Die BARFEN- Fütterung

Barfen ist eine Fütterungsmethode für Hunde und andere Fleischfresser wie z.B die Katze, bei der nur rohe Futtermittel verfüttert werden.

Dies schließt rohes Fleisch und Knochen ein, aber unter anderem auch rohes Gemüse und Obst.

Der Hintergrund der Barfen Methode ist, dass der Hund mit rohem Futter gefüttert werden soll, da er vom Wolf abstammt und dieser ebenfalls, nur rohes Futter zur Verfügung hatte.
Außerdem wird vorangestellt, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel beim Erhitzen zerstört werden.

Das Wort BARF wurde von der Amerikanerin Debbie Tripp eingeführt und bedeutet übersetzt so viel wie „biologisch artgerechtes rohes Futter“.

Auch die Hundebesitzer, die ihre Tiere nach dieser Methode ernähren, werden mit dem Wort BARF bezeichnet. In diesem Zusammenhang heißt es dann „Born again raw feeders“, was so viel wie „wiedergeborene Rohfütterer“ bedeutet.

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Indikationen für BARFEN

Die Indikation für die Fütterungsmethode Barfen liegt darin, dass die Besitzer dem Tier eine gesunde, ursprüngliche Ernährung bieten wollen.
Diese orientiert sich am Wolf als Vorfahre des heutigen Haushundes. Sie wird allerdings auch bei Katzen und anderen Fleischfressern angewandt.

Oft haben die umsorgten Haustiere Magen-Darm-Probleme, Allergien, Unverträglichkeiten sowie Hautprobleme oder Verhaltensstörungen.

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Die Barfen-Methode soll hier Abhilfe schaffen.

Durch die Entwicklung zurück zum ursprünglichen Nahrungsangebot der Hunde, sollen sich diese Unverträglichkeiten und Probleme auflösen und dem Tier ein gesünderes Leben bieten.
Auch die undurchsichtige Herstellung von Fertigfuttermitteln, bei denen nicht alle Inhaltsstoffe bekannt sind, ist ein Grund für die Hundebesitzer auf die Barfen-Methode umzusteigen.
Sie möchten so einen Überblick darüber haben, was der Hund frisst.

Trotz dieser guten Grundeinstellung, kann Barfen bei falscher Prioritätensetzung zu Mangelerscheinungen durch Über- bzw. Unterversorgung mit verschiedenen wichtigen Nahrungsstoffen führen.
Dies kann sich zum Beispiel in Nieren- und Leberschäden oder Verdauungsbeschwerden äußern.

Es ist also sehr wichtig, dass Hundebesitzer vor einem Wechsel von der regulären Fütterung zur Barfen-Methode, mit dem Tierarzt einen Ernährungsplan ausarbeiten.

In diesem wird aufgeführt was der Hund für Inhaltsstoffe benötigt und wie oft sie in der Nahrung enthalten sein müssen / dürfen.

Warum BARFEN ?

Der Wolf, als Vorfahre des heutigen Haushundes, ist ein Raubtier, das seine Beute vor allem im Rudel erlegt und anschließend direkt auffrisst.
Sein Nahrungsspektrum reicht von Feldhasen bis hin zu Hirschen oder sogar Wisenten.
Aber auch Aas und Früchte stehen auf seiner Speiseliste.

Zu dieser ursprünglichen Ernährung soll der heute sehr umsorgte Haushund beim Barfen zurückgeführt werden.

Der Hund als Haustier bekommt vor allem Fertigfutter aus der Dose zu fressen. Dieses ist oftmals sehr zerkleinert und enthält viele Inhaltsstoffe, die dem Besitzer nicht bekannt sind.

Beim Barfen soll das ganze transparenter gemacht werden.

Der Hund bekommt ausschließlich Rohkost, die er mit seinen Zähnen zerkleinern muss, wie sein Vorfahre, der Wolf.

Der Besitzer weiß so, was das Tier gefressen hat und was nicht.
Verfüttert werden sowohl

  • rohes Fleisch,
  • als auch Knochen,
  • sowie Obst und Gemüse.

Die Ernährung nach der Barfen Methode soll dem Hund eine gesunde Lebensweise ermöglichen.

