Der Golden Retriever

Hunde, die dieser anerkannten Rasse angehören, weisen ein bestimmtes äußeres Erscheinungsbild sowie gewisse Charakterzüge auf. Ein Verband, der eine wichtige Rolle bei der Anerkennung von Hunderassen spielt, ist die „fédération cynologique internationale“, kurz FCI. Diese sorgt nicht nur für die Anerkennung, sondern kümmert sich auch um die Festlegung von Zuchtrichtlinien sowie um die Beschreibung bestimmter Rassen. Auf der Internetseite der FCI sind demnach die Rassestandards von anerkannten Hunderassen in verschiedenen Sprachen einsehbar. Dies gilt auch für die Rasse Golden Retriever. Hunde dieser Rasse gehören zu den Apportier-, Stöber- und Wasserhunden, die eine Arbeitsprüfung ablegen müssen. Bereits seit dem 02. Dezember 1954 ist der Golden Retriever eine vom FCI anerkannte Hunderasse. Das Ursprungsland dieser Rasse ist Großbritannien.


Herkunft des Golden Retriever

Wie bereits genannt, handelt es sich bei dem Ursprungsland des Golden Retrievers um Großbritannien. Die genauen geschichtlichen Daten sind nicht gänzlich geklärt. Diese Rasse soll jedoch durch Kreuzung eines hellen Retrievers mit einem Tweed Water Spaniel entstanden sein, die der erste Lord von Tweedmouth im Jahre 1864 durchführen ließ. Andere Hunderassen wurden im weiteren Verlauf ebenfalls eingekreuzt. Erstmals als eigene Rasse anerkannt, wurde der Golden Retriever im Jahr 1913 vom Kennel Club. Bei diesem Verband handelt es sich demnach auch um den zuchtbuchführenden Verband dieser Retriever-Art. Im Jahr 1920 wurde daraufhin auch der Club für die Rasse Golden Retriever gegründet. Nicht nur in England, sondern auch in Amerika sowie in weiteren Teilen Europas wurde diese Rasse immer beliebter. Heutzutage zählt der Golden Retriever mit seinem gutmütigen Wesen und seinem hübschen Aussehen zu den beliebtesten Hunderassen der Welt.

Äußere Merkmale des Golden Retriever

FCI und Größe eines Golden Retriever

Wie bereits zuvor erwähnt, werden bestimmte Rassemerkmale durch die „fédération cynologique internationale“ festgelegt. Diese Rassestandards werden dann als pdf-Dateien auf der Internetseite der FCI veröffentlicht. Nicht nur der Charakter dieser Tiere, sondern auch das genaue äußere Erscheinungsbild wird dort beschrieben. Die Größe eines Hundes der Rasse Golden Retriever wird laut Rassestandard anhand des Widerristes gemessen. Die Höhe sollte bei Rüden 56 bis 61 cm und bei Hündinnen 51 bis 56 cm betragen. Hündinnen dürfen demnach etwas kleiner sein als Rüden. Das gewünschte Aussehen eines Hundes dieser Rasse wird als symmetrisch, harmonisch sowie unter anderem als lebhaft bezeichnet. Auch ein freundlicher Ausdruck spielt hier eine wichtige Rolle.

Gewicht eines Golden Retriever

Das Gewicht des Golden Retrievers wird nicht in den Rassestandards der FCI definiert. Das bedeutet, dass das Gewicht eines Tieres keine Rolle dabei spielt, ob dieser Hund dieser Rasse zugeordnet wird oder nicht. Im Weiteren bedeutet dies, das andere Merkmale wichtiger für das Gesamterscheinungsbild des Golden Retrievers sind, als sein Gewicht. Generell kann gesagt werden, dass männliche Tiere meist um die 30 kg auf die Waage bringen und weibliche Tiere in der Regel etwas weniger. Es gibt jedoch auch Hunde dieser Rasse die weniger wiegen, aber auch Tiere, die eine höhere Kilogrammzahl aufweisen.

