Yorkshire Terrier

Im Falle des Yorkshire Terriers handelt es sich um eine anerkannte, ursprünglich britische, Hunderasse. Er gehört mit einem Gewicht von ca. 3 kg zur Gruppe der Zwergterrier und wird zu keinem speziellen Arbeitszweck verwendet. Er findet primär Verwendung als Gesellschafts- und Familienhund, was zu seinem aufgeweckten und verspielten Wesen gut passt. Da es sich im Allgemeinen um eine sehr selbstbewusste Hunderasse handelt, ist eine konsequente und strenge Erziehung durch einen möglichst in Hundehaltung und -erziehung erfahrenen Besitzer unbedingt notwendig. Bei nicht ausreichender körperlicher und geistiger Auslastung ist insbesondere beim Kontakt der Tiere mit sehr kleinen Kindern aufgrund möglicher Aggressivität Vorsicht geboten.


Herkunft

Der Yorkshire Terrier stammt ursprünglich aus Städten der nordenglischen Grafschaft Yorkshire, welche der Rasse auch ihren Namen verlieh. Ende des 19. Jahrhunderts brachten viele Arbeiter, die im Zuge der Industrialisierung beispielsweise aus Schottland einwanderten, ihre einheimischen Hunde wie den Skye Terrier, den Clydesdale oder auch den Malteser mit. Diese Rassen werden gemeinsam mit dem Toy Terrier als Vorfahren des Yorkshire Terrier angesehen. Durch Kreuzungen entstanden kleine Terrier der niederen Arbeiterschaft, die primär auf die Jagd von Ratten und Mäusen in den Städten aber auch auf die illegale Jagd von Kaninchen abgerichtet wurden. In der weiteren Zucht wurde Wert auf geringe Größe und langes seidiges Fell gelegt, sodass die Tiere immer öfter auch in adelige Schichten verkauft wurden. Die Rasse wurde 1874 ins Zuchtbuch eingetragen und 1886 schließlich offiziell anerkannt.

FCI und Größe

Der FCI ist die Fédération Cynologique Internationale und stellt einen der größten internationale Dachverbände in der Rassehundezucht dar. Sie veröffentlicht beziehungsweise genehmigt Rassebeschreibungen, die dem Wohlergehen der Hunde dienen und legt Rassestandards fest. Die Größe des Yorkshire Terriers ist durch die Rassebeschreibung des FCI zwar nicht eindeutig festgelegt, beläuft sich durch ein festgesetztes Maximalgewicht jedoch in der Regel auf ca. 17cm bis zu maximal 23cm in der Widerristhöhe.

Was ist ein Teacup Yorkshire Terriers?

„Teacup – Dogs“ ( Teepott – Hunde ) sind sehr kleine Exemplare kleiner Hunderassen wie beispielsweise des Chihuahua oder eben des Yorkshire Terrier. Ihren Namen tragen sie aufgrund ihrer sehr geringen Größe, durch die selbst adulte Tiere in eine größere Teetasse passen würden. Es handelt sich nicht um eigenständige Rassen sondern vielmehr um gezielte Anpaarungen der kleinsten Tiere einer Rasse, die zu Nachkommen mit besonders geringer Körpergröße führen. Dadurch, dass die kleinsten und schwächsten Tiere sich in der Natur nicht fortpflanzen ( Survival of the fittest / Überleben der stärksten Individuen ), zur Zucht der Teacup – Dogs jedoch gezielt eingesetzt werden, können diese Tiere leider ein erhöhtes Erkrankungsrisiko aufweisen. 

Gewicht

Das Gewicht eines Yorkshire Terrier ist durch den FCI auf maximal 3,2 kg begrenzt. Ein höheres Gewicht wird als Fehler angesehen und kann sich gegebenenfalls ( zum Beispiel im Fall von extremem Übergewicht ) negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Tieres auswirken. Die geringe Größe und damit auch das geringe Gewicht der Rasse ist zum einen auf ihre ursprüngliche Verwendung, nämlich die Jagd auf Ratten und Mäuse in Städten, zum anderen aber auch auf optische Ziele im Hinblick auf die Vermarktung an Adelige zum Ende des 19. Jahrhunderts zurückzuführen. Ein Mindestgewicht ist für den Yorkshire Terrier nicht festgelegt. 