Viele Haushunde leiden an

  • Magen-Darm-Beschwerden,
  • Allergien,
  • Bewegungsproblemen,
  • Aggressivität oder Unverträglichkeiten.

Diese sollen durch das Barfen gebessert werden und die Probleme und Unverträglichkeiten lösen, mit denen das Tier zu kämpfen hat.
Bewiesen ist dies allerdings nicht.

Barfen bietet auch einige Risiken.
Bei einer falschen Fütterung sei Mangelversorgung an dieser Stelle als Beispiel genannt.

BARFEN für den Hund

Wer das Wort Barfen schon einmal gehört hat, denkt meist unweigerlich an die Fütterung des Hundes. Dieser Zusammenhang ist auch richtig.

Grundsätzlich kann man allerdings nicht nur Hunde nach der Barfen-Methode ernähren.

Diese eignet sich nämlich auch für andere Carnivoren. Carnivoren sind Fleischfresser. Diese ernähren sich hauptsächlich von Fleisch.
Das bedeutet der gesamte Körper der Carnivoren ist auf eine Zufuhr von Fleisch ausgelegt.

Dies beginnt bereits mit den Zähnen. Ihre Form und Ausrichtung, sowie deren Größe ist auf die Nahrung Fleisch spezialisiert.
Auch der Magen-Darm-Trakt ist an die arttypische Nahrung der Tiere angepasst.

Im Bezug auf den Hund bedeutet dies, dass sein Körper perfekt ausgestattet ist, um rohes Fleisch aufzunehmen, zu reißen und zu verdauen. Dies ist der Gedanke der Barfen-Methode.
Der Hund wird unter anderem mit rohem Fleisch und Knochen gefüttert.
Dies soll den Magen-Darm-Trakt der Tiere auslasten und für eine ursprüngliche Ernährung sorgen.

Die Menge an Fleisch, die der Hund bekommt, richtet sich nach Rasse, Größe, Alter und Aktivität.
Für die Berechnung der Menge gibt es für erwachsene Tiere eine Faustregel:

Ungefähr zwei Prozent des Körpergewichts des Tieres benötigt dieses pro Tag als Futter.

Auch Welpen können von Beginn an nach der Barfen-Methode ernährt werden.

Ein Barfen-Rechner kann bei der Berechnung der Ration helfen. In seiner natürlichen Umwelt, frisst ein Carnivor auch Obst und Gemüse.
Auch dieses wird bei der Fütterung berücksichtigt.

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BARFEN für die Katze

Nicht nur Hunde können nach der Barfen-Methode ernährt werden. Diese eignet sich, wie beschrieben, für alle Fleischfresser.

Demnach können auch kleine Fleischfresser, wie beispielsweise die Katze oder das Frettchen nach der Methode ernährt werden.

Betrachten wir zunächst einmal die Vorfahren der Katze. Auch diese waren, und sind zum Teil noch, wildlebend.
Sie fressen, wie Hunde, rohes Fleisch, aber auch andere Nahrungsmittel.
Auch beispielsweise Löwen und Tiger gehören zur Familie der Katzen und auch diese ernähren sich von frisch erlegtem, rohem Fleisch.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass manche Besitzer auch für ihre Katze eine ursprüngliche Fütterung einführen möchten.

Wie beim Hund beinhaltet diese ein Anbieten von rohem Fleisch und Knochen, sowie Gemüse und Kräutern.

Der Körper der Katze, ist wie der des Hundes, auf diese Mahlzeit ausgerichtet.
Zähne, Magen und Darm sind so beschaffen, dass rohes Fleisch optimal verwertet werden kann.


Wichtig ist allerdings, dass ein Ernährungsplan – eventuell unter Zuhilfenahme des Tierarztes – erstellt wird.
Dieser sollte alle wichtigen Nahrungsstoffe enthalten, die das Tier benötigt, da es sonst schnell zu einer Mangelversorgung oder gar zu einer Überversorgung mancher Futterbestandteile kommen kann.

Das heißt, dass auch durch Barfen mögliche negative Folgen das Tier und seine Gesundheit belasten können, auch wenn sie arttypisch sind.

