Allgemein - Was ist Metacam?

Metacam® ist entzündungshemmendes und schmerzstillendes Medikament der Firma Boehringer Ingelheim, mit dem arzneilich wirksamen Wirkstoff Meloxicam.

Es ist ein sogenanntes nichtsteroidales-Antiphlogistikum mit blassgelber Farbe und gehört zur Gruppe der Oxicame. Es ist als Injektionslösung oder als Suspension bzw. Tabletten erhältlich und wird 1x täglich verabreicht.

Metacam® wird bei Katzen mit akuten oder chronischen schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates oder postoperativ nach gering bis mäßig schmerzhaften Eingriffen (beispielsweise orthopädische- oder Weichteiloperationen) eingesetzt. Arzneimittel mit Meloxicam, wie Metacam® oder Generika, werden standardmäßig bei den Haustieren eingesetzt.


Metacam

Indikationen - Wann braucht meine Katze Metacam?

Arzneimittel wie Metacam®, die den Arzneistoff Meloxicam enthalten, gehören zu den nichtsteroidalen-Antiphlogistika, die bevorzugt zur Behandlung von akuten oder chronischen schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates der Katze eingesetzt werden.

Zum Beispiel eine degenerative Gelenkserkrankung wie eine Arthrose kann mit Metacam® mit seiner schmerz- und entzündungsstillenden Wirkung eingesetzt werden, da es sich in der Gelenkflüssigkeit ansammelt.
Auch nach orthopädischen Eingriffen oder Weichteiloperationen, beispielsweise eine Kastration, werden Medikamente mit diesem Wirkstoff bevorzugt verabreicht.

Metacam® kann oral oder subkutan, das bedeutet unter die Haut gespritzt, verabreicht werden. In der Regel wird Metacam® beim Tierarzt bzw. der Tierärztin gespritzt und anschließend dem Besitzer eine Suspension mitgegeben.
Die Suspension wird 1x täglich oral verabreicht.
Das Medikament wurde geschmacklich ansprechend für Katzen entwickelt, um das Verabreichen zu erleichtern. Das möglicherweise schwierige Eingeben von Tabletten entfällt also. Dauertherapien sind nicht selten bei chronischen schmerzhaften Erkrankungen wie der Arthrose, können allerdings auch Nebenwirkungen mit sich bringen, die jedoch nach Absetzen des Medikaments in der Regel verschwinden.

Wirkstoff und Wirkung von Metacam

Metacam® mit dem Wirkstoff Meloxicam, ist ein stark selektives nicht-steroidalen Antiphlogistikum. Nicht steroidale Antiphlogistika oder kurz NSAID (non-steroidal anti-inflammatory drugs) genannt, hemmen das Enzym Cyclooxygenase (kurz Cox), das in Cox 1 und 2 differenziert wird.

Diese Isoenzyme sind für die natürliche Schutzfunktion der Organe verantwortlich. Befindet sich also eine Entzündung im Körper, wird die Cox 2 aktiviert, die für die entzündungstypischen Zeichen wie Schmerz, Schwellung, Rötung etc. verantwortlich ist, da sie Entzündungsmediatoren bildet.

Diese wird also durch das Meloxicam gehemmt, um eben diese Entzündungssymptome zu unterbinden. In der Regel wird gleichzeitig auch die Cox 1 gehemmt, was zu unerwünschten Nebenwirkungen führt. Da Cox 1 an der Prostaglandin-Synthese (E2) maßgeblich beteiligt ist, indem es Arachidonsäure oxidiert, fehlt Prostaglandin (E2), das Entzündungsreaktionen im ganzen Körper steuert und die Magensäureproduktion reguliert.

Da Meloxicam bei Katzen, Hunden und Pferden eine stark selektive Hemmung der Cox 2 zeigt, zu einer geringeren Ausprägung der so für die nicht-steroidalen Antiphlogistika-typischen Nebenwirkungen. Außerdem wird die Einwanderung der Leukozyten in das Gebiet der Entzündung unterbunden. Im Gegensatz zur Wirkung von steroidalen Medikamenten (Glukokortikoide) wie beispielweise Kortison, werden nicht alle Phasen der Entzündung gehemmt.

In welchen Anwendungsformen gibt es Metacam?

Metacam® wird für Katzen als Injektionslösung oder Suspension vertrieben.