Farbe

Auch die Farbe eines Yorkshire Terrier ist durch den FCI eindeutig definiert. Die Grundfarbe ist goldbraun mit stahlblauen Aufhellungen des langen, seidigen und glatten Fells vom Hinterhauptsbein bis zum Schwanzansatz. Eine silberblaue Farbe sowie die Vermischung mit falbfarbenem, bronzefarbenem oder dunklem Haar sind unerwünscht und gelten als Rassefehler. Die „tanfarbenen“ Haare sollen von der Wurzel zur Spitze hin immer heller werden. 

Wesen / Temperament

Die geringe Größe und das niedliche Aussehen eines Yorkshire Terrier erwecken fälschlicherweise schnell den Eindruck eines süßen Schoßhundes. Um einen solchen handelt es sich bei den kleinen aus Großbritannien stammenden Hunden mit langem, seidigem Fell jedoch keinesfalls. Ihr Charakter ist typisch für einen Terrier: Die Tiere sind aufgeweckt und selbstbewusst und benötigen dementsprechend sowohl eine strenge Erziehung als auch viel Beschäftigung und Bewegung. Die Rasse ist daher für Anfänger eher ungeeignet, denn bei mangender Konsequenz können Yorkshire Terrier schnell lästige Unarten wie das häufige Bellen entwickeln. Die meisten Vertreter dieser Rasse haben auch ihren Jagdtrieb nicht ganz verloren und können bei ungenügender Bewegung zu Aggressivität neigen. Besonders bei sehr kleinen Kindern ist dementsprechend besondere Vorsicht geboten. Für etwas ältere Kinder kann ein Yorkshire Terrier hingegen ein sehr ausdauernder, treuer Spielgefährte mit wachem Charakter und verspieltem Wesen darstellen. Bei professioneller Erziehung und mit einem angemessenen Maß an täglicher Beschäftigung können die kleinen, sehr intelligenten Hunde durchaus ein ideales Familienmitglied werden. 

Haltung

Trotz ihres sehr lebhaften Temperaments sind Yorkshire Terrier relativ unkompliziert zu Halten. Aufgrund ihrer geringen Größe können sie problemlos in Wohnungen gehalten werden. Wichtig sind jedoch mehrmals täglich ausgiebige Spaziergänge und gegebenenfalls auch eine geistige Beschäftigung durch Spielzeuge oder in der Hundeschule. Es ist wichtig, einen Yorkshire Terrier sowohl körperlich als auch geistig auszulasten, um Unarten wie dem Bellen oder Aggressivität vorzubeugen. Bei ausreichender Bewegung sind diese Hunde die idealen Begleiter für Familie und Alltag, die keine besonderen beziehungsweise hohen Ansprüche an die Haltungsbedingungen in Haus oder Wohnung stellen. Eine Decke oder ein Hundekissen beziehungsweise -körbchen ist völlig ausreichend. Eine konsequente und strenge Erziehung ist wichtig, um ein möglichst unproblematisches Zusammenleben zwischen Mensch und Tier auch auf kleinem Raum zu gewährleisten. Aufgrund ihres wachen und aufmerksamen Charakters sind sie auch als Wachhunde gut geeignet, wobei reine Hofhaltung nicht zu empfehlen ist.

Diese Mischlinge gibt es häufig

Nicht nur die reinrassigen Yorkshire Terrier sind mit ihrem aufgeweckten Charakter und ihrem niedlichen Erscheinungsbild äußerst beliebte Familien- und Begleithunde. Die Rasse wird auch gerne gezielt mit anderen Rassen zu Mischlingswelpen angepaart. Neben Zufallspaarungen sind Kreuzungen mit in Größe und Aussehen ähnlichen Hunderassen üblich. Sehr beliebt sind beispielsweise Yorkshire – Terrier – Malteser – Mischlinge oder auch Kreuzungen mit Jack – Russel – Terriern oder Chihuahuas. Bei Mischlingen ist nicht vorherzusehen, welche Charakterzüge sich von welcher Rasse durchsetzen und weitervererben. Aussehen und Charakter sind dementsprechend bei Mischlingswürfen deutlich variabler, weshalb sich der Käufer eines Yorkie – Mischlingswelpen immer auch auf die zweite Mischlingsrasse einstellen sollte. Weniger ein Mischling als vielmehr die gezielte Züchtung auf eine besondere Farbgebung führte zu den sogenannten Biewer – Yorkshire – Terriern: Ein deutscher Züchter selektierte bewusst auf Yorkshire – Terrier mit weißen Flecken im Fell, die ein Welpe zufällig aufwies. 