Farbe eines Golden Retriever

Die gewünschte Farbe dieser Rasse wird im Rassestandard unter dem Punkt Haarkleid angesprochen. Diese ist, wie der Name schon sagt, bevorzugt golden. Demnach sind Tiere mit jeglichen gold- bis cremefarbenen Schattierungen erlaubt. Rote Farbschläge sowie die Farbe Mahagoni sind nicht zulässig. Weiße Tiere sind ebenfalls nicht erlaubt. Allerdings werden wenige weiße Haare, sollten sich diese im Brustbereich des Tieres befinden, akzeptiert. Das Haarkleid sollte im Weiteren eine dichte Unterwolle aufweisen und wasserabweisend sein. Glatte sowie wellige Haarstrukturen sind erlaubt.

Wie ist das Wesen / Temperament eines Golden Retriever

Auch das gewünschte Wesen eines Hundes der Rasse Golden Retriever wird in den Rassestandards der FCI definiert. Diese Tiere sollen demnach freundlich sowie liebenswürdig sein. Auch eine vorhandene Zutraulichkeit wird erwartet. Im Weiteren sollen Golden Retriever intelligent und gehorsam sein. Auch eine genetische Anlage Arbeit zu leisten ist bei diesen Tieren erwünscht. Im Rassestandard des Golden Retrievers werden, neben all diesen Merkmalen, die von Hunden dieser Rasse erwartet werden, auch Fehler aufgezählt. Disqualifizierende Fehler in diesem Zusammenhang sind ungewollte Merkmale eines bestimmten Hundes, die dazu führen, dass dieser der Rasse nicht entspricht und ausgeschlossen wird. Zu diesen sogenannten Fehlern gehört unter anderem eine auftretende Aggressivität des Tieres. Auch besonders ängstliche Tiere werden nicht geduldet. Ebenso müssen Hunde mit Verhaltensstörungen disqualifiziert werden. Das heißt, dass diese Tiere nicht als „von der FCI anerkannte“ Golden Retriever bezeichnet werden dürfen und auch nicht zur Zucht zugelassen sind, um die Rasse weiterzuführen.

Die Haltung eines Golden Retriever

Bei der Haltung eines Hundes sollte zunächst generell darauf geachtet werden, dass das Tier seiner Größe entsprechend untergebracht wird. Mittelgroße bis große Hunde, zu denen unter anderem auch der Golden Retriever gehört, sollten nicht in kleinen Käfigen oder ausschließlich im Haus gehalten werden. Wichtig ist also zunächst, dass das Tier genügend Auslauf hat und ausreichend körperlich gefördert wird. Ein ausreichend großer Schlafplatz sollte dem Tier zur Verfügung stehen. Dieser sollte zudem witterungsgeschützt sein. Auch lange Spaziergänge sowie kleine Spiele sind für die Gesundheit des Tieres förderlich. Da Hunde dieser Rasse besonders intelligent sind, sollte der Besitzer bei der Haltung auch darauf achten, dass das Tier geistig gefördert wird. Futterspiele sowie andere Suchspiele halten so zum Beispiel das Gehirn der hübschen Vierbeiner fit. Ein weiterer Punkt der die Haltung betrifft, sollte bei Golden Retrievern beachtet werden. Diese Hunde sind sehr menschenbezogen und wollen in die Familie integriert werden. Es ist deshalb wichtig, dass diese Hunde nicht isoliert und fern vom Menschen untergebracht werden, da Nähe für sie sehr wichtig ist. Sollte es jedoch der Fall sein, dass der Besitzer zu wenig Zeit für seinen Vierbeiner zur Verfügung hat, so sollte das Tier nicht alleine gehalten werden. Ein zweiter Hund ist in diesem Fall von Vorteil, um die Gesundheit des Tieres zu gewährleisten. Vor der Anschaffung eines Hundes der Rasse Golden Retriever sollte der potentielle Besitzer also ausreichend darüber nachdenken, ob er dem Tier die nötige Zeit sowie den nötigen Raum bieten kann.

