Katzenflöhe in der Wohnung - Das kann ich dagegen tun

Katzenflöhe sind parasitische Insekten, welche sich vom Blut ihres Wirtes (in erster Linie Katzen und Hunde) ernähren. Katzenflöhe sind zwischen einem und 6mm lang, flügellos und seitlich abgeflacht.

Die Eier  sind ca.0,5 mm groß und werden am Wirt abgelegt und fallen von diesem ab, sodass sie auch mit der Katze in die Wohnung gelangen. 
Der Flohkot besteht aus halbverdautem Blut und ist dementsprechend dunkel gefärbt. Er befindet sich im Fell der Katze und kann aus diesem durch ausbürsten nachgewiesen werden.

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Daran erkenne ich, dass ich Katzenflöhe in der Wohnung habe

Sobald Ihre Katze Flöhe hat, können Sie sicher sein, dass sich auch Katzenflöhe bzw. Eier in Ihrer Wohnung befinden.
An der Katze erkennen Sie die Flöhe zum Einen daran, dass der Vierbeiner sich vermehrt kratzt und beißt, zum Anderen können

Sie Flohkot im Fell finden. Dazu kann die Katze gründlich über einem weißen Blatt Papier oder feuchtem Zellstoff ausgekämmt werden. Wenn dabei kleine schwarzbraune Partikel aus dem Fell fallen, welche bei geringem Wasserkontakt rötliche Flecken auf dem Papier hinterlassen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Flohkot.
Zum Teil fallen auch die kleinen, weißen Eier aus dem Fell.

Katzenflohmittel

Zur Flohbekämpfung an der Katze selbst sind verschiedene Präparate verfügbar.

  • Zum Einen gibt es Spot-On-Präparate, welche in den Nacken des Tieres auf die Haut gegeben werden.
     
  • Zum Anderen existieren Puder, Shampoos sowie Sprays.
     
  • Des Weiteren können Präparate zum Einnehmen vom Tierarzt verabreicht werden, wenn Flöhe auf dem Tier gefunden werden.
     
  • Auch Halsbänder können zum Schutz genutzt werden, hier steht vor allem der Schutz vor einer Neuinfektion im Vordergrund. Die meisten Bänder haben eine Wirkung von drei bis sieben Monaten.
     
  • Als weitere Maßnahme können Insekten-Entwicklungshemmer eingesetzt werden. Sie sorgen dafür, dass sich aus den Eiern keine adulten Flöhe mehr entwickeln können, töten aber keine bereits ausgewachsenen Insekten ab. Trotzdem ist auch deren Anwendung sehr sinnvoll, da ein einziges Flohweibchen sehr viele Eier produziert. 
     
  • Es gibt auch Insektizide für die Anwendung in der Umgebung. Hier existieren mehrere Wirkstoffe, die genutzt werden können.

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Katzenflöhe in der Wohnung bekämpfen

  • In erster Linie muss die Katze mit einem Flohmittel behandelt werden, um die Flöhe loszuwerden.
     
  • Falls mehrere Katzen im Haushalt leben, sollten stets alle Tiere behandelt werden, da in der Regel auch alle Katzen befallen sind.
     
  • Des Weiteren müssen Schlafplätze, Fressplätze und sonstige Lieblingsplätze der Vierbeiner in jedem Fall gereinigt werden.
    Das bedeutet, beispielsweise Decken zu waschen und die Plätze gründlich abzusaugen.
     
  • Eventuell kann auch ein entsprechendes Insektizid gegen Flöhe für die Umgebung angewendet werden.
     
  • Auch Teppiche sollten gründlich gereinigt werden.

Hausmittel gegen Katzenflöhe

Es gibt für die Umgebung ebenfalls Hausmittel, um die Flöhe schnell loszuwerden. Zum Einen können Sie Flohspray für die Wohnung selbst aus zum Beispiel Zitrone und Rosmarin herstellen.

Zum Anderen kann besonders bei warmen Temperaturen die Wohnung mit einem selbst hergestellten Anti-Floh-Putzmittel gereinigt werden. Um dieses herzustellen geben Sie einige Tropfen ätherisches Öl, beispielsweise Rosmarin- oder Pfefferminzöl, ins Putzwasser. Jedoch muss diese Prophylaxe alle zwei bis drei Tage wiederholt werden, da die Wirkung nicht von allzu langer Dauer ist.

Auch aus einer Mischung aus Essig, Wasser und Zitronensaft lässt sich ein Anti-Floh-Spray herstellen, was beispielsweise zum Einsprühen des Bettgestells geeignet ist. Des Weiteren kann auch Kieselgur Abhilfe gegen Flöhe schaffen.

Von der Anwendung an der Katze ist von Hausmitteln, insbesondere von ätherischen Ölen grundsätzlich abzuraten. Die Tiere putzen ihr Fell und nehmen dann die Öle oral auf. Da Katzen sehr empfindlich auf diese pflanzlichen Stoffe reagieren, kann es zum Teil zu Vergiftungserscheinungen kommen!

Bernsteinhalsbänder oder Halsbänder mit Goldplättchen haben keinerlei nachgewiesene Wirkung gegen Flöhe und sind dementsprechend nicht empfehlenswert. Nutzen Sie für Ihr Tier also lieber Mittel, die vom Tierarzt verordnet und empfohlen werden.

Wie kommen Katzenflöhe in die Wohnung?

Katzenflöhe kommen vor allem durch die Katze selbst in die Wohnung. Das Tier nimmt die Flöhe zum Beispiel von gejagten Vögeln, Mäusen, Maulwürfen oder auch Igeln auf. Genauso kommen auch andere Katzen aus der Nachbarschaft  als Überträger in Frage.

Flöhe saugen am Vierbeiner Blut und legen ihre Eier im Fell ab. Diese fallen zu Boden und im Ei reifen die Flohlarven. Nach ca. 3-4 Wochen ist die Entwicklung abgeschlossen und die Larve verpuppt sich in einen Kokon, welcher dann durch beispielsweise Erschütterung oder Wärme aufspringen kann. Damit ist der neue Floh in der Wohnung und kann auf die nächste Katze übergehen.

Mehr als 85% der gesamten Flohpopulation ist in der Umgebung der Katze zu finden, entsprechend nur ein sehr geringer Teil am Tier selbst! 

Wie lange überleben Katzenflöhe in der Wohnung?

Insgesamt dauert die Flohentwicklung circa 3-4 Wochen, je nach Umweltbedingungen reichen zum Teil aber auch schon zwei Wochen. Da in Wohnungen generell sehr günstige Bedingungen herrschen, entwickeln sich die Flöhe sehr schnell, viele Eier werden gelegt und die Flohpopulation wird schnell sehr groß.

Adulte Flöhe brauchen zum überleben einen Wirt, da sie Blut als Nahrung benötigen. An der Katze überleben die Flöhe 50 bis 100 Tage, so lange können die Weibchen auch Eier legen. Aus den Eiern entwickeln sich nun die Flohlarven. Diese Entwicklung dauert ungefähr eine Woche, allerdings ist sie von Temperatur und Luftfeuchte abhängig. 

Da die fertig entwickelten Larven sich nun in einen Kokon einspinnen, können sie ab diesem Zeitpunkt bis zu einem Jahr überleben. Im Normalfall springen die Kokons aber nach etwa 10-14 Tagen auf und die neue Flohpopulation befindet sich in der Umgebung.

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