Wie viel Zeit pro Tag muss ich für den Hund beanspruchen?

Yorkshire Terrier oder auch Yorkshire Terrier – Mischlinge sind sehr aufgeweckte und intelligente Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb und großem Bewegungsdrang. Dementsprechend benötigen sie viel Beschäftigung und Auslauf und nehmen dadurch auch viel Zeit in Anspruch. Empfehlenswert sind mehrmals täglich ausgiebige Spaziergänge von insgesamt mindestens 3 Stunden, die durchaus mehrere Kilometer umfassen können. Auch eine konsequente Grunderziehung und das regelmäßige Abrufen von Kommandos nehmen gerade im Welpenalter einige Zeit in Anspruch. Die Beschäftigung in der heimischen Wohnung kann durch Kinder und Besitzer, andere Hunde oder auch Spielzeug erfolgen. Hierbei ist es wichtig, Yorkshire Terrier bereits als Welpen an die Kinder oder andere Haustiere zu gewöhnen, da sie sonst aggressive Verhaltensweisen entwickeln könnten. 

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Yorkshire Terrier ist mit 13 – 16 Jahren für einen Hund sehr hoch. Die kleinen Hunde sind mit 7 – 8 Monaten bereits früh ausgewachsen, was sich positiv auf Sehnen, Gelenke und den gesamten Bewegungsapparat auswirkt. Wichtig für ein gesundes und möglichst langes Leben des vierbeinigen Familienbegleiters sind vor allem Bewegung und die richtige Fütterung, um Übergewicht zu vermeiden. Eine geeignete und regelmäßige Gesundheitsvorsorge durch Impfungen und Entwurmungen ist unerlässlich. Der Besitzer sollte genau auf seinen Hund achten, um Veränderungen des Aussehens oder des Verhaltens als mögliche Krankheitsanzeichen möglichst früh erkennen zu können. Bei angemessener Haltung und Pflege sowie einer adäquaten gesundheitlichen Versorgung sind die kleinen Hunde bis zu knapp zwei Jahrzehnten ein treuer Begleiter. )

Besonderheiten

Obwohl jeder Yorkshire Terrier natürlich einen individuellen Charakter hat und spezielle Verhaltensweisen an den Tag legt, zeichnen sich bei Yorkshire Terriern einige rassespezifische Besonderheiten ab. Die Tiere sind in der Regel aufgeweckt, verspielt und sehr bewegungsfreudig. Bei mangelnder Auslastung können sie manchmal zu Aggressivität neigen, weshalb es einer konsequenten Erziehung der kleinen, wohnungsgeeigneten Hunde bedarf. Ihr langes Fell benötigt eine sehr regelmäßige, wenn auch nicht außergewöhnlich aufwendige Fellpflege – im Gegenzug haaren die Tiere kaum bis gar nicht und sind gut für Allergiker geeignet. Die selbstbewussten Hunde sind trotz ihrer geringen Größe auch als Wachhunde einsetzbar. 

Welche Krankheiten der Rasse sind bekannt?