Im Internet findet man auch zum Thema Barfen bei der Katze viele Angebote und Hilfestellungen für diese Ernährungspläne.

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Was ist der BARFEN Rechner?

Verschiedene Internetseiten bieten sogenannte Barfen-Rechner an.
Mit ihnen kann der Besitzer eine arttypische, bedarfsgerechte Fütterung berechnen.

Die Berechnung soll verhindern, dass es zu Unter- bzw. Überversorgungen mit bestimmten Nahrungsstoffen kommt und das Tier daraufhin erkrankt.
In der Regel sind diese Rechner kostenlos.

Man trägt zunächst ein, ob es sich um eine Katze oder einen Hund handelt. Es gibt natürlich auch Rechner, die speziell auf Hunde oder Katzen ausgerichtet sind.
Bei ihnen gibt man im besten Fall die Aktivität, das Gewicht und das Alter des Tieres an. Man kann dann je nach Rechner, die gewünschte Futtermenge in Prozent eintragen oder entscheiden, ob Knochen im Futterplan enthalten sein sollen oder nicht.
Auch Fastentage oder Getreide können angeben werden. Der Rechner zeigt dann verschiedene Auswertungen an. Dies kann beispielsweise die Futtermenge pro Tag bzw. pro Woche, sowie pro Monat sein. Auch Zusätze werden angezeigt. Beispielsweise Fett oder Calcium. Diagramme mit verschiedenen Aufteilungen können ebenfalls angezeigt werden.

Dies ist natürlich auch von Barfen-Rechner zu Barfen-Rechner unterschiedlich.

Grundsätzlich findet sich eine Aufteilung in Fleisch/Fisch, Gemüse/Obst, Öle und Knochen.

Man sollte deshalb möglichst zu Beginn viele Rechner ausprobieren und vergleichen.
So kann der Besitzer den Rechner herausfinden, der am besten auf die individuellen Wünsche eingeht und möglichst viele Faktoren des Tieres erfasst.
Schließlich soll die Berechnung so individuell wie möglich sein.
Auch ein Tierarzt, der Erfahrung mit der Ernährung nach der Barfen-Methode hat, kann eingeschaltet werden. Zusammen können Besitzer und Tierarzt dann speziell auf das Tier eingehen und einen Futterplan erstellen.  

Wie sieht ein BARFEN Futterplan aus?

Ein Barfen-Futterplan richtet sich ganz individuell nach dem Tier.

Er ist sowohl auf die Aktivität, als auch auf die Gesundheit, das Alter und das Gewicht des Tieres abgestimmt.

Ein Barfen-Futterplan kann mithilfe eines Barfen-Rechners berechnet werden.
Er enthält verschiedene Fleischkomponenten.

Dies können zum Beispiel

  • Innereien,
  • Pferdefleisch,
  • Lammfleisch,
  • Rinderfleisch und
  • Teile des Magen-Darm-Traktes, wie Pansen,
  • Gemüse, wie beispielsweise Zucchini und Brokkoli sein.

Obst sollte ebenfalls berücksichtigt werden.
Hier können zum Beispiel Äpfel, Bananen und Orangen verfüttert werden.
Auch Knochen können im Futterplan enthalten sein.
Eiweiß und Salat gehören ebenfalls zu einem ausgewogenen Futterplan hinzu.

Auch essentielle Fettsäuren müssen berücksichtigt werden, da diese im Futter oft fehlen, aber nur mit diesem aufgenommen werden können.
Öl kann hier Abhilfe schaffen. Der Futterplan beim Barfen ist also das Wichtigste. Er bestimmt, ob das Tier alle nötigen Nährstoffe erhält oder nicht.

Wie bereits genannt, kann ein Fehlen oder eine Überversorgung zu Mängeln oder Krankheiten führen. Deshalb ist ein abwechslungsreicher Futterplan, der alle Nährstoffe, individuell auf das Tier bezogen, enthält, sehr wichtig.

Barfen-Futterpläne findet man sowohl in Büchern, als auch im Internet. Diese können zum Beispiel für eine Woche mit Nahrungsvorschlägen je nach Tier sowohl morgens, mittags, als auch abends erstellt werden

BARFEN- Welches Fleisch wird verwendet?

