Der Berner Sennenhund

Der Berner Sennenhund ist eine große Schweizer Hunderasse, die zu den vier Rassetypen der Sennenhunde gehört. „Senn“ bedeutet Hirte und weist dadurch auf seine ursprüngliche Funktion als Gebrauchshund hin.

Heutzutage werden Berner Sennenhunde durch ihr gutmütiges und ausgeglichenes Wesen besonders als Familienhunde geschätzt, wodurch diese Hunderasse auch international sehr beliebt ist. Außerdem eignen sich diese Hunde für die Ausbildung zum Rettungshund oder für den Zughundesport.

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Herkunft des Berner Sennenhund

Wie der Name des Berner Sennenhundes bereits vermuten lässt, liegt seine Herkunft ursprünglich im Kanton Bern, wo diese Rasse als Wach- und Herdenschutzhund, sowie zum Viehtrieb eingesetzt wurde. Zu diesem Zweck wurden die Hunde damals auch gezüchtet. Die Ausprägung der Farbkonstellation war dabei nebensächlich.

Durch eine Hundeausstellung bekamen sie erste Aufmerksamkeit, daher gründete man im November 1907 einen Rasseclub mit ersten Rassestandards für die Züchtung. Im Zuge dessen wurde der Name von vorerst Dürrbächler, eine Region wo besonders viele Hunde mit dieser auffallenden Fellfärbung vorkamen, auf Berner Sennenhund geändert. Ab 1919 wurde dann erstmals in Reinzucht gezüchtet.

Federation Cynologique International (FCI)

Die Federation Cynologique International (FCI) ist die weltweit größte kynologische Organisation (von Kynologie= Lehre der Zucht, Dressur und Hundekrankheiten).

Nach den Rassestandards der FCI wird der Berner Sennenhund in Gruppe 2, Sektion 3 Schweizer Sennenhunde und Standard Nr. 45 Berner Sennenhund, gelistet.

Als einer der vier Sennenhund Rassetypen ist der Berner Sennenhund der Zweitgrößte: Rüden erreichen eine durchschnittliche Körpergröße bzw. Widerristhöhe von 64-70 cm, Hündinnen 58-66 cm. Die Idealgröße nach der FCI beträgt bei Rüden eine Widerristhöhe von 66-68 cm und bei Hündinnen 60-63 cm.

Äußere Merkmale des Berner Sennenhundes

Gewicht eines Berner Sennenhund

Berner Sennenhunde können entsprechend ihrer Körpergröße von bis zu 70 cm ein Gewicht von 36kg bis 50kg erreichen. Durch die FCI ist allerdings kein Idealgewicht festgelegt.

Durch ihre Körpergröße und ihr Gewicht teilen auch Berner Sennenhunde das Schicksal aller großen Hunderassen, wie etwa Erkrankungen des Bewegungsapparates. Die tatsächliche Gewichtsentwicklung liegt in der Verantwortung des Besitzers: auch bei dieser Hunderasse verstärkt jedes Pfund zu viel Gelenksprobleme und schränkt die Lebensqualität ein.

Informieren Sie sich hier über Die ideale Ernährung des Hundes, um Übergewicht bei Ihrem Berner Sennenhund zu vermeiden

Farbe eines Berner Sennenhund

Berner Sennenhunde sind wie alle vier Rassetypen der Sennenhunde charakteristisch dreifarbig, wobei schwarz als Grundfarbe den stärksten Anteil hat:

Rücken, Rute, Kopf und Rumpf besitzen diese Fellfarbe. Ein braunroter Brand befindet sich an allen vier Gliedmaßen, den Backen, an der Brust und als typische, runde Tupfen über den Augen. Weiße Abzeichen sind symmetrisch am Kopf, in Form einer breiten Blesse bis hin zum Fang, an der Brust als großes weißes Kreuz und an den Pfoten. Gelegentlich tritt auch eine weiße Schwanzspitze auf.

Nach der FCI wird genau festgelegt, inwiefern die Färbung sich ausprägen darf. 

