Umzug mit einer Katze - Wichtige Tipps

Einleitung

Katzen sind Gewohnheitstiere,

haben sie sich einmal in ihrer Umgebung eingelebt, möchten sie ihr Revier nur äußerst ungern wieder verlassen.
Der Umzug mit einer Katze ist daher nicht immer so einfach, wie man es sich wünschen würde.

Katzen besitzen ein durch sie selbst festgelegtes Revier und verstehen nicht wie wir Menschen, warum sie plötzlich ein anderes Zuhause haben sollen.
Dies bedeutet allerdings nicht, dass man mit einem Stubentiger nie mehr umziehen kann, man sollte allerdings auf einige Dinge vorbereitet sein.


Welche Probleme erwarten mich, wenn eine Katze umzieht?

Die meisten Katzen finden Umzüge absolut nicht lustig.

Es bedeutet viel Stress für das Tier, sich in einer neuen Umgebung einzugewöhnen. Viele Katzen haben insbesondere in den ersten Tagen nach dem Umzug Angst und sind sehr unruhig.
Die Tiere laufen oft viel umher, sind sehr unsicher und suchen nach ihrer alten, gewohnten Umgebung.

Da jede Katze sehr unterschiedlich mit Stress und psychischen Belastungen umgeht, sind auch die Probleme unterschiedlich. Einige wenige Katzen sind sehr unkompliziert und gewöhnen sich sehr schnell an die neue Wohnung.
Die meisten Tiere jedoch zeigen besonders am Anfang Symptome wie leichten Durchfall oder sind nicht mehr stubenrein.

Wenn der Umzug allerdings gut geplant wird und so unkompliziert und ruhig wie möglich ablauft, gewöhnen sich die meisten Miezen nach einiger Zeit ans neue Revier und fühlen sich dann doch irgendwann wohl.

Mit diesen Verhaltensänderungen ist zu rechnen

Je nach Charakter des Tieres und den Umzugsumständen sind Verhaltensänderungen in unterschiedlichem Ausmaß zu erwarten.

In erster Linie sind die meisten Katzen während eines Umzuges und insbesondere in der neuen Umgebung sehr:

  • unruhig
  • misstrauisch und
  • ängstlich.

Sie miauen oft, laufen viel umher und sind unsicher in ihren Tätigkeiten.

Es kann ebenfalls dazu kommen, dass die Tiere für eine gewisse Zeit unsauberer werden und ab und an in die Wohnung pinkeln.

Des Weiteren wird besonders in den ersten Wochen nach dem Umzug Durchfall beobachtet, dies liegt in erster Linie am Stress und sollte sich nach einiger Zeit wieder legen.

Sehr wichtig ist, die Katze immer wieder zu beruhigen und sich mit ihr zu beschäftigen, dies hilft dem Tier ungemein sich zu beruhigen und sich nicht in die stressige Situation hineinzusteigern.

Dauer der Eingewöhnung in der neuen Wohnung

Die Dauer der Eingewöhnung hängt in erster Linie vom Tier und seinem Charakter selbst ab, aber auch Faktoren wie der Ablauf des Umzuges spielen eine wichtige Rolle.

Bei einer optimal ruhigen und entspannten Atmosphäre sowie einer relativ entspannten Katze sollte sich nach ca. ein bis zwei Wochen schon relativ wohl fühlen.
Bei Freigängern dauert die Eingewöhnung in der Regel etwas länger, da sie in den ersten Wochen im Haus bleiben sollten und erst dann auch die neue Umwelt kennenlernen sollten.

Sehr sensible Tiere können allerdings teilweise auch Monate oder gar Jahre brauchen, bis sie sich im neuen Revier wirklich zu Hause fühlen. Insbesondere bei diesen Katzen ist auf eine entspannte Umzugsphase und eine sehr durchdachte und behutsame Eingewöhnungsphase zu achten.

Sehr selten gibt es auch besonders robuste Samtpfoten, welche die neue Wohnung direkt erkunden und sich von Anfang an wohl fühlen, jedoch sind solche Tiere leider die Ausnahme.

Unterschiede eines Freigängers und einer Hauskatze

Es existieren in jedem Fall Unterschiede zwischen einem Umzug mit einem Freigänger und einer Wohnungskatze.

In der Regel lässt sich sagen, dass der Umzug mit einem Freigänger komplizierter ist, da diese ihr Revier insbesondere im Freien haben und dieses niemals freiwillig verlassen würden.
Sie müssen sich bei einem Umzug also zusätzlich zur neuen Wohnung auch an eine neue Umwelt gewöhnen. Es empfiehlt sich deshalb, das Tier zuerst nur im Innenraum zu halten, um es nicht vollends mit der Situation zu überfordern.

Des Weitern sollte man bei den ersten Ausflügen der Katze unbedingt dabei sein und die Mieze abends in jedem Fall wieder ins Haus bringen. Viele Katzen verlaufen sich in den ersten Wochen und Monaten in der neuen Heimat, da sie sämtliche Wege noch nicht verinnerlicht haben.
Es kann daher Sinn machen, Freigängern in der neuen Umgebung ein Halsband mit Adresse und Telefonnummer anzulegen, damit das Tier im Ernstfall  zurückgebracht werden kann.