Wie einige andere Rassen auch neigen auch Yorkshire Terrier zu einigen erblich bedingten oder sich im Laufe des Hundelebens entwickelnden rassetypischen Krankheiten. Insbesondere die extrem kleinen Teacup – Yorkshire – Terrier entwickeln diese Krankheiten verhältnismäßig häufig, weshalb der Kauf dieser Tiere vermieden werden sollte. Generell sollten möglichst kräftige Welpen immer nur von seriösen Züchtern erworben werden. Nichtsdestotrotz haben die kleinen Hunde ein sehr empfindliches Verdauungssystem, sodass sie bei falscher Fütterung oder zu schneller Futterumstellung häufig Durchfall, Erbrechen und andere Magen – Darm – Problematiken entwickeln. Außerdem haben sie eine sensible Haut und leiden oft an Allergien. Durch seine geringe Größe und seinen zarten Körperbau sollte auch mit dem Skelettsystem des Yorkshire Terrier außerordentlich vorsichtig umgegangen werden. Eine spezifische rassetypische Erkrankungen ist die sogenannte Distichiae, bei der wimpernähnliche Haare in Richtung des Augapfels auswachsen und die Hornhaut reizen oder verletzen können, wodurch es zu Entzündungen und tränenden Augen sowie Hornhautverletzungen kommt. Auch andere Augenerkrankungen wie der Graue Star treten beim Yorkshire Terrier gehäuft auf. Typische Erkrankungen des Bewegungsapparates sind Probleme des Hüftgelenks beziehungsweise des Oberschenkelkopfes sowie die Patellaluxation, also das „Ausrenken“ der Kniescheibe. Yorkshire Terrier können außerdem zu einem Trachealkollaps neigen, bei dem durch eine Erweichung der Knorpelspangen und eine dadurch verursachte Verengung der Luftröhre ein hartnäckiger Husten entsteht. Auch das den Stoffwechsel betreffende Cushing – Syndrom kann häufiger Yorkshire Terrier betreffen. 

Charaktersitik des Fells

Das Fell und die Fellfarbe sind neben dem aufgeweckten, quirligen Wesen die wohl charakteristischsten Eigenschaften eines Yorkshire Terrier. Durch den FCI ist die Fellfarbe der Rasse eindeutig definiert: Die Grundfarbe sollte goldbraun sein, während das Fell vom Hinterhauptsbein bis zum Ansatz des Schwanzes stahlblau gefärbt sein soll. Keinesfalls sollte dieses Fell silberblau sein und auch falbfarbenes, bronzefarbenes oder dunkles Fell sind im Rassestandard unerwünscht. Das tanfarbene Haar soll von der Wurzel zur Spitze hin aufhellen. Das Fell sollte lang, leicht gewellt und durch intensive Pflege seidig weich sein. Allerdings ist es auch nicht unüblich, das Fell eines Yorkshire Terrier entsprechend zu kürzen.

Was ist die richtige Fellpflege?

Das lange, seidige Fell – idealerweise mit einer roten Schleife versehen – ist das Markenzeichen und Aushängeschild der Rasse des Yorkshire Terrier. Doch dieses braucht natürlich dementsprechend regelmäßige und intensive Pflege. Das Deckhaar sollte täglich nach dem Spaziergang von grobem Schmutz wie beispielsweise Blättern und Ästen und von Knoten befreit sowie einige Minuten gekämmt werden. Es ist darüber hinaus sehr wichtig, den Yorkshire Terrier regelmäßig zu baden. Um die Fellpflege für Mensch und Tier so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten die Tiere bereits im Welpenalter spielerisch an alle nötigen Handgriffe gewöhnt werden. Einige Partien des Fells sollten nach Bedarf gekürzt werden, hierzu gehören insbesondere die Ohren und der Bereich um den After, um groben Verschmutzungen vorzubeugen. Um sich die Fellpflege zu erleichtern kann auch das gesamte Haar eines Yorkshire Terrier gekürzt werden. Dies kann insbesondere bei eher wolligem und weichem Fell hilfreich sein, das ansonsten noch leichter verknotet. Gedankt wird dem Besitzer die verhältnismäßig zeitaufwändigere Fellpflege durch einen nahezu ausbleibenden Fellwechsel. Diese Zeit, in der die Fellpflege anderer Vierbeiner genau wie das Staubsaugen in der eigenen Wohnung temporär sehr intensiv sein kann, bleibt dem Yorkshire Terrier durch eine kaum vorhandene Unterwolle nahezu erspart. Er haart sehr wenig und ist dementsprechend auch für Allergiker geeignet.

Wie stark haart ein Yorkshire Terrier?