Wie ist das Temperament eines Berner Sennenhunds?

Der Berner Sennenhund ist ein treuer Begleiter und durch sein freundliches und anhängliches Wesen als Familienhund besonders beliebt. Er zeichnet sich durch sein geduldiges Gemüt mit mittlerem Temperament aus, was hinsichtlich des Umgangs mit Kindern sehr geschätzt wird.

Diese Hunderasse braucht ständig Kontakt zu seiner Familie und ist daher nicht für die Haltung in einem Zwinger geeignet. Dieser bewegungsfreudige Vierbeiner braucht sehr viel Platz und nimmt allein schon durch seine Körpergröße viel Raum ein. Mit seinem kaum vorhandenen Jagdtrieb ist er ein idealer Begleithund für lange Spaziergänge durch die Natur.

Als imposante und selbstsichere Hunderasse hat er durch die ursprüngliche Nutzung als Gebrauchshund einen ausgeprägten Wachtrieb, ist dabei allerdings niemals aggressiv und gilt auch nicht als Kläffer. Daher kann er zwar Fremden gegenüber laut werden, allerdings bleibt er stets freundlich und aufgeschlossen.

Durch seinen kräftigen Körperbau und seine Lernbereitschaft ist er hervorragend für Zugsportarten oder zur Ausbildung als Rettungshund geeignet, für wendige Hundesportarten wie etwa Agility jedoch eher weniger.

Die Haltung eines Berner Sennenhunds

Diese bewegungsfreudige Hunderasse benötigt sehr viel Platz und im Idealfall steht ein Hof oder ein großer Garten zur Verfügung, da die Welpen sehr schnell sehr groß werden. Eine kleine Stadtwohnung ist daher ungeeignet.

Große Hunderassen neigen generell zu Gelenksproblemen, weshalb eine ebenerdige Haltung ohne Treppen wichtig ist, es sei denn es steht ein Aufzug zur Verfügung.

Da diese Hunde stark unter Isolation leiden, ist eine Zwingerhaltung für sie nicht geeignet. Durch ihr Bedürfnis an täglichem Kontakt zu Menschen, viel Pflege und Aufmerksamkeit, zeichnen sie sich als Familienhund besonders aus.

Allerdings beanspruchen sie dadurch täglich viel Zeit und auch die ausreichende Bewegung im Alltag darf nicht zu kurz kommen und ist zeitintensiv. Im Krankheitsfall oder bei einem geplanten Urlaub sollte daher im Vorfeld abgeklärt werden, wer sich seiner annimmt um Betreuungsengpässe zu vermeiden.

Vor der Anschaffung eines Berner Sennenhundes sollte man sich auch im Klaren sein, dass man sich von Zeiten eines penibel geführten Haushalts verabschieden muss, da dieser Vierbeiner zu den Rassen zählt, die viel sabbern (was besonders bei der Begrüßung deutlich wird und sich an der Kleidung oder auf dem Boden verteilt, bemerkbar macht). Zudem haaren sie besonders stark.

Diese Mischlinge gibt es häufig

Die gezielte Verpaarung von Berner Sennenhunden mit anderen Hunderassen haben zum Ziel, dass einerseits Charakterzüge erhalten oder verstärkt werden und andererseits, hinsichtlich der langen Liste der Erbkrankheiten eines Berners, diese bestenfalls kompensiert werden und die Lebenserwartung verlängert wird.

Allerdings können die Welpen innerhalb eines Wurfes sehr unterschiedlich im Aussehen und Körperbau ausgeprägt sein. Auch hinsichtlich des Charakters lassen sich nicht immer korrekte Vorhersagen treffen.

Beliebte Mischlinge sind z.B. ein Mix aus Berner Sennenhund und folgenden Rassen:

Der sogenannte „Swissydog“ entsteht aus einer Verpaarung von Entlebucher mit einem Appenzeller oder aus der Kombination Berner und großer Schweizer Sennenhund.
Welpen aus dieser Verpaarung nennt man Hybrid-Welpen, da die Elterntiere, anders als bei Mischlingshunden, jeweils ein Rassetyp aus der gleichen Rasse sind.