Die Injektionslösung enthält 2 mg/ml Wirkstoff (Meloxicam), die Suspension 0,5 mg/ml Wirkstoff und werden einmal täglich verabreicht.
Des Weiteren ist eine Injektionsflasche für sowohl Hunde als auch Katzen zugelassen mit einer Wirkstoffkonzentration von 5 mg/ml.

In der Regel wird Metacam® von Tierarzt, bzw. der Tierärztin subkutan, das bedeutet unter die Haut, gespritzt und anschließend dem Besitzer eine Suspension zur oralen Eingabe mitgegeben.

Eine Suspension ist ein Flüssigkeitsgemisch, das eine Tendenz zur Phasentrennung zeigt. Daher sollte man stets vor der Anwendung die Flasche gut schütteln, um das Medikament mit korrektem Mischverhältnis zu verabreichen.

Die Metacam® Suspension wurde vom Hersteller geschmacklich ansprechend für Katzen konzipiert, um eine Eingabe des Medikaments zu erleichtern.
Die zu verabreichende Menge des Medikaments richtet sich stets nach dem Körpergewicht, um eine Überdosierung zu vermeiden.
Mit einer Eingabespritze, die eine Gewichtskala aufgedruckt hat, wird die Suspension für das entsprechende Körpergewicht aufgezogen und der Katze ins Maul gegeben.
Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die gesamte Flüssigkeit abgeschluckt wurde. 

Metacam® Suspension zum Eingeben ist in drei unterschiedlichen Packungsgrößen (3 ml, 15 ml und 30 ml) erhältlich. Für Hunde ist Metacam® neben der Suspension, auch in Form von Tabletten erhältlich.

Nebenwirkung von Metacam

Bei der Verwendung von Metacam® kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Magenschleimhautblutungen
    Durch die leicht selektive Hemmung der Cyclooxygenase 2, werden die Entzündungs-Symptome wie Schmerz und Schwellung gehemmt. Durch die selektive Hemmung kommt es weniger zu der gleichzeitigen Hemmung der Prostaglandin-bildenden Cyclooxygenase 1 (Cox 1). Diese Isoenzyme sind für die natürliche Schutzfunktion der Organe verantwortlich.
     
  • Gastrointestinale Irritationen bis hin zu Ulzera
    Durch das Fehlen des Prostaglandins, das die Magensäureproduktion steuert, wird vermehrt Salzsäure und Pepsin ausgeschieden und die schützende Schleimschicht der Magenschleimhaut verringert
     
  • Nierentoxische Wirkung und kann in seltenen Fällen bei beispielsweise älteren Patienten ein akutes Nierenversagen
     

Metacam® sollte nicht verabreicht werden bei:

  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
     
  • Niereninsuffizienz

Bei Langzeittherapien sollten regelmäßige Kontrollen der Organfunktionen, insbesondere die der Nieren, stattfinden. Auch kann eine Blutgerinnungsstörung bei der Anwendung von Metacam® bei jungen Tieren unter 6 Monaten resultieren.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

Bei der gleichzeitigen Gabe verschiedener Medikamente unterschiedlicher Wirkstoffklassen, kann es stets zu Wechselwirkungen kommen, die die erwünschten, arzneilichen Wirkungen gegenseitig beeinflussen, verstärken oder aufheben können.

Alle nicht-steroidalen Entzündungshemmer wie beispielsweise Metacam®, dürfen nicht zusammen mit Glukokortikoiden, also steroidalen Entzündungshemmern, verabreicht werden.

Ebenso darf es nicht mit anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern in Kombination verabreicht werden.

Auch muss eine Kombination mit Medikamenten wie Diuretika, Antikoagulantien und Aminoglykosid-Antibiotika vermieden werden.
Prinzipiell kann eine Kombination von nicht-steroidalen Entzündungshemmern mit Substanzen, die eine hohe Proteinbindung zeigen, toxisch wirken, da die Medikamente um die Proteinbindung konkurrieren.

Informieren Sie sich mehr zum Thema: Medikamente für meine Katze

Gegenanzeichen - Wann darf Metacam nicht gegeben werden?

Besonderheiten der Leberfunktion bei Katzen, macht sie gegenüber nicht-steroidalen Entzündungshemmern empfindlicher als andere Spezies, da sie nur eine geringe Kapazität zur Detoxifikation von zyklischen Verbindungen (Phenole) haben, eine sogenannte Glukuronidierungsdefizienz.

