Test Welcher Hund passt zu mir?

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Scottish Terrier

Definition - Was ist ein Scottish Terrier?

Der Scottish Terrier ist ein untersetzter und kurzbeiniger Hund mit verhältnismäßig großem Kopf und langer Rückenlinie. Er ist als Terrier lebhaft und aktiv mit ausgeprägtem Jagdtrieb. Durch seine Maße ist er bei der Bauarbeit einsetzbar. Als Familienhund gilt er als einfühlsam, hochintelligent und unerschrocken.

Er ist sowohl spielaktiv als auch gut ruhig zu halten und nicht aggressiv. Abgekürzt wird der Scottish Terrier häufig auch nur als „der Scottie“ bezeichnet.


Herkunft

Das Ursprungsland des Scottish Terrier ist Großbritannien. Speziell in den Mooren von Rannoch und den Hügeln von Perthshire soll der Scottish Terrier von Jagdausübenden gezüchtet worden sein. Als Zuchtziel wurde auf ein kräftiges Gebiss mit starker Nackenmuskulatur wert gelegt, sodass der Scottish Terrier für Baujagden eingesetzt werden konnte.

Ab 1879 gibt es Aufzeichnungen darüber, dass es der Scottish Terrier auf Hundeausstellungen als Rasse präsentiert worden ist. In Deutschland wurde die Rasse offiziell 1906 eingetragen und ab 1920 zum beliebten „Mode-Hund“, der heute mit über 66.000 eingetragenen Hunden im Zuchtbuch des Clubs für Terrier vertreten ist.

FCI, Größe

Der Scottish Terrier erreicht ausgewachsen eine Größe von 25 bis 28 Centimeter. Gemeint ist damit die Größe am höchsten nicht beweglichen Punkt. Der Kopf zählt also nicht mit! Da er mit dieser Größe unter 30 Centimetern bleibt, zählt er zu den „kleinen Hunderassen“.

Beim FCI, der Fédération Cynologique Internationale, einem Dachverband für Hunderassen, wird der Scottish Terrier der FCI-Gruppe 3 „Terrier“ und darunter der Sektion 2 „Niederläufige Terrier“ zugeordnet. Es gibt laut FCI keine Arbeitsprüfung für Scottish Terrier.

Gewicht

Der Scottish Terrier wiegt im Mittel 8,5 bis 10,5 Kilogramm. Er ist zwar ein untersetzter Hund, soll aber von Größe und Gewicht her für Bauarbeit nutzbar sein, was übermäßiges Gewicht unmöglich machen würde.

Daher ist laut Rassestandard der FCI ein höheres Gewicht als 10,5 Kilogramm unerwünscht. Ein Gewicht, das zu stark von dem angegeben optimalen Gewicht abweicht, ist auch für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes nicht gut.

Farbe

Das Fell des Scottish Terriers besteht aus kurzem dichtem Unterhaar und drahtigem Deckhaar. Als Farben sind schwarz, „weizenfarben“ und „gestromt in jeder Schattierung“ möglich. Dabei bildet schwarz die am häufigsten vertretene Farbe. „Weizenfarbene“ Scottish Terrier sind weiß bis cremefarben.

Als „gestromt“ beschreibt man Hunde, deren Fell verschiedene Schattierungen hat. Häufig sind in dieser Rasse schwarze Hunde mit grauen Anteilen. Das Grau und Schwarz sind dabei gleichmäßig im Fell verteilt und der Hund ist keinesfalls gescheckt oder getigert.

Wesen / Temperament

Der Scottish Terrier ist sowohl als Jagdhund als auch als Familienhund zu gebrauchen. Er ist aktiv und flink und daher ein guter Hund für die Bauarbeit. Als Familienhund gilt er als nicht aggressiv, aber aufmerksam und misstrauisch gegenüber Fremden. Auf seinen Besitzer stellt er sich sehr einfühlsam ein.

Dabei ist er sowohl aktiv und hochintelligent als auch gut ruhig zu halten. Er arbeitet zuverlässig und unabhängig, ist jedoch trotz seines Mutes zurückhaltend und wartet immer zuerst auf das Kommando seines Besitzers. Fremden gegenüber ist er eher misstrauisch, lernt Bekannte der Familie aber schnell kennen. Ängstliche und aggressive Hunde werden von der FCI ausgeschlossen.  

Haltung

Da es sich bei den Scottish Terriern um treue und einfühlsame Hunde handelt, kann man diese gut als Familienhunde halten. Auch der Umgang mit Kindern ist meist problemlos. Schwierig ist ein häufig wechselndes Besucherfeld, da der Hund Fremden zunächst misstrauisch begegnet.