Schlussendlich lässt sich also sagen, dass sich reine Wohnungskatzen in den meisten Fällen auch deutlich schneller eingewöhnen als Freigänger, da sie weniger neue Einflüsse verarbeiten müssen.

Das kann ich tun, um die Eingewöhnung meiner Katze so angenehm wie möglich zu gestalten

Ein Umzug wird für die Katze nie schön sein, allerdings gibt es einige Dinge, die insbesondere die Eingewöhnung erleichtern können.

  • Besonders wichtig ist es hierbei, so viel bekannte Gegenstände wie möglich mitzunehmen, insbesondere alle Katzenutensilien wie Katzenklo, Futternäpfe, Decken, Körbchen etc.
  • Es kann zudem sinnvoll sein, dem Tier zuerst nur Zutritt zu einem Raum zu verschaffen und dann nach und nach die restlichen Räume freizugeben, um eine Überforderung der Katze zu verhindern.
  • Wichtig ist außerdem, die Katze mit so wenig Lärm und Chaos wie möglich zu belasten.
    Dies bedeutet, dass das Tier vor Aufbauarbeiten, fremden Menschen sowie jeglichem Stress ferngehalten werden sollte. Besonders wichtig ist hierbei auch das eigene Verhalten, so sollte immer versucht werden, so ruhig und organisiert wie möglich zu bleiben, um dem Tier den Eindruck zu vermitteln, dass alles in Ordnung ist und keine Gefahr besteht.
  • Ganz besonders wichtig ist in den ersten Wochen auch, sich besonders viel Zeit für die Katze zu nehmen und ihr viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Allgemein gilt es, den Umzug für die Katze mit so viel positiven Eindrücken wie möglich zu verbinden. Falls es möglich ist, kann man auch schon vor dem eigentlichen Einzug in die neue Wohnung ein bis zwei Mal pro Woche für einige Zeit in die neue Wohnung fahren und dem Tier bereits das Eingewöhnungszimmer zeigen.

Wichtig ist hierbei, dem Tier seine Zeit zu lassen, die es braucht, um alles zu erkunden und es zu nichts zu drängen.

Genauso sollte die Katze auch die Möglichkeit haben, von selbst aus der Transportbox zu kommen und auch selbst entscheiden, wann sie für die nächsten Räume bereit ist.
Diese Zeit ist von Tier zu Tier sehr unterschiedlich.

Diese Beruhigungsmittel können bei einem Umzug mit der Katze helfen

Als Beruhigungsmittel für Katzen stehen zum Beispiel katzenspezifische Pheromone zur Verfügung.

Diese gibt es unter anderem als Duftsprüher zu kaufen. Sie können sowohl in der alten Wohnung, als auch in der Transportbox und im neuen Zuhause angewendet werden.
Sie geben dem Tier ein Gefühl von Sicherheit.

Des Weiteren können Bachblüten eine Alternative darstellen.

Von Medikamenten ist in erster Linie eher abzuraten, wenn, dann sollten diese auf jeden Fall mit dem Tierarzt besprochen werden. Allgemein können Sie sich immer mit Ihrem Tierarzt beraten, wie Sie Ihr Tier in einer solch stressigen Situation am besten beruhigen und unterstützen können.

Bachblüten zur Beruhigung der Katze

Bachblüten können sich auch bei Tieren als unterstützende Maßnahme sowohl bei Krankheiten als auch bei Ausnahmesituationen als hilfreich erweisen.

Für eine Katze stellt ein Umzug in jedem Fall eine solche Situation dar.
In erster Linie eignen sich Rescue-Tropfen, eine Mischung aus fünf verschiedenen Bachblüten.
ie können den seelischen Zustand des Tieres stabilisieren, Trost geben und ihm helfen, die Situation zu meistern.

Des Weiteren bietet sich eine individuelle Therapie an.
Hierbei kommt es auf den individuellen seelischen Zustand der Katze an. In vielen Umzugssituationen bieten sich die Bachblüte Nr. 16 (Honeysuckle) und Nr. 33 (Walnut) an.

  • Honeysuckle wird bei großen Veränderungen oder dem Verlust des Zuhauses eingesetzt
  • Walnut ebenfalls in Veränderungssituationen.

Es gibt auf dem Markt bereits speziell für Tiere hergestellte Rescue-Tropfen, diese sind alkoholfrei. Für eine spezielle Therapie kann man jeweils ca. 4 Tropfen der Essenzen entweder in Futter oder Wasser geben. Achten Sie bei alkoholischen Mischungen darauf, einige Zeit zu warten, bis der Alkohol verfliegt.

Einige Tierärzte unterstützen und/oder vertreiben mittlerweile Bachblütentherapien als Ergänzung zur konventionellen Medizin, von diesen können Sie sich in dieser Situation umfassend beraten lassen.