Da sich der Wirkstoff im Körper anreichern kann, ist nur eine sehr kleine therapeutische Breite zur Anwendung des Medikaments möglich.

Trotz selektiver Cox 2 Hemmung kann bei Meloxicam keine bessere Verträglichkeit im Vergleich zu anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern festgestellt werden.
Sehr junge und sehr alte Katzen sind besonders empfindlich.

Generell gilt, dass Metacam® nicht verabreicht werden sollte bei:

  • Nierenerkrankungen,
     
  • Erkrankungen des Gastrointestinal-Traktes,
     
  • größerem Blutverlust und
     
  • Blutgerinnungsstörungen

Einige Tierärzte verordnen bei dieser Art Medikamente präventiv einen Magenschutz, um eventuelle Magenschäden vorzubeugen.  Nach Anbruch ist Metacam® innerhalb 6 Monate aufzubrauchen und sollte nicht über das auf der Packung mit EXP gekennzeichnete Datum hinaus verwendet werden.

Was ist die richtige Dosierung von Metacam?

Wie in der Tiermedizin generell für Dosierungen üblich, wird auch Metacam® nach dem Körpergewicht dosiert.

Zur postoperativen Schmerzausschaltung bekommen Katzen 0,3 mg/kg Körpergewicht Metacam vor dem Eingriff nach dem Einleiten der Anästhesie oder postoperativ nach dem Eingriff 0,1-0,2 mg/kg Körpergewicht.
Anschließend alle 24 Stunden 0,05-0,1 mg/kg Körpergewicht über 3-5 Tage lang.

Die Suspension wird über eine Eingabespritze, die in der Packung mitgeliefert wird, über einen Aufsatz auf der Flaschenöffnung aufgezogen. Eine Gewichtskala auf der Eingabespritze erleichtert es, die korrekte Menge Metacam® für das entsprechende Gewicht aufzuziehen.
Anschließend wird die in der Regel ganz geringe Menge in das Maul gegeben oder die Katze schleckt die Flüssigkeit bestenfalls direkt von der Eingabespritze ab.  

Wie viel kostet Metacam?

Metacam® ist ein verschreibungspflichtiges Medikament. Für Katzen ist Metacam® in drei unterschiedlichen Packungen (3 ml und 15 ml und 30 ml) erhältlich.

  • Metacam® 0,5 mg/ml Suspension 3 ml ab 9,53 €

  • Metacam® 0,5 mg/ml Suspension 15 ml ab 16,92 €

  • Metacam® 0,5 mg/ml Suspension 30 ml ab 28,77 €

(Preisvergleich Versandapotheke, Stand Juni 2018, Änderungen vorbehalten)   

Welche Alternativen zu Metacam gibt es?

Neben Metacam® der Firma Boehringer Ingelheim werden einige andere Medikamente vertrieben, die auch den Wirkstoff Meloxicam beinhalten, sogenannte Generika. Diese Präparate sind sowohl als Injektionslösung für den Tierarzt, als auch in Form einer Suspension zur oralen Eingabe für Katzen zugelassen:

  • Melosus 0,5 mg/ml

  • Meloxidyl 0,5 mg/ml

  • Loxicom 0,5 mg/ml

Informieren Sie sich mehr zum Thema: Schmerzmittel für Katzen​​​​​​​

Weitere Medikamente zur Schmerzausschaltung, sind z.B. Kortikosteroide.
Deren Wirkung zeigt zwar eine geringere schmerzhemmende Wirkung als vergleichbar NSAID-Präparate wie Metacam®, jedoch eine stärke entzündungshemmende Wirkung. Allerdings darf man Medikamente dieser Wirkstoffklasse nicht mit NSAID-Präparaten kombinieren und muss die Dosierung möglichst niedrig halten, da es eine Nebennierensuppression zur Folge haben kann.

Ebenfalls als Analgetikum eingesetzt wird Metamizol, das im Vergleich zu Metacam® als NSAID, auch eine starke analgetische Wirkung zeigt und fiebersenkend wirkt.
Im Gegensatz zu Metacam® zeigt es außerdem eine starke krampflösende Eigenschaft, allerdings eine eher geringere entzündungshemmende Wirkung.
Besonders bei Risikopatienten wird Metamizol gerne eingesetzt, da es keine negative Beeinflussung der Nierenfunktion zeigt.