Die meisten Hunderassen haaren insbesondere zur Zeit des saisonalen Fellwechsels – manche stärker, andere weniger stark. Was für manche Besitzer lästig ist und viel Zeit für die Reinigung der Wohnung bedeutet, kann für Allergiker ein echtes Problem sein. Dabei sind in der Regel nicht die Haare selbst allergieauslösend, sondern Stoffe an den Haarwurzeln und Hautschuppen. Je mehr ein Hund haart, desto mehr verbreiten sich die Allergene in dessen Umfeld. Entgegen einer weitläufigen Meinung haaren kurzhaarige Hunde nicht weniger – im Gegenteil sogar teilweise mehr – als langhaarige Hunde, die im Gegenzug eine intensivere Fellpflege benötigen. Der Yorkshire Terrier haart trotz seines außergewöhnlich langen Fells kaum bis gar nicht, da sein Haar kontinuierlich wächst und nicht im Zuge eines saisonalen Fellwechsels ausfällt. Dementsprechend ist er wie Pudel oder Nackthunde auch für Allergiker geeignet. Jedoch muss das Fell sehr regelmäßig gekämmt, gewaschen und bei Bedarf auch gekürzt werden. 

Umgang mit Anderen

Umgang mit Kindern

Durch seine geringe Größe und sein niedliches Aussehen erweckt der Yorkshire Terrier schnell den Eindruck eines lebendigen Kuscheltiers, jedoch besitzt er als Terrier einen ausgeprägten Jagdtrieb und einen enormen Bewegungsdrang. Bei mangelndem Auslauf oder unsachgemäßem Umgang können die kleinen Hunde ungeduldig werden und sogar zu Aggressivität neigen. Deshalb sollte ein Yorkshire Terrier besonders mit sehr kleinen Kindern niemals allein gelassen werden! Sie könnten ihm durch seinen kleinen Körperbau ungewollt wehtun und so aggressive Verhaltensweisen auslösen, die auch für das Kind gefährlich werden können. Fremde sollten vor dem näheren Kontakt mit dem Hund wie beispielsweise Streicheln kurz über individuelle Besonderheiten aufgeklärt werden und sich etwas vorsichtiger an den Hund herantasten. Für etwas ältere Kinder, denen man den korrekten Umgang mit dem Tier vermitteln kann und die es bewusst respektieren, sind Yorkshire Terrier die ideale, ausdauernden Spielgefährten. Vom Welpenalter an sollten Kinder und Yorkie sich miteinander beschäftigen, sodass der Hund zum echten Familienmitglied werden kann. 

Umgang mit Katzen

Entgegen vieler Vorurteile können Hunde und Katzen durchaus harmonisch im gleichen Haushalt zusammenleben. Generell eignen sich größere Hunde mit ruhigem, freundlichen Wesen besonders gut zum Zusammenleben mit Katzen – also das genaue Gegenteil eines Yorkshire Terriers? Grundsätzlich gibt es keine Hunderasse, die sich von Natur aus mit Katzen versteht und auch keine, die man keinesfalls mit Katzen zusammen halten sollte. Je aufgeweckter der Charakter des Hundes ist, desto größter ist die Gefahr, dass die Katze sich durch dessen Anwesenheit gereizt fühlt. Bei einer sachgemäßen Zusammenführung sind die Chancen auf ein friedliches Zusammenleben bei einem Yorshire Terrier genauso groß wie bei einem Berner – Sennenhund. Idealerweise sollten beide im Welpen- beziehungsweise Kittenalter zusammengeführt werden. Noch wichtiger sind jedoch separate Rückzugsorte für beide Tiere.  

Kosten

Kosten für die Haltung

Neben den einmaligen Anschaffungskosten bedarf es natürlich monatlich eines nicht unerheblichen finanziellen Aufwandes für die Haltung eines Yorkshire Terrier. Pauschalisieren lassen sich die Kosten für die Hundehaltung nicht. Während Gebrauchsgegenstände wie beispielsweise Halsbänder, Brustgeschirre, Leinen, Futternäpfe, Körbchen und Decken, Bürsten, Kämme und Scheren seltene Anschaffungen sind, müssen Nass- und Trockenfutter, Shampoo oder Leckerlis sehr regelmäßig nachgekauft werden. Hinzu kommen außerdem regelmäßige Tierarztbesuche zur Kontrolle, zur Zahnreinigung sowie zum Impfen und Entwurmen und häufig einmalig auch zur Kastration sowie gegebenenfalls die Kosten für eine professionelle Fellpflege beim Hundefrisör. Die Tierarztkosten für einen gesunden Yorkshire Terrier liegen jährlich geschätzt bei ca. 150€. Hinzu kommen monatliche Aufwendungen für Futter und Spielzeug von mindestens 60€. Nach oben sind den Kosten je nach Art, Umfang und Qualität des Hundezubehörs keine Grenzen gesetzt, jedoch sollte man sich auf Kosten von mindestens 1.000€ jährlich einstellen und dabei bedenken, dass bei einer Lebenserwartung von 13 bis 16 Jahren insgesamt mehr als 20.000€ für die Haltung der kleinen Hunde aufzubringen sind.

