger der Überempfindlichkeit auf Insektenstiche (Sommerekzem) sind Mückenantigene von "Culicoides" (Gattung der Gnitzen), oder Gnitzen, aber auch "Simulium" (Fliegenart) oder Kriebelmücken. Die Symptome treten saisonal auf, in der Regel von Frühling bis Herbst. Dies hängt von der Aktivität der jeweiligen Erreger ab. Außerdem haben die meisten Insekten tageszeitspezifische Aktivität, so fliegen Gnitzen zumeist am Morgen und in der Dämmerung, "Simulium" hingegen ist tagsüber aktiv.

Wie werden Insektenstiche beim Pferd diagnostiziert?

Die Diagnose kann aufgrund der jahrszeitlichen Abhängigkeit des Auftretens und die typische Lokalisation, der hochgradige Juckreiz und eventuelle erbliche Komponenten gestellt werden. Die Empfindlichkeit eines Pferdes kann mithilfe von Hauttests,  oder einer Hautgewebeprobe nachgewiesen werden. Der Nachweis ist allerdings nicht immer einfach, da der starke Juckreiz betroffene Hautstellen zusätzlich schädigt und verletzt und erste Hautveränderungen (vor allem Papeln und Bläschen) oft nicht rechtzeitig bemerkt werden.

Eine gute diagnostische Methode ist das Verbringen des Patienten in eine mückenfreie Umgebung und zu beobachten, ob die Symptome innerhalb von 2-4 Wochen abklingen. Wird der Patient anschließend wieder in eine mückengeplagte Umgebung gebracht, und die Symptome treten erneut auf, ist die Ursache der Probleme hiermit bestätigt.

Welche Symptome hat mein Pferd mit Insektenstichen?

Auffällig ist ein plötzlich auftretender starker Juckreiz, gepaart mit starker Unruhe, starkes Schweifschlagen, etc. Die Arbeit mit dem Pferd kann aufgrund des Juckreizes beeinträchtigt sein. Des Weiteren sollte das Pferd immer auf Papeln und Scheuerstellen vor allem an Mähne und Schweif abgesucht werden.

Wann und wie häufig muss der Tierarzt kommen?

Sobald ein starker Juckreiz beobachtet wird, mit Scheuern und Unruhe, außerdem vermehrter Haarverlust oder Papelbildung, sollte ein Tierarzt herangezogen werden. Die Häufigkeit der Behandlung hängt von deren Art, der Schwere der Erkrankung, der Kooperation des Tierhalters, etc. ab.

Wie werden die Insektenstiche behandelt?

Die wirksamste Maßnahme besteht in der Prophylaxe, im Aufstallen anfälliger Pferde. Die Stallfenster sollten mit feinmaschigem Netz verschlossen sein. Spezielle "Ekzemdecken" können die Pferde vor Insektenstichen schützen. Außerdem gibt es insektenabwehrende Mittel zum Besprühen oder Auftragen, für die Arbeit im Freien. Diese müssen in der Regel täglich angewendet werden. Kortisonpräparate wirken symptomatisch und erzielen eine gute Wirkung. Allerdings ist der Tierhalter von Tierarzt immer über dessen Nebenwirkungen aufzuklären. Salben und Cremes für die betroffenen Hautstellen lindern nicht nur die Entzündung und helfen gegen den Juckreiz, sondern sollen ebenfalls die Insekten am Stechen hindern.

Wie ist der typische Verlauf?

Symptome treten vor allem von Frühling bis Herbst, bei Weidegang in der wärmeren Jahreszeit, auf. Bei Stallhaltung kann es in seltenen Fällen auch zu Problemen mit Insekten kommen. Erste Anzeichen sind heftiger Juckreiz und gesträubtes Fell über papolösen (Bläschen/Knötchen) Erhebungen. Danach schließt sich eine schuppende Hautentzündung an- vor allem im Bereich des Mähneansatzes, am Schweifansatz und je nach Mückenart an der Mittellinie am Bauch. Bei schweren Fällen breitet sich die Entzündung auf die Halsseiten und den Rumpfbereich aus. Durch den starken Juckreiz fügt sich das Pferd ernsthafte Scheuerwunden zu. Bei Nichtbehandlung wird die Erkrankung von Saison zu Saison schlimmer, sodass es über den Winter nicht mehr zur Ausheilung kommt, die ausgeriebenen Mähnen- und Schweifhaare nicht mehr vollständig nachwachsen, etc.

Was kostet eine Behandlung?

Die Kosten der Behandlung sind immer abhängig von der Dauer der Behandlung, wie schwer die Erkrankung ausgeprägt ist, mit welchen Präparaten wie oft behandelt werden muss, wie gut der Patient auf die jeweilige Therapie anspricht und wie das Management bezüglich Aufstallung zur Dämmerung, Schutzdecken, etc. abläuft.

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