Für die Ausschaltung starker Schmerzen beispielsweise während oder nach einer Operation werden Schmerzmittel aus der Wirkstoffklasse der Opioide eingesetzt.
Durch eine Multimodale Schmerztherapie kann dem Patienten neben der medikamentösen Schmerzausschaltung, Schmerzen durch eine weiche Lagerung, behutsame Manipulation, ruhigstellende Verbände und Kühlung, gelindert werden. Prinzipiell wird je nach Bedarf und Art der Schmerzentstehung ein Medikament zur Schmerzausschaltung ausgewählt und es gilt bei Operationen beispielsweise in erster Linie die Verhinderung der Schmerzentstehung und im weiteren Verlauf die Linderung bestehender Schmerzen.

Ist die Einnahme in der Schwangerschaft und Stillzeit möglich?

Medikamente mit dem Wirkstoff Meloxicam wie beispielsweise Metacam®, dürfen nicht bei trächtigen oder laktierenden Kätzinnen, Hündinnen oder Stuten angewendet werden, da bisher keine Belege für die Unbedenklichkeit der Anwendung dieser Wirkstoffe in dieser Phase gibt.

In diesem Fall gilt es, ein alternatives Medikament zu verabreichen, das mit Trächtigkeit, Laktation oder eventuellen Vorerkrankungen vereinbar ist und ohne Folgeschäden für die Frucht oder säugende Nachkommen verabreicht werden kann.

Der Tierarzt bzw. die Tierärztin werden in diesem Fall abwägen, ob dies zwingend notwendig ist oder eine konservative Therapie unter diesen Umständen eine Alternative wäre.

Auch bei sehr jungen Tieren (unter 6 Monaten), dürfen Präparate dieser Wirkstoffklasse nicht angewendet werden.

Anwendung nach Tierart

Anwendung beim Hund

Metacam® wird bei Hunden vielfältig eingesetzt.

Der Tierarzt bzw. die Tierärztin injiziert in der Regel die Anfangsdosis 5 mg/ml Metacam® Injektionslösung subkutan, das bedeutet unter die Haut. Anschließend wird ein Therapie Plan für einige Tage bis zur nächsten Nachuntersuchung verordnet.
In der Regel sollten nach 7 Tagen sich die klinischen Zeichen verbessern.

Der Besitzer führt die Behandlung in Form von Tabletten oder als Suspension mittels Eingabespritze fort. Metacam® muss 1x täglich, am besten nach dem Füttern oder mit einer kleinen Mahlzeit zusammen, verabreicht werden.

Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht des Hundes und die Eingabe sollte stets regelmäßig, am besten immer zur gleichen Zeit, erfolgen.
Für die Anwendung von Tabletten, kann man diese in etwas Leberwurst oder (Frisch-)Käse versteckt und verabreicht.

Prinzipiell sollte man sich stets vergewissern, dass die Tablette tatsächlich abgeschluckt wurde. Die Metacam® Suspension wird teilweise sogar abgeschleckt und kann so einfach über die Messspritze verabreicht werden.
Der Schraubverschluss entfernt und die Eingabespritze auf den Aufsatz auf den Flaschenhals gesteckt. Nun wird die Flasche über Kopf gehalten und durch ziehen des Messspritzenkonus‘ die Suspension bis zum aktuellen Gewicht des Hundes aufgezogen. Nun kann die korrekte Menge der Suspension eingegeben werden. Nach der Anwendung sollte die Eingabespritze stets ausgespült und vor der Wiederverwendung getrocknet werden.

Anwendung bei der Katze

Metacam® darf frühestens ab einem Alter von 6 Wochen verabreicht werden.

Die Länge der Therapie richtet sich nach den Beschwerden, die sich allerdings nach 7 Tagen deutlich verringern sollten.
Zu Beginn der Anwendung wird eine Dosierung von 0,1 mg/kg Körpergewicht verabreicht, was etwa 6 Tropfen der Metacam® 0,5 mg/ml Suspension entspricht.

Die Anwendung einer Metacam® Suspension bei Katze sollte stets mit etwas Futter oder nach dem Füttern erfolgen. Der Deckel abgedreht und die Messspritze auf den Flaschenaufsatz gesteckt. Vor der Anwendung sollte man stets Messspritze und Flaschenaufsatz auf Verunreinigungen prüfen und gegebenenfalls diese reinigen.