Kosten für die Anschaffung

Da Yorkshire – Terrier – Welpen nur von seriösen Züchtern erworben werden sollten, ist die Anschaffung eines solchen Tieres nicht ganz kostengünstig. Der Preis hängt davon ab, ob die Welpen in einem Zuchtbuch eingetragen sind und entsprechende Papiere haben oder nicht. Für einen Yorkshire – Terrier ohne Papiere werden in der Regel zwischen 600€ und 800€ verlangt, Tiere mit Papieren sind mit 1.000€ bis 1.200€ deutlich teurer. Je nach Züchter sind den Preisen nach oben hin keine Grenzen gesetzt. Eine Alternative sind Yorkshire – Terrier aus dem Tierheim: Für adulte Tiere ist mit einer Schutzgebühr von circa 100€, bei Welpen von ca. 300€ zu rechnen.

Was ist das beste Futter für einen Yorkshire Terrier?

Die Fütterung eines Hundes hat einen entscheidenden Einfluss auf Gesundheitszustand und Wohlbefinden. Eine ausgewogene Ernährung ist ebenso wichtig wie ein ausreichendes Maß an Bewegung, um Übergewicht und damit einhergehende Beeinträchtigungen zu vermeiden. Welches Futter genau verwendet wird, ist individuell verschieden. Während Trockenfutter beispielsweise Vorteile in Bezug auf Lagerung,Sauberkeit, Geruchsarmut, schneller Sättigung und auch der Eignung als Leckerlis hat, wird Nassfutter von vielen Tieren lieber gefressen, ist besser geeignet bei alten Hunden oder Zahnproblemen und enthält weniger Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker. Als Leckerlis sind abgesehen von Fertigprodukten auch bestimmte Obstsorten wie Äpfel oder auch Naturjoghurt geeignet. Schweinefleisch und Steinobst sollten nicht verfüttert werden. Eine Alternative ist auch die Fütterungsmethode BARF = Biologisch Artgerechtes Rohes Futter, welche auf Fleisch, Gemüse und Kräutern basiert und aufgrund der geringen Verdaulichkeit mit bestimmten Zusatzstoffen ergänzt wird. Der Nährstoffbedarf eines Hundes ist abhängig von Alter, Größe und Gesundheits- sowie Trainingszustand. Idealerweise können mehrere Futterarten miteinander kombiniert werden, um alle Bedürfnisse abzudecken und die Fütterung abwechslungsreich zu gestalten. Feste Fütterungszeiten, idealerweise zwei mal täglich, sind außerdem förderlich für die Gesundheit und reduzieren das Betteln nach Leckerlis zwischen den Mahlzeiten. 

Was ist beim Kauf eines Yorkshire Terriers zu beachten?

Ein Yorkshire Terrier sollte immer nur von einem guten und seriösen Züchter gekauft werden – einen solchen zu erkennen ist jedoch leider nicht immer ganz einfach. Grundsätzlich sollten die abgegeben Tiere mindestens 10 Wochen alt sein, sodass die Sozialisierungsphase abgeschlossen ist. Die Tiere besitzen in jedem Fall eine Ahnentafel und einen Impfpass, der beim Kauf des Tieres ohne Aufpreis dem neuen Besitzer übergeben werden muss. Welpen von Züchtern, die im Internet mit mehreren Rassen angeboten werden, sollte man meiden – die Bilder stammen häufig von anderen Welpen als den tatsächlich angebotenen. Auch Züchter, die sogenannte Teacup- oder Mini – Yorkshire – Terrier anbieten, sind nicht als seriös anzusehen. Man sollte niemals einen kleinen Yorkshire – Terrier aus Mitleid kaufen, um seine momentan schlechten Lebensverhältnisse zu verbessern. In einem unbedingt abzuschließenden Kaufvertrag sollten außerdem alle bereits bekannten Mängel des Tieres erfasst werden. Tiere, die im Ausland oder besonders kostengünstig angeboten werden, sollte man nicht erwerben. Keinesfalls sollte man auf Übergaben an Autobahnraststätten oder ähnliches eingehen! Ein gesunder Yorkshire – Welpe mit vom FCI anerkannten Papieren kostet in der Regel zwischen 800€ und 1200€, dieses Geld sollte man bereit sein zu investieren und beim Kauf erst an zweiter Stelle auf den Preis achten. Beachtet man diese Regeln, kann man mit relativ großer Sicherheit gute und seriöse Yorkshire – Terrier – Züchter ausfindig machen!