Wie viel Zeit nimmt ein Berner Sennenhund pro Tag ein?

Je nach Alter und gewisser Weise auch Charakter des Hundes, brauchen die Berner viel Bewegung. Mindestens drei ausgedehnte und gerne abwechslungsreiche Spaziergänge am Tag sollte man gewährleisten. Eine zusätzliche, kurze Gassirunde vor dem Schlafen wird auch gerne angenommen.

Außerdem kann darüber hinaus eine Beschäftigung mit Zerrspielen, Intelligenzspielen, Klicktraining o.ä. einerseits den Hund kognitiv fordern und auslasten, andererseits fördert es die Bindung zwischen Hund und Herrchen. Hier gilt es ein gesundes Mittelmaß zu finden, da sich sonst durch Unter- oder Überforderung unerwünschte Verhaltensweisen bemerkbar machen.

Wie ist die Lebenserwartung eines Berner Sennenhunds?

Der Schweizer Sennenhund Verein Deutschland (SSV) gab eine wissenschaftliche Studie in Auftrag, die die durchschnittliche Lebenserwartung der Berner Sennenhunde erforschen sollte. Neben seiner Körpergröße und der dadurch bedingten Veranlagung für Erkrankungen des Bewegungsapparates, sind beim Berner Sennenhund auch einige Erbkrankheiten bekannt, die für die verkürzte Lebenserwartung (im Vergleich zu anderen Hunderassen) von durchschnittlich 7 Jahren und 6 Monaten, verantwortlich sind.

Häufige Krankheiten dieser Rasse

Berner Sennenhunde teilen sich mit anderen großen Hunderassen das gleiche Schicksal, Erkrankungen des Bewegungsapparates wie etwa eine Hüftdysplasie oder Ellenbogendysplasie, zu entwickeln.

Außerdem neigt diese Hunderasse dazu, an Nieren- und auffällig oft an Krebs (Mastzelltumoren und maligne Histiozytose) zu erkranken.

Im Zuge dessen wurde seit 2009 ein neuer Zuchtwert auf Langlebigkeit eingeführt, der das Risiko testet, an einem malignem Histiozytom zu erkranken.
Besonders oft kommt diese Erkrankung bei älteren, männlichen Vertretern dieser Rasse vor und führt schnell zum Tod.

Bereits ab einem Alter von 4 Jahren sind bösartige Tumoren eine der häufigsten Todesursache für diese Hunderasse.

Auch für eine entzündliche Erkrankung des Rückenmarks (steroid responsive Meningitis-Arteriitis/ SRMA) ist diese Rasse überrepräsentiert. Auch neurologische Erkrankungen, wie die langfristig das Rückenmark zerstörende degenerative Myelopathie, sind Erbkrankheiten dieser Hunderasse.
Allerdings ist mittlerweile ein DNA-Testverfahren entwickelt worden, um Hunde zumindest mit diesem Gen nicht miteinander zu verpaaren.

Das Fell eines Berner Sennenhund

Das lange, feine und seidig glänzende Fell der Berner Sennenhunde hat eine Deckschicht mit dichter Unterwolle.
Diese Eigenschaft lässt ihn in den Wintermonaten problemlos lange Spaziergänge bei niedrigen Temperaturen aushalten, während diese Rasse in den Sommermonaten sehr hitzeempfindlich ist und stets Wasser und Schattenplätze in Reichweite zum Abkühlen braucht.
Der Berner Sennenhund ist der einzige Langhaarhund aus der Reihe der Sennenhunderassen.
Sein leicht lockiges bzw. fein gewelltes, weiches Fell lädt zum Kuscheln ein und ist für ausgedehnte Streicheleinheiten verlockend.

Wie sieht die Fellpflege aus?

Das Fell dieser Hunderasse muss regelmäßig, bestenfalls täglich, gebürstet werden.
Das führt einerseits zu einer gestärkten Bindung zwischen Hund und Halter, andererseits regt es auch die Durchblutung der Haut an, entfernt lästige Unterwollte und beugt Verfilzungen vor.