Nun hält man die Flasche kopfüber und zieht am Konus der Messspritze so viel der Suspension auf, bis der Stempel die Markierung des aktuellen Körpergewichts der Katze erreicht. Jetzt kann die Flasche wieder umgedreht und die Messspritze von dem Aufsatz abgedreht und der Katze verabreicht werden. Abschließend muss die Messspritze nach der Eingabe ausgespült auf einer sauberen, saugfesten Unterlage bis zur nächsten Anwendung trocknen.

Anwendung beim Pferd

Metacam® für die Anwendung beim Pferd gibt es in Form von Injektionslösungen (20 mg/ml, und 40 mg/ml) und einer Suspension (15 mg/ml) zur oralen Eingabe. Metacam® wird bei Pferden 1x täglich 0,6 mg/kg Körpergewicht über maximal 14 Tage für folgendes verabreicht:

  • Schmerzhaften akuten oder chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates

  • Linderung von Schmerzen

  • Entzündungshemmend

  • Synovitis

  • Kolik Schmerzen und postoperativ nach Kolik Operationen

  • Postoperative Schmerzen

  • Entzündung der Augen

Bei der Anwendung bei Sportpferden ist eine Nachweiszeit bei intravenöser, sowie oraler Gabe jeweils 72 Stunden zu berücksichtigen, allerdings kann diese individuell durch beispielsweise Belastung, Fütterung oder Stoffwechseltätigkeit variieren. Dementsprechend kann auch nach Einhalten der Frist von 72 Stunden keine Gewähr für eine negative Dopingkontrolle gegeben werden. Für Schlachtpferde gilt eine Wartezeit von 36 Stunden für essbares Gewebe.  

Anwendung bei Kaninchen

Für die Anwendung bei Kaninchen muss Metacam® umgewidmet werden, da es nur für eine Anwendung bei Hunden und Katzen zugelassen ist.

Die Umwidmung erfolgt durch den Tierarzt bzw. der Tierärztin nach einer konkreten Umwidmungs-Kaskade, die in der tierärztlichen Hausapothekenverordnung (TÄHAV) im Falle eines Therapienottandes zur Therapie der Krankheitszeichen festgelegt ist. Ein Therapienotstand besteht, wenn kein Medikament zur Behandlung einer Erkrankung für die entsprechende Tierart zur Verfügung steht. Für essbares Gewebe liegt eine Wartezeit von 3 Tagen vor. Bei Kaninchen wird Metacam® mittels Injektionslösung und Suspension folgendermaßen eingesetzt:

  • Analgesie

  • Zur Linderung peri- bzw. postoperativer Schmerzen

  • Osteoarthrose

  • Entzündungshemmung

Anwendung beim Meerschweinchen

Bei Meerschweinchen wird Metacam® zum Ausschalten von Schmerzen 1 x täglich 1 Tropfen der 1,5 mg/ml Metacam® Suspension verabreicht.

Außerdem wird es zur Minderung peri- oder postoperativer Schmerzen sowie zur Behandlung einer Osteoarthrose verabreicht. Bei Meerschweinchen kann Metacam® nur durch eine Umwidmung durch den Tierarzt bzw. der Tierärztin nach der Umwidmungskaskade (Tierärztliches Hausapothekenverordnung, TAHÄV) angewandt werden, da prinzipiell nur Medikamente für die zugelassene Tierart verabreicht werden dürfen. Ist dies nicht der Fall, herrscht ein sogenannter Therapienotfall und es muss umgewidmet werden.

Anwendung beim Hamster

Die Anwendung von Metacam® bei Hamstern kann nur nach Umwidmung durch den Tierarzt bzw. der Tierärztin erfolgen.

Für schmerzhafte Erkrankungen, die entweder akut oder chronisch bestehen wird Metacam® 1,5mg/ml Suspension bei Nagetieren 1 x täglich 0,1-1 mg/kg Körpergewicht dosiert und oral eingegeben. Allerdings wird bei kleinen Nagetieren wie dem Hamster die Dosierung erhöht. Da Metacam® nicht für Hamster bzw. Heimtiere zugelassen ist, beruhen diese Angaben auf Erfahrungswerte der Autoren entsprechender Literatur und sind keine Herstellerangaben.