Einschläfern einer Katze

Unter dem Begriff Einschläfern versteht man das Töten eines Tieres- hier einer Katze- unter völliger Schmerz- und Bewusstseinsausschaltung.
Dabei spürt sie weder etwas noch leidet sie.

Dem Tierschutzgesetz zufolge sei es verboten, ein Tier am Leben zu lassen, das stark leidet.
Es ist eine schmerzlose und endgültige Lösung, um das Wohl des Tieres zu gewährleisten.
Dadurch erspart man der leidenden Katze eine schwierige Lebenszeit. 

Da es keine einfache Entscheidung für den Besitzer ist, sollte dieser Schritt gründlich durchdacht werden.
 

Das Wohl des Tieres sollte immer im Vordergrund stehen.


Was sind allgemeine Ursachen?

Die häufigste Todesursache bei der Katze, unabhängig vom Alter, ist ein akutes Trauma.

Katzen müssen häufig nach schweren Verletzungen eingeschläfert (euthanasiert) werden, wie zum Beispiel nach einem Autounfall.

Die zweithäufigste Todesursache ist die Nierenerkrankung.
Diese tritt häufig bei alten Katzen auf und ist eine degenerative Erkrankung, die bis zum kompletten Funktionsverlust der Nieren führt.

Weitere häufige Krankheiten, die zum Einschläfern der Katzen führen, sind Krebs, also bösartige Tumoren.
Die häufigsten sind Hauttumoren gefolgt von Milchdrüsentumoren und Magendarmtrakttumoren.

Neben Tumoren sind auch Infektionen und Entzündungen von Bedeutung, diese sind zum Beispiel das Katzenaids und die Bauchspeichelentzündung.

Bauchspeicheldrüsenentzündung bei einer Katze

Eine Bauchspeicheldrüseentzündung bezeichnen Tierärzte als Pankreatitis.
Sie kommt bei Katzen, aber auch bei vielen anderen Tierarten (oft beim Hund) sowie beim Mensch vor.
Man unterscheidet zwischen einer akuten und einer chronischen Pankreatitis.
Die akute Form lässt sich frühzeitig meist sehr gut behandeln. Dabei erholt sich die Bauchspeicheldrüse anschließend vollständig.

Dagegen wird bei der chronischen Form die Bauchspeicheldrüse irreversibel geschädigt.
Die Entzündung schreitet sich immer weiter fort.
In diesem Fall kann es sein, dass das Pankreas operativ entfernt werden muss und das Tier folglich ein Leben lang Medikamente einnehmen muss.
Eine Pankreatitis kann alleine auftreten- bei Katzen oft nach einem Trauma- oder im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen.
Diese wären beispielsweise der Diabetes Mellitus, Nierenerkrankungen oder Magendarmtrakterkrankungen.

Ohne Begleitserkrankung bleibt die Ursache meist unbekannt.
Typische Symptome sind Inappetenz, Lethargie, Erbrechen und Abdominalschmerz.
 

Sowohl die akute als auch die chronische Pankreatitis können entweder mild oder schwer verlaufen.
Bei einem milden Verlauf ist die Bauchspeicheldrüse nur leicht entzündet, bei der schweren Verlaufsform kann die Entzündung sich verbreiten und in ein gänzliches Organversagen enden.
Die Bauchspeicheldrüse bildet nämlich Verdauungsenzyme, die Nahrungsbestandteile wie Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß abbauen, damit diese im Darm resorbiert werden können.

Bei der akuten Pankreatitis können diese Enzyme aufgrund der Entzündung das Pankreas verlassen und die umliegenden Organe angreifen.
Diese Angriff der Enzyme führt zu starken Entzündungen des betroffenen Organs.
Bei einer chronischen Pankreatitis kommt es meist zu Verdauungsproblemen: Die Nahrung kann nicht mehr richtig verwerten werden und die Katzen magern ab. Dabei ist das Kot oft hell und fettig.

Bei einer akuten, zu spät entdeckten Pankreatitis kann es sein, dass die Euthanasie (Einschläferung) die einzige Lösung ist, vor allem, wenn viele Organe bereits betroffen und zerstört worden sind.