Für die tägliche Pflege eignen sich u.a. Kämme mit abgerundeten Spitzen, Bürsten oder sogenannte Universalstriegel, mit denen sich das dichte Fell etwas ausdünnen lässt.
Bei ungemütlichem Wetter können die Pfoten und das Fell nach einem Spaziergang mit einem Handtuch getrocknet und der Dreck anschließend ausgebürstet werden.

Bei sehr starker Verschmutzung können Berner Sennenhunde auch mit lauwarmem Wasser und Hundeshampoo gebadet werden.

Für mehr Informationen lesen Sie auch unser Thema:

  • Die richtige Fellpflege für den Hund

Wie starkt haart ein Berner Sennenhund?

Diese Hunderasse gehört zu den stark haarenden Hunderassen, die das ganze Jahr über viel Fell verlieren, unabhängig der Jahreszeit.

Allerdings kann das tägliche Bürsten und Kämmen neben der Fellpflege auch helfen, dass weniger Haare im Wohnraum verteilt werden. Das Entfernen abgestorbener Haare beugt Juckreiz vor und sorgt für eine nötige Ventilation der Haut.
Durch eine intensive Fellpflege können dem Besitzer schnell Veränderungen der Haut, Zecken oder kleine Verletzungen direkt auffallen.

Wie ist der Umgang mit Kindern?

Diese Rasse bringt viele Charaktereigenschaften mit, die ihn zum perfekten Familienhund machen.

Es handelt sich jedoch nach wie vor um ein Tier und wie bei allen anderen Hunderassen, bilden Erziehung und Sozialisation die Grundlage für ein unbeschwertes Zusammenleben.

Das Verhalten gegenüber Menschen und besonders gegenüber Kindern, ist abhängig von seinen Erfahrungen mit ihnen.
Waren diese bisher immer positiver Natur, wird er vor allem Kinder in Schutz nehmen und ist ihnen gegenüber freundlich und tolerant.

Dennoch sollten Kinder generell nie mit Hunden allein gelassen werden.

Außerdem muss Kindern der respektvolle Umgang mit Hunden beigebracht werden. Sie dürfen ihn weder stören, noch auf ihm herumklettern oder an seinen Ohren ziehen etc.
Das Einrichten sogenannter „Tabuzonen“ (wie etwa das Hundekörbchen oder der Schlafplatz), sorgen dafür, dass der Hund sich jederzeit ungestört zurückziehen kann.

Wie ist der Umgang mit Katzen?

Der Berner Sennenhund lässt sich durch eine konsequente Erziehung und Sozialisation bereits im Welpenalter an den Umgang mit anderen Haustieren, wie etwa Katzen, gewöhnen.

Hat er von klein auf gelernt mit ihnen zusammenzuleben, kann sich hier eine richtige Tierfreundschaft entwickeln.
Im Idealfall werden beide Tierarten bereits in jungen Jahren aneinander gewöhnt.

Außerdem ist sein Jagdtrieb von Natur aus kaum ausgeprägt, was das Vergesellschaften mit Katzen begünstigt.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter:

Die Kosten für eines Berner Sennenhund

Die Kosten für die Anschaffung eines Berner Sennenhundes

Der Anschaffungspreis ist abhängig davon, was für Ansprüche der zukünftige Hundehalter hat und ob es ein Welpe sein muss oder ob es auch ein Tier aus dem Tierheim sein kann.

Welpen von seriösen Züchtern kosten ca. 900€ bis hin zu etwa 1300€ bis 1500€.

Diese Preise setzen sich zusammen aus tierärztlicher Betreuung (Impfung, Entwurmung und Untersuchung auf Rassemängel), Aufzucht mit hochwertigem Welpenfutter und gesunde oder gar prämierte Elterntiere. Sollten Welpen sehr günstig verkauft werden ist fraglich, wie seriös der Züchter ist und ob der Verkauf auch legal ist.