Diese Mischlinge gibt es häufig

Als Mischlinge werden Tiere bezeichnet, deren Elterntiere unterschiedlichen Rassen bzw. keinen Rassen angehören. Diese Paarungen kommen entweder unkontrolliert oder aufgrund guter Merkmale gewollt zustande. Häufig werden also Tiere unterschiedlicher Rassen gekreuzt, um die jeweils positiven optischen sowie charakterlichen Merkmale in einem Tier zu vereinen. Der gutmütige, fleißige, kluge und hübsche Golden Retriever ist aufgrund seiner guten Merkmale also bestens dafür geeignet mit anderen Rasse- bzw. Nichtrassetieren gekreuzt zu werden. Besonders häufig gibt es somit beispielsweise den Goldator. Hierbei handelt es sich um keine anerkannte Rasse. Der Goldator ist eine Kreuzung aus Golden Retriever und Labrador Retriever. Er vereint deren positive Wesenszüge und ist diesen auch vom äußeren Erscheinungsbild her sehr ähnlich. Auch Border Collies werden häufig mit Golden Retrievern gepaart. Die Kreuzung dieser Tiere wird als Golden Border Retriever bezeichnet. Sie vereinen ebenfalls die positiven Eigenschaften der Elterntierrassen. Golden Border Retriever sind demnach treu und hübsch wie Golden Retriever, aber auch so verspielt und arbeitswillig wie Border Collies. Tiere dieser Kreuzung können auch als Hütehunde eingesetzt werden. Das Aussehen dieser Hunde ähnelt ebenfalls den beiden Elterntierrassen. Eine weitere häufige Kreuzung ist der Goldendoodle. Eine Mischung aus Golden Retriever und Pudel. Auch bei dieser Kreuzung handelt es sich nicht um eine eigenständige Rasse. Das Aussehen dieser Hunde vereint das wuschelige Haarkleid sowie die Körperform des Pudels mit der Farbe des Retrievers. Charakterlich spielen hier Merkmale der besonders lernfähigen Pudel eine wichtige Rolle. Golden Retriever werden weiterhin auch mit beispielsweise Schäferhunden oder Huskys gepaart.

Mit wie viel Zeit pro Tag muss man für einen Golden Retriever rechnen?

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Hund der Rasse Golden Retriever zuzulegen, sollte sich zunächst einige Gedanken über das zukünftige Zusammenleben mit diesem Tier machen. Nicht nur die Haltung, sondern auch die Zeit sind wichtige Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Die Zeit, die ein Hund pro Tag an Aufmerksamkeit benötigt, richtet sich zum einen danach, ob es sich um eine aktive oder gemütliche Rasse handelt. Zum anderen spielt der individuelle Charakter des Tieres hierbei eine wichtige Rolle. Generell kann gesagt werden, dass ein Hund mindestens zwei Stunden pro Tag bewegt werden sollte. Auch Fellpflege sowie Erziehung und gemeinsame Zeit mit dem Tier müssen eingeplant werden. Dies sind weitere Stunden, die pro Tag und individuell je Tier anfallen. Letztendlich sollte kein Hund mehr als sechs Stunden pro Tag alleine gelassen werden. Welpen benötigen diesbezüglich natürlich mehr Zeit mit ihrem Besitzer, als erwachsene Hunde.

Wie ist die Lebenserwartung eines Golden Retriever

Wie lang ein Hund lebt, kann natürlich nicht genau gesagt werden. Es gibt jedoch eine generelle Lebenserwartung, die von Rasse zu Rasse unterschiedlich ausfällt. Golden Retriever leben in der Regel um die zehn bis 13 Jahre. Es kann hierbei natürlich genauso gut sein, dass der Hund länger lebt oder diesem weniger Lebenszeit zur Verfügung steht. Hier sind individuelle Faktoren wie beispielsweise die Gesundheit von bedeutender Rolle. Auch die Haltung, sowie die Pflege des Tieres durch den Besitzer können sich sowohl positiv als auch negativ auf die Lebenserwartung des Tieres auswirken.