Das Fleisch, das beim Barfen verfüttert wird, kann an unterschiedlicher Stelle eingekauft werden. Es gibt sogenannte Barf-Shops im Internet. 
Auf diesen Seiten können Besitzer dann ganz leicht die gewünschte Futtermenge bestellen.

Allerdings stellt sich dann wieder die Frage:

  • Woher kommt das Fleisch?
  • Wie wurden die Erzeugertiere gehalten?
  • Enthält das Fleisch Zusätze?

Um diese Fragen zu umgehen, kann das Fleisch auch beim Erzeuger, einem Schlachthof oder einer Metzgerei gekauft werden.

Natürlich kann es sein, dass der Besitzer dann eventuell mehr Geld für das Fleisch bezahlen muss, als wenn er es über das Internet bestellt.

Dies sollte jedoch nicht der wichtigste Ansatz bei der Fütterung sein. Schließlich soll Barfen erreichen, dass das Tier so gut wie möglich und so ursprünglich und gesund wie möglich ernährt wird.

Das Fleisch, welches verfüttert wird, sollte roh sein.

Grundsätzlich kann dem Tier alles gefüttert werden, was es in seiner natürlichen Umwelt auch zu fressen findet.
Das kann zum Beispiel Fleisch vom Rind, sowie vom Lamm, aber auch Fisch sein. Der Besitzer kann beispielsweise Muskelfleisch oder Teile des Magen-Darm-Traktes, wie zum Beispiel Pansen, verfüttern.

Auch Knochen können in den Ernährungsplan eingebaut werden. Sowie verschiedenste Gemüse, Obst und Salat.

Was ist BARFEN Öl?

Wieso wird beim Barfen Öl eingesetzt und vor allem welche Öle dürfen eingesetzt werden?

Diese Frage stellen sich viele Besitzer, die mit der Ernährung nach der Barfen-Methode anfangen möchten.
Natürlich ist es richtig, dass wildlebende Tiere keine Öle zusätzlich zur Nahrung aufnehmen.
Beim Barfen geht es aber vorallem darum, dass das Tier gesund ernährt wird und keine Mangelerscheinungen auftreten.

Auch Fleischfresser, wie Hund und Katze, benötigen essentielle Fettsäuren. Diese werden nicht vom Körper produziert und müssen über die Nahrung aufgenommen werden.

Da sie nur zu einem Teil im Fleisch enthalten sind, welches von Tieren kommt, die der Lebensmittelgewinnung dienen, müssen diese Fettsäuren über eine andere Quelle aufgenommen werden. Freilebende Tiere, die als Beutetiere von Wölfen oder Luchsen dienen, haben ganz andere Lebensbedingungen als Tiere, die zur Lebensmittellieferung eingesetzt werden. Das Fleisch dieser Tiere enthält also etwas mehr der essentiellen Fettsäuren.

So kann es trotz der Fütterung von rohem Fleisch vorkommen, dass nicht genügend Fettsäuren enthalten sind.
Die Öle, die beim Barfen eingesetzt werden, enthalten diese Fettsäuren.
Dazu zählen

  • Omega-3-, sowie
  • Omega-6-Fettsäuren.

 Man nennt diese auch Alpha-Linolensäure und Linolsäure.

Beispiele für Öle, die verwendet werden können, sind:

  • Leinöl,
  • Lachsöl
  • Kokosöl
  • Hanföl
  • Weizenkeimöl und
  • Schwarzkümmelöl können eingesetzt werden.

So wird sichergestellt, dass das Tier – egal ob Hund oder Katze – optimal mit allen wichtigen Fettsäuren versorgt wird.

Kommt in BARFEN auch Gemüse vor?

Ein ausgewogener Barfen-Futterplan enthält neben Fleisch und Fleischkomponenten auch Gemüse, Obst, Salat, sowie Milchprodukte.

Zu diesem Thema gibt es ebenfalls viele Internetseiten, die Hilfestellung liefern, welche Gemüse und welches Obst dem Hund verfüttert werden darf.
Natürlich gilt dies auch für die Katze. Gemüse, die im Futterplan enthalten sein können, sind beispielsweise

  • Blumenkohl,
  • Brokkoli,
  • Chinakohl,
  • Grünkohl,
  • Kartoffeln,
  • Kohlrabi,
  • Löwenzahnblätter,
  • Spargel und
  • Zucchini.