Illegale Welpenhändler verkaufen ungeimpfte, zu früh von ihrer Mutter getrennte und oft kranke, sowie traumatisierte Welpen.

Kosten für die Haltung

Finanziell gesehen sind große Hunderassen wie der Berner Sennenhund nicht zu unterschätzen, da neben den Kosten für:

  • Futter,
  • Impfungen,
  • Hundesteuer
  • und Pflegeartikel
  • auch Tierarztkosten im Krankheitsfall hinzukommen.

Da generell die Medikamente nach dem Körpergewicht dosiert werden, kann das enorme und bei einer chronischen Erkrankung, auch dauerhaft hohe Kosten verursachen.

Das Abschließen einer Tierkrankenversicherung für diese Hunderasse wäre daher durchaus sinnvoll, weil diese Rasse bekanntlich zu mehreren verschiedenen Erkrankungen neigt.

Ausführliche Informationen finden Sie unter:

Was ist das beste Futter für einen Berner Sennenhund

Das beste Futter für einen Berner Sennenhund ist ein ausgewogenes Futtermittel, das ohne Geschmacksverstärker oder Konservierungsmittel auskommt und sich individuell hinsichtlich seiner Zusammensetzung an:

  • Energie,
  • Eiweiß,
  • Mineralstoffen und Vitaminen,

nach den Bedürfnissen hinsichtlich Alter oder Wachstumsphase, Bewegung, Kastration etc. orientiert.

Da Berner Sennenhunde zum Beispiel in kürzester Zeit enorm wachsen, ist besonders in dieser Phase ein hochwertiges Welpen- bzw. Junghundefutter für große Hunderassen obligatorisch.

Jedoch führt eine Überversorgung bei großwüchsigen Rassen in dieser Phase zu Skelettschäden (Osteochondrosis dissicans: Ablösung von Knorpelsplittern im Gelenk).
Auch im Erwachsenenalter führt eine Überversorgung an Energie zu Adipositas, was zusätzlich Körper und Gelenke belastet, die Bewegungsfreude einschränkt und die Lebensqualität mindert.

Außerhalb der Mahlzeiten sollten daher keine Leckerchen gefüttert werden oder aber man zweigt der täglichen Futterration eine kleine Menge ab und gibt diese als Leckerchen.
So wird der tägliche Energiebedarf des Hundes auch nicht überschritten.

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Was ist beim Kauf eines Berner Sennenhund zu beachten?

Steht der Entschluss fest, sich einen Berner-Sennenhund anzuschaffen, stellt sich nun die Frage, woher man einen Hund bekommt.

Hierbei sollte man sich vorerst fragen, welche Ansprüche man hat:

  • Soll es ein Welpe sein?
  • oder kann es auch ein Tier aus dem Tierheim sein?

Möchte man einen Welpen, sollte man die Anschaffung nicht vom Kaufpreis abhängig machen.

Der durchschnittliche Kaufpreis eines Berner Sennenhund-Welpen liegt in etwa zwischen 900€ bis ca. 1300€ bis 1500€.
Dieser Preis setzt sich aus den Tierarztkosten (Untersuchung auf Zuchtmängel, Impfung, Wurmkur, Chippen und Ausstellen eines EU Heimtierausweises) aber auch durch die kostenintensive Aufzucht mit hochwertigem Welpenfutter, zusammen.

Ein Seriöser Züchter möchte die potentiellen Besitzer vorher kennenlernen, stellt Fragen zur Unterbringung und ob alle Voraussetzungen für die Haltung erfüllt sind.
Außerdem werden die Welpen gechippt, geimpft (inkl. EU Heimtierausweis) und entwurmt ihrem neuen Besitzer übergeben.

Auch die Elterntiere seröser Züchter werden tierärztlich betreut, wurden möglicherweise auf diverse Erbkrankheiten getestet und haben Papiere.
Sollten allerdings Welpen unterdurchschnittlich günstig abgegeben werden, sollte man sich fragen, ob es sich um einen seriösen Züchter handelt, da solche Preise i.d.R. immer durch Einsparung von Tierarztkosten oder durch das Verfüttern minderwertiger Futtermittel zu erklären ist.