Welche Impfungen braucht mein Yorkshire Terrier?

Obwohl Impfungen aufgrund ihrer Risiken und Nebenwirkungen umstritten sind, sind sie unumgänglich für die Vorbeugung schwerwiegender Infektionserkrankungen. Die erste Abwehr junger Welpen wird durch die Mutter gewährleistet, nach 8 – 12 Wochen sollte jedoch eine Immunisierung gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten erfolgen. Die Impfung konfrontiert den Körper mit einer abgeschwächten Form des Erregers, sodass Antikörper gebildet werden und der Körper bei einer tatsächlichen Infektion deutlich schneller reagieren kann. Die Krankheit kommt so nicht oder nur sehr schwach zum Ausbruch. Zu den notwendigen und empfohlenen Impfungen für Yorkshire – Terrier gehören eine Immunisierung gegen Staupe, HCC ( = Hepatitis Contagiosa Canis ), Leptospirose, Parvouirose sowie gegen Tollwut. Der genaue Impfplan sollte individuell mit dem Tierarzt abgestimmt werden. Eine Auffrischung der Impfungen sollte zur Erhaltung des Schutzes alle 2 bis 3 Jahre erfolgen. 

Alternativen zum Yorkshire Terrier

Der Yorkshire – Terrier ist durch seine geringe Größe hervorragend für die Haltung in Wohnungen geeignet und besticht durch seinen aufgeweckten, mutigen und dennoch treuen Charakter. Alternativen bieten zum einen Yorkie - Mischlinge aber auch andere Rassen. Eine Hunderasse, die dem Yorkshire Terrier von Charakter und Größe her sehr ähnelt ist der West Highland White Terrier: Sein komplett weißes Fell bedarf etwas weniger Pflege als das des Yorkshire – Terriers. Ein deutlich größerer Hund mit ähnlich wachem Charakter und ausgeprägtem Jagdtrieb ist der Irish Terrier. Ein ähnlich prachtvolles, seidig langes Haarkleid hat der Malteser, dessen Jagdtrieb jedoch deutlich reduzierter ausgeprägt ist sodass er sich eher für unerfahrenere Halter und Familien mit sehr kleinen Kindern eignet. Die Eignung des Yorkshire Terriers für Allergiker durch einen ausbleibenden Fellwechsels findet man ähnlich beispielsweise bei Pudeln oder den genetisch fast haarlosen Nackthunden. 

Yorkshire Terrier-Welpen - Was ist zu beachten?

st die Entscheidung gefallen, einem kleinen Yorkshire – Terrier – Welpen ein neues Zuhause zu geben, sind einige Dinge zu beachten. Bereits bei der Auswahl des Welpen sollte auf Seriösität des Züchters, Gesundheitszustand und Impfungen sowie die zugehörigen Papiere geachtet werden. Im neuen Zuhause angekommen sollte man den Welpen nicht überfordern, sodass er sich in Ruhe an die neue Umgebung und die neuen Besitzer gewöhnen kann. Nichtsdestotrotz sollten bestimmt Grundregeln vom ersten Tag an aufgestellt und auch durchgesetzt werden. Es ist wichtig dem Welpen zu zeigen, wo er sich zurückziehen kann und dennoch vor allem in den ersten Wochen außergewöhnlich viel Zeit mit ihm zu verbringen. Der kleine Hund sollte bereits in der ersten Zeit lernen, auf seinen Namen zu reagieren und dessen Klang positiv zu assoziieren. Dies ist die Grundlage für die spätere Erziehung. Ein Yorkshire – Terrier – Welpe sollte so wenig wie möglich alleine gelassen werden, ist dies unvermeidbar sollte die Zeit allein 2 Stunden nicht überschreiten und man sollte solange sicherstellen, dass kein Verletzungsrisiko für den Hund besteht. So niedlich ein Yorkie – Welpe auch sein mag, es ist wichtig, ihn von Beginn an mit liebevoller Konsequenz zu behandeln und so den Grundstein für ein langes und harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Tier zu legen. 