Leberschaden bei einer Katze

Die häufigste Lebererkrankung bei Katzen ist die sogenannte Leberlipidose.
Darunter versteht man die Ablagerung von Fett in den Leberzellen, worunter die Funktion der Leber erheblich beeinträchtigt werden kann.
Die primäre Leberlipidose kommt vor allem bei übergewichtige Katzen vor, die plötzlich nichts mehr fressen (zB. durch Stress).
Die sekundäre Lipidose entsteht bei Katzen, die an Diabetes Mellitus leiden.

In beiden Fällen befinden sich die Katzen in einem Hungerzustand (Hypoglykämie).
Um Energie zu gewinnen, mobilisiert der Körper die Fettreserven.
Dadurch gelangt viel Fett in den Blutkreislauf  und diese gelangen alle zur Leber, um verarbeitet zu werden.
Die Leber wird durch diese massive Fettansammlung überfordert, sodass die Leberzellen zugrunde gehen.

Falls dies nicht schnell behandelt wird, kann es zum tödlichen Leberversagen kommen. Die Katze muss dann schließlich euthanasiert werden.

Weitere häufige Leberschäden bei Katzen sind Leberzelltumoren und infektiöse Lebererkrankungen.
Zu den möglichen tödlichen Lebererkrankungen gehören die virale Erkrankung Feline Infektiöse Peritonitis sowie mehrere parasitäre Erkrankungen wie die Toxoplasmose und die Histoplasmose.

Gallengangsentzündungen (Cholangitis, Cholangiohepatitis) können ebenso vorkommen und zum Stau und zu starken Stoffwechselstörungen führen.
Da aber die Leber ein sehr stark regenerationsfähiges Organ ist, kommt es relativ selten, im Vergleich zum Trauma und zu Tumoren, vor dass Katzen deswegen eingeschläfert werden müssen.
Es kann der Fall sein bei sehr fortgeschrittenen Stadien einer Erkrankung, in der die Leber völlig zerstört und nicht mehr zu retten ist.

Demenz bei einer Katze

Unsere Haustiere werden immer älter, was zwar eine schöne Sache ist, aber nicht ohne Konsequenz bleibt. Die Hälfte der Katzen, die über 15 Jahren alt sind, sind von Demenz betroffen. Typische Anzeichen sind zum Beispiel das nicht mehr Erkennen von gewohnten Wegen oder vertrauten Menschen. Außerdem verändert sich der Lebensrhythmus, die Tieren wandern oft ruhelos umher anstatt ruhig zu schlafen. Ihr Interesse an ihren Bezugspersonen, Spielzeugen und Umwelt nimmt ab. Oft maunzen die Katzen vermehrt. Sie fressen nicht mehr so viel und sind auch nicht mehr so sauber.

Als Besitzer sollte man auf jeden Fall viel Verständnis für seine Katze haben. Eine häufige Frage ist, ob die Katze weiterhin ihren Auslauf genießen darf. Das muss jeder Besitzer selber entscheiden. Einerseits steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Katze nicht mehr nach Hause kommt, weil sie es nicht mehr findet. Andererseits leidet eine Katze, wenn ihr der gewohnte Freigang genommen wird. Ab wann das Tier euthanasiert werden muss, ist eine schwierige Entscheidung, und sollte mit seinem Tierarzt zusammen getroffen werden. Außerdem gibt es noch sehr wenig Forschung und sehr wenige Medikamente, die diesen Prozess verlangsamen können. Ab dem Moment, in dem das Tier seine natürliche Bedürfnisse nicht mehr befriedigen kann (fressen, sich putzen, Wasser lassen), sollte die Euthanasie vorgenommen werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Demenz bei einer Katze

Lähmungen bei einer Katze

Eine Lähmung bei Katzen betrifft am häufigsten die Hintergliedmaßen. Es gibt mehrere möglichen Ursachen. Bei Unfällen kann es zur Verletzung von einzelnen Nerven oder von Teile der Wirbelsäule kommen. Diese sind irreversibel. Wenn die Wirbelsäule geschädigt ist, sind beide Hinterbeine betroffen, während bei einzelner Nervenverletzung nur ein Bein betroffen ist.