Bei der Erziehung ist auf Bezug zum Besitzer sowie Konsequenz zu achten, denn der Scottish Terrier kann sowohl zu zurückhaltend als auch zu eigenständig und sogar stur werden. Als Terrier, der für die Baujagd gezüchtet wurde, ist er flink, intelligent und arbeitswillig und benötigt seinen Auslauf. Danach ist er aber auch schnell wieder ruhig.

Diese Mischlinge gibt es häufig

Scottish Terrier sind Rassehunde. Wie bei allen Hunderassen gibt es jedoch auch Mischlinge. Gekreuzt werden die Scottish Terrier besonders gern mit anderen kleinen Hunderassen. Es gibt zum Beispiel Kreuzungen mit den ruhigeren West-Highland-Terriern. Oft ist bei den angebotenen Mischlingen die genaue Kombination jedoch nicht mehr bekannt.

Gezielt werden die Scottish Terrier eher selten mit anderen Hunderassen gekreuzt.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung des Scottish Terriers liegt bei 12 bis 15 Jahren. Andere Hunderassen dieser Größe werden im Vergleich mit 15 bis 20 Jahren sogar noch älter. Große Hunde dagegen werden häufig keine zehn Jahre alt. Eine verhältnismäßig häufige Ursache, warum der Scottish Terrier am Ende seines Lebens eingeschläfert werden muss, ist ein Tumor in der Blase. Diese Erkrankung kommt beim Scottish Terrier deutlich häufiger vor als bei anderen Hunderassen.

Krankheiten der Rasse

Eine Erkrankung, die beim Scottish Terrier häufiger auftritt als bei anderen Hunderassen, sind Tumore in der Blase. Diese sind laut Studien bei Scottish Terrier zehnmal häufiger nachgewiesen als bei anderen Hunderassen. Besonders häufig kommt es neben genetischen Ursachen durch Rauchen des Besitzers oder häufigen Kontakt zu kanzerogenen Stoffen in Mitteln wie Unkrautvernichtern zu Blasenkrebs.

Der Krebs führt zu Harnabsatzbeschwerden und schließlich zu einem Verschluss der Harnwege mit folgendem Stau in die Niere. Bei jungen Hunden gibt es außerdem die cranio-mandibulare Osteopathie, eine schmerzhafte Knochenerkrankung des Schädels. Hierfür wurde bereits ein Gentest entwickelt, um diese vererbte Krankheit aus den Zuchtlinien zu tilgen.

Fell

Das Fell des Scottish Terriers besteht aus zwei Schichten. Einem Unterfell und einem Deckhaar. Beide Schichten sind sehr dicht. Bei dem Unterfell handelt es sich um die wärmende Schicht. Das raue Deckhaar dagegen schützt den Scottish Terrier vor der Witterung.

Diese Hunderasse haart insgesamt sehr wenig und zeigt keinen ausgeprägten Fellwechsel. Da das Fell aber beständig wächst, sollte es in regelmäßigen Abständen geschnitten werden.

Fellpflege

Zwar haart der Scottish Terrier kaum bis gar nicht und das Fell ist auch nur wenig pflegebedürftig. Es sollte jedoch regelmäßig gekürzt werden. Dies geschieht entweder mit Kamm und Schere oder einer entsprechenden Schermaschine. Durch das Trimmen erhält man das rassetypische Aussehen des Hundes und die Wetterfestigkeit. Geschehen sollte dies in etwa alle drei Monate abhängig vom Fellwachstum.

Wie stark haart ein Scottish Terrier?

Angenehmer Weise haart der Scottish Terrier fast gar nicht. Er hat zwar recht langes drahtiges Deckhaar und dichtes Unterfell, dieses fällt aber selbst im Fellwechsel nicht aus, sondern wächst eher in die Länge und Dichte. Daher ist ein regelmäßiges Trimmen der Haare sinnvoll. Ständiges Staubsaugen von Hundehaaren steht im Haushalt mit dem Scottish Terrier jedoch nicht auf dem Plan.

Umgang mit Kindern

Der Scottish Terrier gilt als menschenbezogener, treuer und einfühlsamer Hund. Damit eignet er sich auch gut als Familienhund. Am besten funktioniert es, wenn er mit den Kindern groß wird, aber wenn er sie mit etwas Ruhe kennenlernt, akzeptiert er sie auch als „neuen“ Teil seiner Familie. Er zeigt für seine Familienmitglieder und damit auch besonders für die Kinder einen großen Beschützerinstinkt. Dabei wird er jedoch nie aggressiv.

Umgang mit Katzen

Ob der Scottish Terrier gut mit Katzen zurechtkommt, ist schwer allgemein zu sagen. Da es sich um einen Jagdhund handelt, ist er kein klassischer Hund, der sich gut mit anderen Tieren verträgt. Er ist jedoch auch nicht so aufgedreht und aggressiv wie andere Terrier-Arten.