Die Internetseiten verraten auch oft, wozu diese Gemüse besonders geeignet sind und ob sie gleichermaßen an Katze und Hund verfüttert werden dürfen.

Preiselbeeren zum Beispiel dürfen nicht an Katzen verfüttert werden, da sie zum Tod des Tieres führen können.

Das gleiche gilt für Pflaumen und Johannisbeeren.
Grünkohl zum Beispiel wirkt aufblähend und sollte nur in kleinen Mengen verfüttert werden.

Chinakohl ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Ingwer kann sehr gut bei Magen-Darm-Problemen eingesetzt werden, wird jedoch nicht von allen Hunden gefressen.

Mit Hilfe dieser Auslistungen von speziellen Internetseiten, sowie Büchern, kann der Besitzer sich einen Überblick verschaffen, welche Gemüse, welche Wirkung erzielen.

Er kann dann gezielt füttern, was dem Tier fehlt und weglassen, was es über andere Quellen bereits aufnimmt.

Sind in BARFEN auch Knochen drin?

Knochen können in einem Barfen-Futterplan enthalten sein, werden aber nicht von jedem Barfen-Fütterer verwendet.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass der Futterplan des Tieres an eine Fütterung mit oder ohne Knochen angepasst wird.

Das bedeutet, dass diese nicht einfach hinzugenommen oder weggelassen werden sollten. Knochen liefern viel Calcium. Dies unterscheidet sich natürlich von Knochen zu Knochen.
Sehr wichtig ist auch, dass Knochen immer roh gefüttert werden müssen. Werden Knochen beispielsweise vor der Fütterung abgekocht, so werden diese brüchiger und können beim Fressen und Abnagen splittern.
Dies birgt ein Verletzungsrisiko für den Vierbeiner.

Weiterhin wichtig ist, dass Knochen nicht einfach „nackt“ verfüttert werden sollten.

Man spricht in diesem Zusammenhang von einem 50/50 Verhältnis an Fleisch und Knochen.

Dennoch gibt es Tiere, die eine Fütterung mit Knochen nicht vertragen und diese so zu Magen-Darm-Problemen führt.
In diesen Fällen sollte der Besitzer ganz auf eine Fütterung mit Knochen verzichten und das Tier nur mit Rohkost ernähren.

Gibt es auch BARFEN Trockenfutter?

Grundsätzlich bedeutet Barfen, dass das Tier ausschließlich mit Rohkost gefüttert wird.

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit das Tier teilzubarfen.
Das klingt erst einmal komisch.

Teilbarfen bedeutet, dass der Hund oder die Katze zum Beispiel morgens Trockenfutter bekommt und abends dann, die beim Barfen verwendete, Rohkost.

Es gibt spezielles Barfen-Trockenfutter auf dem Markt.
Dieses soll weniger bis keine Zusatzstoffe enthalten und zum größten Teil aus Fleisch bestehen.
Das bedeutet, dass auf Getreide oder ähnliche Inhaltsstoffe verzichtet wird. Für den Barfen-Einsteiger kann dies eine Alternative zur direkten kompletten Umstellung auf Barfen sein.

Auch für eventuelle Reisen mit dem Hund ist das Trockenfutter eine Alternative, da es einfach zu transportieren ist.

Auch was das Teilbarfen angeht, gibt es Kritiker. Eventuell sogar mehr Kritik als beim kompletten Barfen.

Diese begründen ihre Einstellung damit, dass eine Fütterung mit Trockenfutter und Rohkost zu Magen-Darm-Problemen führen kann.

Durch ihre unterschiedliche Verdauungszeit wird der Magen-Darm-Trakt des Hundes oder der Katze überfordert und es kann zu Krankheiten und Verdauungsstörungen kommen.

Auch für das Teilbarfen gilt also, dass ein Futterplan erstellt werden muss und der Besitzer keineswegs einfach drauf los füttern sollte.

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Enthält BARFEN auch Vitamine?