Weitere häufige Ursachen sind Lähmungen aufgrund von Thrombosen. Thrombosen sind Blutgefäßverschlüsse aufgrund von Blutgerinnseln. Diese bilden sich zum Beispiel bei Katzen, die an einer Hypertrophe Cardiomyopathie leiden. Dabei ist das Herz geschädigt und pumpt nicht mehr richtig, dadurch staut sich das Blut an und es bilden sich Gerinnsel, die dann in kleinen Gefäßabzweigungen stecken bleiben. Oft sind auch beide Hintergliedmaßen betroffen. Sichere Hinweise, dass es sich um eine Kreislaufstörung handelt, sind, dass die betroffenen Gliedmaßen kalt sind und die Pfotenballen blau.

Das gleiche Syndrom kommt bei Katzen vor, die sich in einem gekippten Fenster eingeklemmt haben. Wenn ein solches klinisches Bild zu sehen ist, sollte die Katze so rasch wie möglich zum Tierarzt gebracht, da je länger das Bein kein Sauerstoffzufuhr bekommt, desto schlimmer werden die Schädigungen sein. Zu Lähmungen kann es aber auch bei Stoffwechselstörungen und Alterserscheinungen kommen. Ob ein Tier wegen einer Lähmung eingeschläfert werden muss, ist je nach Fall unterschiedlich. Eine junge oder erwachsene Katze kann sehr gut mit drei Beinen leben, was vielleicht nicht der Fall ist von einer alten, schon zum Teil erkrankten Katze.

Tumore bei einer Katze

Tumoren sind häufige Gründe, warum man Katzen euthanasieren muss. Die häufigsten Tumoren bei Katzen sind die Hauttumore. Ein einfacher Grund dafür ist, dass die Haut das größte Organ des Körpers ist und sie vielen Umwelteinflüssen (UV-Strahlung, Krankheitserreger, Toxische Stoffe) ausgesetzt wird. Bei weiße Katzen kommt vor allem das Plattenepithelkarzinom vor, typische Lokalisationen sind der Maulbereich, die Ohren, und die Nase. Die Läsionen sind erstmal oberflächliche, gerötete Entzündungen und die sich später zu krustigen Gewebeveränderungen entwickeln.

Basalzelltumoren kommen normalerweise bei älteren Katzen vor und sind knopfartig, dunkel pigmentiert und verschieblich. Der häufigste Hauttumor bei Katzen ist das Fibrosarkome. Man vermutet ein Zusammenhang mit Injektionen und Impfungen, da diese fast immer an dieser Stelle vorkommen, d.h. zwischen den Schulterblättern, an der Brust-/Bauchwand oder am Oberschenkel. Fibrosarkome sind knotig derb und kaum verschieblich.

Als letztes kommen noch Mastzelltumoren vor. Diese befinden sich nicht nur auf der Haut, sondern auch im inneren des Körpers (Milz und Bauchorgane). Außer Hauttumoren sind auch Mammatumoren (Tumoren der Milchdrüsen) von Bedeutung. Diese wachsen lokal, sind sehr aggressiv und haben eine hohe Tendenz zur Metastasierung. Andere Tumoren wie Darmtumoren oder Knochentumoren kommen auch vor, sind aber weniger häufig. Je nach Tumorart ist eine Chirurgische Entfernung bzw. eine Strahlen- oder Chemotherapie geeignet, diese gehen aber meist mit hohen Kosten ein.

Schlaganfall bei einer Katze

Schlaganfälle entstehen durch mangelnde Blutzufuhr zu Teilen des Gehirns oder durch eine Blutung innerhalb des Gehirns.

Dadurch werden die Funktionen der betroffenen Teilen nicht mehr ausgeführt. Diese sind zum Beispiel: 

  • der Gleichgewichtsinn,
  • die Kontrolle der Gliedmaßen,
  • die Sehfähigkeit und
  • das Bewusstsein.

Ein Schlaganfall kann durch verschiedene Krankheiten entstehen, degenerative, infektiöse sowie immunvermittelte Erkrankungen (zB Allergie).
Unabhängig von der Ursache ist beim Auftreten von Symptomen, die auf einen Schlaganfall hindeuten, die Katze unverzüglich zum Tierarzt zu bringen. Solche Symptomen sind zum Beispiel eine Kopfschiefhaltung, komische nicht koordinierte Bewegungen und kurze Bewusstseinsverluste.

Detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie unter:

Einschläfern wegen Katzenaids

Katzenaids ist eine virale Erkrankung, die durch das Felines Immundefizienz Virus hervorgerufen wird. Dieses Virus wird über dem Speichel übertragen und betrifft deswegen vor allem männliche unkastrierte Freigängerkatzen, die oft während der Paarungszeit kämpfen und sich gegenseitig beißen.

Katzen mit Katzenaids können jahrelang überleben und sollten nie aufgrund eines positiven Aids-Testes euthanasiert werden. Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, um die Lebenserwartung zu verlängern und um die Lebensqualität zu verbessern. Katzen reagieren außerdem sehr unterschiedlich auf den Virus. Einige erkranken nach einigen Jahren sehr stark und zeigen rezidivierende Entzündungen und Infektionen wegen der mangelnden Immunabwehr. Dagegen gibt es Katzen, die sehr gut mit der viralen Erkrankung leben und erst im späten Alter krank werden.

Ablauf der Einschläferung

Bevor man eine Katze einschläfert, d.h bevor sie das Medikament bekommt das zum Atemstillstand, Herzstillstand und schließlich zum Tod führt, wird die Katze in Narkose gelegt, genau wie während einer OP. Die Narkose dient dazu, dass die Katze nichts mehr spürt, beispielsweise den Einstich der Spritze, und damit die Effekte des Tötungsmedikamentes fließender wirken.

Medikamente, die zur Euthanasie gegeben werden, führen nämlich oft zur Erregungszuständen. Diese werden durch die Sedierung und Narkose verhindert. Bevor man ein Tier einschläfert, fragt der Tierarzt immer der Besitzer, ob dieser dabei sein möchte oder nicht. Diese Entscheidung darf nur der Besitzer treffen. Die Katze wird ruhig auf dem Tisch gelegt und bekommt eine Spritze mit Narkosemittel. Diese schläft dann schnell ein. Danach, wenn der Besitze bereit ist, schiebt der Tierarzt die letzte Kanüle ein. Das Tötungsmittel kann je nach Präparat intravenös, intracardial (im Herz), intrapulmonal (in die Lunge) oder sogar intraperitoneal (im Bauch) verabreicht werden. Das Todeseintritt erfolgt sehr rasch: von weniger Sekunden bis zur ein paar Minuten.

Er wird durch den Tierarzt kontrolliert, da, falls die Dosis nicht hoch genug war, das Tier noch am leben sein kann. Dafür prüft der Tierarzt erstmal das Herz mittels Auskultation und die Atmung. Nach dem Todeseintritt muss der Körper der Katze beseitigt werden. Der Besitzer kann es mit nach Hause nehmen, es ist erlaubt nach dem Tierkörperbeseitigungsgesetz, ein Tierkörper in seinem Garten einzugraben. Meistens bleibt aber der Körper in der Klinik und wird in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt gebracht.

Wie lange dauert die Einschläferung?

Die Dauer der Euthanasie ist relativ kurz. Was am längsten dauert, ist die Zeit, bis die Besitzern dafür bereit sind und die Dauer bis die Katze völlig anästhesiert ist. Die Katze wird zuvor sediert und in eine  Narkose gelegt. Es muss dabei gewartet werden bis diese tief schläft und nichts mehr wahrnimmt. Dies dauert meistens, je nach Tier (Gewicht) und Wirkstoff, zwischen drei bis fünf Minuten.

Danach, wenn die Besitzern bereit sind, wird das Tötungsmittel verabreicht. Das Mittel muss gleichmäßig, nicht zu schell, und nicht zu langsam injiziert werden. Der Tod tritt meist sehr rasch ein. Zur Sicherheit wartet man aber immer ein paar Minuten, damit die Effekte Zeit haben einzutreten. Zuletzt schaut der Tierarzt , ob das Tier tot ist. Man muss dabei nicht mehr als 15 bis 30 Minuten warten.

Welche Medikamente werden zur Einschläferung verwendet?