Außerdem können Mängel in der Aufzucht durch fragwürdige Hygieneverhältnisse zum Erkranken der Tiere führen.

Illegale Welpenhändler sind außerdem dafür bekannt, die Hunde zu früh von ihrer Mutter zu trennen, um sie schnellst möglichst verkaufen zu können.

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Diese Impfungen braucht ein Berner Sennenhund

Hunde brauchen einen durchgehenden Impfschutz für folgende Erkrankungen:

Für den durchgehenden Impfschutz ist eine Grundimmunisierung im Welpenalter mit mehreren Wiederholungen notwendig.
Die Grundimmunisierung ist mit dem 15. Lebensmonat abgeschlossen. Danach sind die Impfungen jährlich, bzw. einige Impfungen wie etwa die Tollwut, erst jedes zweite Jahr, zu wiederholen.

Mehr zu den Impfungen finden Sie unter:

Berner Sennenhund - Welpen - Was ist zu beachten

Ist der Entschluss gefasst, sich einen Welpen anzuschaffen, ist die Wahl eines seriösen Züchters entscheidend.

Dabei sollte man seine Entscheidung nicht vom Kaufpreis abhängig machen, sondern einen Züchter wählen der seriös ist, gesunde, geimpfte und gechippte Welpen mit EU Heimtierausweis abgibt und u.a. sehr interessiert ist, was man dem kleinen Vierbeiner zuhause bieten kann.
Zudem muss man beachten, dass Berner Sennenhund Welpen in ihren ersten Lebensmonaten besonders konsequente Erziehung brauchen.

Ihr rassetypischer Sturkopf fordert den Besitzer zwar sehr, allerdings zahlt sich seine Konsequenz jedoch spätestens im Erwachsenenalter aus.
Hundeunerfahrene Halter sollten sich unbedingt Unterstützung durch professionelle Hundetrainer oder der Hundeschule holen, denn ist der Berner erst einmal ausgewachsen, sind Erziehungs- und/ oder Sozialisierungsdefizite durch seine Körpergröße fatal.

Er ist zwar körperlich sehr schnell ausgewachsen, allerdings beansprucht seine soziale Reife mehr Zeit.
Der Wunsch vieler Eltern, sich einen Berner Sennenhunde Welpen anzuschaffen um ihn gemeinsam mit ihrem Kleinkind aufwachsen zu sehen, ist daher nicht zu empfehlen, weil die Hundeerziehung im Alltagstrubel besonders in diesen prägenden Monaten Gefahr läuft, unterzugehen.

Sind die Kinder allerdings bereits etwas älter, z.B. im Grundschulalter, steht der Anschaffung eines Welpen nichts mehr im Wege.

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So erziehe ich einen Berner Sennenhund am besten!

Prinzipiell gilt bei der Hundeerziehung ein konsequentes Vorgehen mit sofortiger positiver Verstärkung der gewollten Handlung durch übermäßiges Loben, ein Lieblingsspielzeug oder durch Leckerchen.

Als Zurechtweisung setzt man seine Stimme ein und macht durch ein scharfes „Nein“, „Aus!“ oder „Pfui!“ seinen Unmut deutlich, ohne aber seinen Hund dabei anzuschreien.

Hunde verstehen unsere Sprache nicht als Sprache, sondern nehmen lediglich die Tonfolge und Stimmung in unserer Stimme wahr.

Das Timing ist hier sehr wichtig, weil Hunde sonst den Zusammenhang zwischen ihrer Aktion und unserer Reaktion darauf, nicht verstehen.
Die Reaktion muss prompt, innerhalb maximal 3 Sek. erfolgen.

Einige Hundebesitzer schwören auf den sogenannten Klicker.
Mit diesem kann man gleichzeitig zur positiven Verstärkung ein Klickgeräusch tätigen, damit die Hunde das Geräusch mit dem positiven Erlebnis verknüpfen. Dies kann für spätere Trainings- oder Erziehungsmaßnahmen nützlich werden.