Da bei der Barfen-Methode nicht nur Fleisch, sondern auch rohes Gemüse und Obst, sowie Salat verfüttert werden, kann das Tier, bei einer ausgewogenen Ernährung, alle wichtigen Vitamine aufnehmen.
Zum Thema Vitamine gibt es einige Internetseiten, die sowohl Obst als auch Gemüse alphabetisch auflisten und deren Nutzen vorstellen.
Dort werden auch, unter anderem, enthaltene Vitamine genannt.

Vitamine werden in fettlösliche und wasserlösliche Vitamine eingeteilt.

Zu ersteren gehören die Vitamine A, D, E und K. Zu den letzteren die Vitamine C und B (-Komplex).

Wasserlösliche Vitamine zum Beispiel werden nur sehr wenig vom Körper gespeichert und müssen deshalb dauerhaft über das Futter aufgenommen werden.

Die richtige Anzahl an Vitaminen, bezogen auf das individuelle Tier, sollte demnach bei der Erstellung des Futterplans berücksichtigt werden.

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ACHTUNG: Diese Lebensmittel sollten Sie nicht füttern!

Gemüse:

  • rohe Kartoffeln
  • Aubergine
  • Avocado
  • Zwiebelgewächse
  • Tomate
  • Paprika
  • Peperoni
  • Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Bohnen etc.)
  • Knoblauch

Obst

  • Holunderbeeren
  • Rosinen
  • Weintrauben
  • Quitten

Fisch:

  • Hering
  • Makrele
  • Kabeljau
  • Hecht
  • Sardinen
  • Karpfen

Wo finde ich gute BARFEN Rezepte

Gute Barfen-Rezepte finden sich sowohl im Internet, als auch in speziellen Rezeptbüchern für die Ernährung nach der Barfen-Methode.
Sollte sich der Tierarzt ebenfalls mit der Barfen-Methode auskennen, kann auch er nach speziellen Rezeptideen gefragt werden. A

ber was sind eigentlich Barfen-Rezepte? Beim Barfen ist es wichtig, dass die Ernährung des Tieres ausgewogen ist.
Dies lässt sich mithilfe der vorgestellten Barfen-Rechner errechnen. Man bestimmt dann anhand des Gewichts, des Alters und der Aktivität, sowie gegebenenfalls weiteren Faktoren die Nahrungsbestandteile, die der Hund zu sich nehmen soll und auch deren Menge. Natürlich sind die Speisepläne von Tier zu Tier unterschiedlich.

Eine Anregung für bestimmte Futtermixe erhält der Besitzer jedoch durch die Rezepte. Grundsätzlich sollten ungefähr 80 Prozent des Futters durch Fleisch oder Fleischkomponenten abgedeckt sein.

Die restlichen 20 Prozent werden durch Gemüse, Obst und Salat aufgefüllt.

Da das Erstellen bestimmter Speisepläne beim Barfen-Anfänger eventuell zu Unsicherheiten führen kann, sind die Rezepte eine gute Alternative, um einen Einstieg in die Fütterung zu bekommen.
Die Rezepte sind zum Beispiel auf bestimmten Internetseiten für eine Woche jeweils morgens, mittags und abends angegeben. So bekommt der Hund beispielsweise an einem Montagmorgen Rindfleisch, Gemüse und Salat und an einem Mittwochmorgen Pferd, dazu Obst und Eier.

An einem beliebigen Tag kann auch ein Fastentag eingeschoben werden.
Das heißt an diesem gibt es eventuell nur Joghurt und Obst.
Der Besitzer kann auch Rezeptideen verschiedener Internetseiten und Bücher kombinieren.

Die Hauptsache hierbei ist, dass das Tier nicht jeden Tag das gleiche Futter bekommt und alle wichtigen Nährstoffe erhält, die es benötigt.

Welche Probleme kann es bei der Umstellung geben?

Zunächst einmal sollte bei der Umstellung auf die Barfen-Methode darauf geachtet werden, dass diese so gut wie möglich verläuft.
Das bedeutet je nach Tier eine direkte oder langsame Umstellung.

Tiere, die gesundheitlich fit sind, können so zum Beispiel nach ein bis zwei Fastentagen komplett mit Rohkost gefüttert werden.