Es gibt in Deutschland hauptsächlich zwei Medikamente, die zur Euthanasie erlaubt sind. Der erste Wirkstoff ist Phenobarbital. Dieser ist in den folgenden Präparaten vorhanden: Euthadorm, Euthanimal, Narcoren, Narkodorm und Release. Er wird meist intravenös verabreicht, kann aber er auch intraperitoneal, -cardial, und -pulmonal verabreicht werden. Phenobarbital ist ein Narkotikum, seine Effekte hängen von der Dosis ab. Eine geringe Dosis führt nur zur einem Narkosezustand. Deswegen wird für eine Euthanasie eine sogenannte letale Dosis gegeben. Phenobarbital schaltet das Nervensystem aus, somit werden keine nervale Signale im Körper mehr übertragen. Das Atemzentrum ist ausgeschaltet und führt zum Atemstillstand, das Herz schlägt nicht mehr. Schließlich stirbt das Tier, weil es kein Sauerstoff mehr bekommt.

Ein weiterer Medikament ist das T 61. Dieser besteht aus 3 Wirkstoffen und wird genau wie Phenobarbital verabreicht. Es enthält ein Allgemeinanästhetikum (Embutramid), ein peripheres Muskelrelaxan (Mebezoniumiodid) und ein Lokalanästhetikum (Tetracainhydrochlorid). Die Effekte sind dann eine periphere Muskelrelaxation (Atemmuskulatur), eine Paralyse des Hirnstamms und eine kardiodepressive Wirkung, d.h die Herzschläge werden unterdrückt. Der Tod tritt infolge der Hirnausschaltung, des Kreislaufkollaps und der Asphyxie (fehlender Gasaustausch) ein.

Leidet meine Katze bei der Einschläferung?

Die Katze leidet bei einer Euthanasie (Einschläferung) nicht. Es wird durch die Narkose jegliche Schmerzempfindung ausgeschaltet. Dadurch befindet sich die Katze vor dem Todeseintritt im Schlaf und fühlt dabei keinerlei Schmerz. Es ist kontraindiziert, Tiere mit Euthanasie-Medikamenten einzuschläfern, wenn diese nicht zuvor sediert worden sind.

Wie bei einer OP wird die Katze zuerst sediert, d.h nur beruhigt. In dem Moment schläft die Katze noch nicht, sie ist noch bei Bewusstsein. Danach bekommt sie ein Narkosemittel, das ihr Zentrales Nerven System ausschaltet. Es ist sehr wichtig, dass sowohl das Bewusstsein als auch die Schmerzbahnen geblockt werden. Zum Schluss, wenn die Katze sich stabil in Narkose befindet, bekommt sie das Tötungsmittel verabreicht und stirbt schmerzfrei.

Wie hoch sind die Kosten für eine Einschläferung?

Im Durchschnitt kostet das Einschläfern einer Katze ca. 50 Euro. Diese Kosten setzen sich aus den Arzneimittelkosten für die Narkose, den Medikamentenkosten der Einschläferung, Kosten für Materialien (wie z.B Spritzen) und der Nachuntersuchung der Katze zusammen.

Kann man seine Katze auch zu Hause einschläfern lassen?

Natürlich kann man eine Katze zu Hause einschläfern lassen. Es is oft gemütlicher, denn die Katze bleibt dort, wo sie sich am meisten wohl fühlt. Außerdem sind Katzen, die eingeschläfert werden müssen, oft stark erkrankt und dann wird ihnen die Fahrt bis zu Klinik erspart. Man muss aber daran denken, dass dabei zusätzliche Kosten entstehen: die Fahrkosten vom Tierarzt müssen übernommen werden, und diese sind meist, je nach Strecke, relativ teuer. Außerdem ist es unpraktisch für den Tierarzt, wenn die Besitzern den Körper des Tieres nicht behalten wollen, da er es dann anschließend mitnehmen muss. Wenn man in der Klinik ist, kann es dann ganz einfach abgesondert werden, da sie ein speziellen Bereich dafür haben.

Kann man seine Katze auch selbst einschläfern?

Eine Katze einzuschläfern bedeutet, eine Katze zu töten, und das Töten von Tieren wird im Tierschutzgesetz §4 geregelt und darf mit Ausnahme der Jagd nur unter Schmerzausschaltung erfolgen. Da Katzen nicht gejagt werden dürfen, müssen die mit einem Betäubungsmittel eingeschläfert werden. Das Betäubungsmittel dürfen wiederum nur die Tierärzte haben und verabreichen. Außerdem muss man, um Tiere töten zu dürfen, eine bestimmte Sachkunde besitzen. Es ist daher völlig verboten eine Katze, wie auch immer, selber zu töten.