Bei Erziehungs- und Trainingseinheiten des Berner Sennenhundes ist darauf zu achten, dass man die volle Aufmerksamkeit des Hundes in einer bestenfalls reizarmen Umgebung hat, da er sich sonst direkt ablenken lässt.
Außerdem müssen gewisse Abläufe sehr oft wiederholt werden und dabei muss man stets ruhig und gelassen bleiben, auch wenn manchmal nicht gleich alles so funktioniert, wie gewollt.

Generell lernen Welpen bzw. junge Hunde schneller, allerdings heißt das nicht, dass alte Hunde nicht mehr erzogen werden können- es braucht nur mehr Zeit und mehr Wiederholungen.

Die Sozialisation bereits ab dem frühen Welpenalter ist ebenso wichtig und obligatorisch, wie die Erziehung.
So lernen Berner Sennenhunde bereits von klein auf den Umgang mit Menschen und Hunden aller Altersgruppen.

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Diese Hundezubehör benötige ich für meinen Berner Sennenhund

Als Hundezubehör benötigt man als klassische Grundausstattung

Die Wahl ist neben den optischen Vorzügen des Besitzers, davon abhängig, in welcher Entwicklungsphase der Hund sich befindet, weil junge Hunde prinzipiell über ein Halsband besser zu kontrollieren sind, als mit einem Geschirr.

Anschließend ist als Ruhezone bzw. für den Liegebereich eine Matte oder ein Körbchen nötig.
Dabei sollte man bei der Anschaffung die finale Größe seines vierbeinigen Schützlings im Hinterkopf behalten. Für das tägliche Wohl dürfen Futternapf und Wassernapf nicht fehlen und für die Futteraufbewahrung bieten sich bestenfalls abschließbare Aufbewahrungsboxen an.

Die Anschaffung einer Hunderampe für das Auto ist außerdem zu empfehlen, um seinen Hund ein gelenkschonendes „Ein- und Aussteigen“ zu ermöglichen.

Für den sicheren Transport im Auto eignet sich z.B. eine Hundetransportbox.
Als Beschäftigungsmaterial eignen sich Bälle zum Apportieren, (allerdings sollten dafür keine Tennisbälle verwendet werden, da die raue Oberflächenstruktur den Abrieb der Zähne fördert), Zerrspielzeuge wie z.B. Kordeln und/ oder Intelligenzspielzeug.

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Gibt es Besonderheiten dieser Rasse?

Dem Berner Sennenhund wird eine gewisse Sturheit nachgesagt, was womöglich durch seine angeborene Selbstsicherheit bedingt ist.

Daher bedarf es eine sehr disziplinierte und konsequente Erziehung von klein auf an.
Unerfahrenen Hundebesitzern ist daher anzuraten, eine Hundeschule mit Welpentraining zu besuchen oder die Hilfe eines professionellen Hundetrainers in Anspruch zu nehmen und sich unterstützen zu lassen.

Eine konsequente Erziehung ist auch hinsichtlich der finalen Körpergröße eines Berner Sennenhundes besonders wichtig, da sie schneller groß werden, als erwachsen.

Alternativen zum Berner Sennenhund

Hier kommt es darauf an, worauf man Wert legt:

geht es um seine Charaktereigenschaften oder um seine optischen Merkmale?

Beides ist nämlich einzigartig in dieser Kombination. Als ähnlich gutmütigen, familienfreundlichen aber auch arbeitsfreudigen Hund kommen Neufundländer und Landseer in Frage.
Besonders beliebte Familienhunde sind nach wie vor Golden Retriever oder Labrador Retriever.

Hinsichtlich der optischen Merkmale sind der Appenzeller, Entlebucher sowie der große Schweizer Sennenhund gleich gefärbt wie der Berner Sennenhund.

Allerdings haben diese Rassetypen allesamt kurzes Fell und sind, was die Charaktereigenschaften und das Wesen betrifft, nicht mit einem Berner zu vergleichen.

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