Der Scottish Terrier ist für die Baujagd gezüchtet worden und hier liegt sein größtes Interesse, Katzen dagegen leben eher auf erhöhten Flächen, sodass Hund und Katze sich auch gut aus dem Weg gehen können. Auch in dieser Kombination ist es einfacher, wenn Hund und Katze miteinander aufgewachsen sind als wenn sie sich erst neu aneinander gewöhnen müssen.

Kosten für die Haltung

Die Kosten für die Haltung eines Scottish Terriers belaufen sich auf die Kosten, die man für die Haltung eines jeden Hundes einplanen sollte. Dabei sind kleinere Hunderassen in der Regel deutlich günstiger als große Rassen. Dies liegt daran, dass die laufenden Kosten zu großen Teilen aus den Futterkosten bestehen und der Scottish Terrier mir seiner geringen Größe deutlich weniger frisst als ein Hund von der Größe eines Riesenschnauzers oder eines Neufundländers.

Neben Futterkosten sollte man laufende Kosten in Form von Hundesteuer, Versicherungen, Hundefrisör, Tierarzt sowie Hundeschule einplanen. Gebrauchsgegenstände müssen ebenfalls regelmäßig neu gekauft werden.

Kosten für die Anschaffung

Welpen des Scottish Terrier kann man ab einem Preis von 750 Euro erwerben. Die Preise variieren je nach Verkäufer und Zuchtlinie sowie Ausbildungsstand. Ein ausgebildeter junger Hund ist teurer als einer, der noch erzogen werden muss.

Vor allem wenn bereits Jagdhundeprüfungen abgelegt wurden, kann der Hund auch deutlich über tausend Euro teuer werden. Bei Hunden, die deutlich weniger kosten als die hier angegebenen 750 Euro sollte man aufmerksam sein, ob es sich nicht um einen Betrugsversuch, Hunde aus schlechten Verhältnissen oder Mischlingshunde handelt.

Alternativen zum Scottish Terrier

Wer überlegt, sich einen Scottish Terrier anzuschaffen, könnte auch an anderen kleinen Terrier Rassen Interesse haben. Dazu gehören zum Beispiel die meist weißen West-Highland-Terrier oder die noch kleineren braun-grauen Yorkshire-Terrier.

Was wenige Menschen wissen ist, dass es auch schwarze „Westis“ gibt. Weniger bekannt sind außerdem die Sealyham Terrier, welche dem Scottish Terrier äußerlich recht nahekommen, jedoch meist weizenfarben und seltener schwarz sind. Wer es lieber weniger drahtig hat, interessiert der glatthaarige Skye-Terrier.

Welpen - Was ist zu beachten?

Kauft man sich einen Welpen, sollte dies immer bei einem seriösen Käufer geschehen. „Billig-Preise“ und „auf Mitleid“ machen nur Betrüger. Der Welpe sollte erst mit frühestens 8 Wochen, besser erst mit 12 bis 16 Wochen abgegeben werden. Vorher sollte man ihn in seinem alten Zuhause besuchen und kennen lernen dürfen.

Ein guter Züchter wird immer auch einen angemessenen Preis fordern, der ihn für seine Unkosten und Mühen entlohnt. Der Welpe sollte nach dem Umzug liebevoll und geduldig in die Familie aufgenommen, jedoch auch konsequent erzogen werden.

So erziehe ich einen Scottish Terrier am besten!

Da es sich bei dem Scottish Terrier um ein hochintelligentes Tier handelt, kann man sehr viel Freude bei der Erziehung haben, geht man es falsch an, jedoch genauso viel Ärger. Der Scottish Terrier ist arbeitswillig und interessiert an Lernspielen. Er kann unerschrocken und eigenständig arbeiten. Fordert man ihn nicht, kann er jedoch auch zurückhaltend sein.

Auch erkennt er, wenn er seinen Besitzer nicht für voll nehmen muss und kann dann auf stur stellen, um seinen eigenen Willen durchzusetzen. Für die Erziehung ist also Einfühlungsvermögen und Konsequenz gefragt, genauso wie eine gute Kombination aus Ruhe und Förderung durch Aktivitäten für Kopf und Körper.

Dieses Hundezubehör benötige ich für meinen Scottish Terrier

Der Scottish Terrier benötigt wie jeder Hund zwei Näpfe (für Futter und Wasser), Leine und Halsband oder Geschirr, einen Hundekorb oder anderen Rückzugsort sowie geeignetes Spielzeug. Als besonderes Zubehör benötigt man einen Haar-Trimmer. Alternativ geht man mit dem Scottish Terrier zum Hundefrisör.

Wer sich besonders viel Mühe geben will, kann mit seinem Hund Baujagd-Training machen. Das geht an einer Ausbildungsstätte für Jagdhunde oder mit spezieller Ausrüstung in Wettkampfform losgelöst von der Jagd. Der Scottish Terrier ist aber genauso für andere Arbeits- und Lernspiele zu begeistern.