Angeschlagende, ältere Hunde oder Hunde mit gesundheitlichen Problemen können auch nach und nach an das Barfen-Futter gewöhnt werden.
Dies wäre dann zunächst eine Ernährung im Rahmen der Teilbarfenmethode.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Verdauung des Tieres in dieser Umstellungszeit sehr genau beobachtet wird.

Eine Umstellung kann den Magen-Darm-Trakt des Tieres überfordern und so zu Verdauungsbeschwerden führen.
Dies sollte vermieden werden. Ein Gespräch mit dem Tierarzt vor der Umstellung kann auch ratsam sein.

Die ersten Fütterungen beim Barfen sollten möglichst leicht verdauliche Rohkost beinhalten.

Dies kann zum Beispiel eine Mahlzeit bestehend aus Putenfleisch und zerkleinertem Gemüse sein.
Die Umstellung kann, je nach Hund oder Katze, zu Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung, sowie einer Ablehnung des Futters führen.

Im Internet wird geraten, dass das Tier dennoch weiter nach der Barfen-Methode gefüttert werden soll und einfach nur Zeit für die Umstellung benötigt.
Diese gesundheitlichen Beschwerden sollen sich, laut verschiedener Internetseiten, nach kurzer Zeit erledigen. Gerade vor diesem Hintergrund ist es sehr wichtig, dass der Besitzer genau darauf achtet, wie sich der Vierbeiner verhält und ob die plötzliche Umstellung vielleicht zu viel oder zu schnell verlaufen ist.

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Was ist bei BARFEN für Jungtiere zu beachten?

Welpen oder Jungtiere sind, was unter anderem ihren Verdauungstrakt belangt, noch nicht vollständig entwickelt.
Aus diesem Grund weicht die Ernährung dieser jungen Tiere auch von der eines ausgewachsenen Tieres ab. Möchte der Besitzer bereits seine Welpen nach der Barfen-Methode ernähren, sollte er sich zunächst mit den genauen Anforderungen eines jungen Tieres an Nahrung vertraut machen.
Die ersten vier Wochen bekommen Welpen so zunächst einmal nur Muttermilch.

Diese ist wichtig für die korrekte Ausbildung des Immunsystems der jungen Tiere.

Ab der vierten Woche lernen die Welpen schnell dazu und möchten so zum Teil schon feste Nahrung aufnehmen.
Diese holen sie sich meist aus dem Napf des Muttertieres. Diese Nahrung ist oftmals aber noch viel zu schwer verdaulich für die Kleinen.

Eine Möglichkeit ist es, dass sie zunächst eine Art Brei bekommen. Barfen kann man diese Ernährung allerdings noch nicht wirklich nennen.
Nach ein paar Wochen kann jedoch versucht werden, Fleisch zu füttern. Dieses sollte allerdings zerkleinert sein.

Grundsätzlich nehmen junge Tiere eine Umstellung der Ernährung schneller auf, als Ältere.
Das liegt vor allem daran, dass sie sich noch nicht komplett an etwas gewöhnt haben.

Was vor dem Hintergrund der Jungtierfütterung nach der Barfen-Methode allerdings sehr wichtig ist, ist, dass der Bewegungsapparat und der ganze Körper der kleinen Tiere sich zunächst entwickeln müssen. Die Nahrung spielt hierbei eine große Rolle.
Barfen-Anfänger sollten sich also entweder genau informieren oder am Anfang eventuell zunächst die Finger von dieser Methode lassen.
Die Tiere können durch eine Fehlernährung sonst zu wenig wichtige Nährstoffe aufnehmen. Dies kann in Fehlentwicklungen und Missbildungen resultieren.

Wichtig ist also auch bei der Jungtierernährung, dass ein Futterplan erstellt wird, der genau auf das junge, wachsende Tier ausgerichtet ist.