So erziehe ich einen Yorkshire Terrier am besten

Trotz ihrer geringen Größe und ihres niedlichen, kuscheltierähnlichen Erscheinungsbildes haben Yorkshire – Terrier einen sehr mutigen, selbstbewussten Charakter, sodass es einer konsequenten Erziehung bedarf. Um aus dem süßen Welpen keinen auf Bett und Couch herumspringenden Kläffer heranwachsen zu lassen, ist es wichtig, sich selbst über die Grundregeln klar zu werden und diese vom ersten Tag an durchzusetzen und nicht mehr zu verändern. Keinesfalls hilfreich bei der Erziehung sind Wut und Gewalt, beinahe genauso wenig jedoch Nachlässigkeit und Inkonsequenz. Ein Yorkshire – Terrier muss vom Welpenalter an lernen, seinem Besitzer nicht aus Angst sondern gerne zu gehorchen. Nachdem ein Welpe gelernt hat, auf seinen Namen zu reagieren, sollte man ihm die Grundkommandos wie „Sitz!“, „Platz!“, „Bleib!“ oder „Hier!“ beibringen. Dies funktioniert am besten mithilfe von Belohnungen, die im fortschreitenden Training immer weiter reduziert werden. Für unerfahrenere Besitzer kann der Besuch einer Hundeschule sowohl bei der Sozialisierung als auch bei der Erziehung für Mensch und Tier hilfreich sein. Man sollte täglich mit dem Hund üben, ihm jedoch nicht zu viel Neues abverlangen und Verständnis aufbringen, wenn der Welpe einmal einen nicht so guten Tag hat. Mit einer gesunden Mischung aus Geduld, Durchhaltevermögen, Konsequenz und Liebe wird die Erziehung eines Yorkshire – Terrier ein gehorsames und treues Familienmitglied aus dem Welpen machen. 

Diese Hundezubehöre benötige ich für meinen Yorkshire Terrier

Generell ist die Auswahl und die Entscheidung über die Notwendigkeit von Hundezubehör bei jeder Rasse eine individuelle und subjektive Entscheidung. Eine gewisse Grundausstattung sollte aber in jedem Fall Halsband, Brustgeschirr, Leine sowie ein Bettchen oder Körbchen umfassen. Insbesondere bei einem Yorkshire Terrier sind bestimmte Accessoires zur Fellpflege wie Bürste, Kamm und Schere außerordentlich wichtig. Auch eine Transportbox für Autofahrten und Besuche beim Tierarzt ist empfehlenswert. Je nach Alter und Charakter des Hundes können verschiedene Spielzeuge hinzugekauft werden. 

An diesem Spielzeug hat meiner Yorkshire Terrier Spaß

Aufgrund ihres ausgeprägten Jagdtriebes und ihres außerordentlichen Bewegungsdrangs empfiehlt es sich, Yorkshire Terrier sowohl geistig als auch körperlich durch entsprechendes Spielzeug auszulasten. Besonders empfehlenswert sind Kaubälle und -taue, an denen die kleinen Hunde ihren Jagdtrieb ausleben können. Ebenfalls geeignet sind Futterspielzeuge, die eine gewisse Intelligenz erfordern, um die versteckte Beute zu erreichen: ein Beispiel hierfür wäre ein mit Leckerlis gefüllter Ball, aus dem das Futter beim Herumrollen des Balles herausfällt. Solche Spielzeuge lassen sich auch schnell zum Beispiel mithilfe einer Toilettenpapierrolle selbst basteln. Wichtig ist, dass das Material der Spielzeuge keine giftigen Stoffe enthält und keine Gefahr zum Verschlucken von Fremdkörpern besteht. Jedoch ersetzt ein Spielzeug nicht die intensive Beschäftigung und das Spiel durch den Besitzer.