Risiken der BARFEN- Fütterung

  • Fehlernährung: durch den hohen Fleischanteil nimmt das Tier zu viel Proteine sich, was zu Leber- und Nierenschäden führen kann
  • Magen- Darm- Probleme durch schwerverdauliche Lebensmittel
  • Mangel an Calcium
  • Hygienemangel: rohes Fleisch/ Fisch kann mit Parasiten oder pathogenen Bakterien infiziert sein
  • Rohe Knochen können in Speiseröhre oder Magen perforieren
  • Welpen reagieren besonders empflindlich auf Nährstoffmängel und sollten nicht mit BARFEN gefüttert

Kritik an BARFEN

Beschäftigt man sich für einige Zeit mit der Barfen-Methode, so wird schnell klar, dass es nicht nur positive Meinungen zu diesem Thema gibt.

Viele Internetseiten weisen auch auf die Nachteile hin.
Und auch einige Tierärzte sprechen sich dagegen aus. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Barfen-Methode sehr unterschiedlich aufgenommen wird.
Die Hauptkritik an Barfen bezieht sich auf die Nährstoffe.
Diese sind zum Beispiel Vitamine, Calcium und Iod.

Experten weisen so zum Beispiel darauf hin, dass es bei fast allen Barfen-Rezepten entweder zu einer Über- oder Unterdosierung bestimmter Nährstoffe kommt.
Dies führt beim Tier zu einer Über- oder Mangelversorgung.

Dem eigentlichen Sinn der Ernährung nach der Barfen-Methode entspricht dies dann nicht mehr, da die Methode vor allem die Gesundheit des Tieres fördern soll.

Ist der Futterplan also falsch ausgearbeitet, kann dies sehr schnell zum Gegenteil führen und dem Tier neue Probleme bereiten.

Das können bei Welpen zum Beispiel Schäden im Wachstum sein, sowie Fehlbildungen des Bewegungsapparates.

Auch eine Infektionsgefahr über das rohe Fleisch ist nicht außer Acht zu lassen.
Da das Fleisch nicht erhitzt wird, können Parasiten, Bakterien oder Viren nicht abgetötet und so leicht vom Hund aufgenommen werden und zu Erkrankungen führen.

Ein Nachteil der Barfen-Methode ist auch der Zeitaufwand, sowie die Kosten, die der Besitzer durch eine Umstellung auf diese Methode tragen muss.

Es ist deshalb sehr wichtig, dass der Besitzer sich vor einer Umstellung auf die Barfen-Methode genau mit der Ernährung und allen wichtigen Nährstoffen, sowie deren Mengen befasst.

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Beurteilung von BARFEN durch Dr-Gumpert.de

An sich ist die Futterumstellung zurück zu den natürlichen Grundlagen des Hundes – und auch der Katze – eine sehr gute Idee.
Das Tier soll ausgelastet werden und die Nahrung seinem Körperbau entsprechen.

Auch gesundheitliche Probleme können sich bei der Umstellung auf die Barfen-Methode lösen.

Sehr wichtig ist allerdings, dass die Besitzer sich vor einer Umstellung sehr genau mit der Methode auseinandersetzen.
Das bedeutet ein Abklären des Futters mit dem Tierarzt, der den Hund kennt und über seine Erkrankungen Bescheid weiß.

Oftmals sind Futterpläne und Rezepte, so wie Barfen-Rechner sehr allgemein gehalten und können nicht individuell auf jedes Tier eingehen.

So kommt es dann, zu den zuvor genannten, Mangelversorgungen mit Nährstoffen oder auch Überversorgungen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass das Fleisch, welches verfüttert wird, genau geprüft wird.
Der Besitzer sollte sich also darum bemühen, das Fleisch von einer guten Quelle zu erhalten.
Ansonsten ist die Gefahr groß, dass Bakterien, Viren oder Parasiten aufgenommen werden.
Diese werden normalerweise durch den Erhitzungsprozess abgetötet.

Da beim Barfen das Futter roh gegeben wird, kann der Hund diese leicht aufnehmen.

Hat der Besitzer sich gut genug informiert und auch verschiedene Bücher zu diesem Thema gelesen, so wie Internetseiten durchgeschaut und alles mit dem Tierarzt besprochen, sollten der Fütterung nach der Barfen-Methode keine Steine im Weg liegen.

Auch eine regelmäßige Kontrolle durch den Tierarzt kann eventuell helfen, Mängel oder Überversorgungen rechtzeitig zu erkennen, bevor diese zu Erkrankungen führen.