Häufige Krankheiten dieser Rasse

Je nach Rasse gibt es meistens ein paar Krankheiten, die sich durch die Zuchtgeschichte hindurch ziehen. Diese sind beispielsweise dem Körperbau oder dem Charakter geschuldet. Nicht zuletzt sollte deshalb auf eine strenge Zuchtzulassung geachtet werden. Auch die Ursprünge einer Zucht sind bei der Krankheitsentwicklung einer Rasse oft maßgebend. So ist es nicht verwunderlich, dass auch bei Hunden der Rasse Golden Retriever einige Krankheiten vermehrt auftreten. Beispielsweise an Gelenkserkrankungen leiden diese Tiere häufiger als manch andere Rasse. Es können so unter anderem Dysplasien, das bedeutet Fehlbildungen, auftreten. Beispiele hierfür sind Hüftgelenks- bzw. Ellenbogendysplasien. Da der typische Golden Retriever ein Hund ist, der liebend gern frisst, neigen viele Tiere dieser Rasse auch zu Übergewicht. Übergewicht fördert, wie beim Menschen auch, die Entstehung von Organ- und Stoffwechselerkrankungen. Dies kann zu Funktionseinschränkungen bzw. zum Funktionsverlust verschiedener Organe führen.

Erbkrankheiten

Erbkrankheiten, die bei der Rasse Golden Retriever auftreten, sind beispielsweise die progressive Retinaatrophie, oft als PRA abgekürzt. Es handelt sich hierbei um ein zunehmendes Absterben der Netzhaut. Diese befindet sich im Auge des Tieres. Mit dem Fortschreiten der Krankheit kommt es dann zur Erblindung des Hundes. Auch die degenerative Myelopathie, kurz DM, tritt in manchen Golden Retriever-Zuchtlinien auf. Dies ist eine Rückenmarkserkrankung, die durch gestörte Bewegungen der Hinterhand von älteren Tieren auffällig wird. Auch die Ichthyose ist beim Golden Retriever bekannt. Bei dieser Erbkrankheit handelt es sich um eine schuppenbildende Hauterkrankung. Auch weitere Erbkrankheiten sind für diese Rasse bekannt. Es sollte deshalb genau darauf geachtet werden, welche Krankheiten in der Familiengeschichte des Tieres aufgetreten sind. Generell ist bei Erbkrankheiten die Rede von Erkrankungen, die von einer Generation auf die nächste übertragen werden – und zwar durch Vererbung. So kann es sich beispielsweise um ein oder mehrere veränderte, ausgetauschte, doppelte oder fehlende Stücke eines Gens handeln, die zu dieser sogenannten Mutation führen. Die Veränderung kann dann von der Eltern- auf die Nachkommen-Generation weitergegeben werden.

Tumore

Auch eine spezielle Art von Tumorerkrankung ist beim Golden Retriever gehäuft zu finden. Es handelt sich hierbei um den Mastzelltumor, einen Tumor der die Mastzellen des Körpers betrifft. Diese Zellen spielen normalerweise eine Rolle im Immunsystem des Körpers. Sie dienen dort der Abwehr indem sie bestimmte Transmitterstoffe tragen. Bei einem Mastzelltumor sind diese Zellen entartet, das heißt verändert. Leidet ein Tier an dieser Tumorform, kann sie anhand der entstehenden Knoten in der Haut erkannt werden. Diese befinden sich vorwiegend an Kopf, Rumpf und Gliedmaßen des Tieres. Natürlich müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausschlussdiagnose: Tumor zu stellen.

Das Fell eines Golden Retriever

Golden Retriever sind, wie der Name schon sagt, für ihr wunderschönes „goldenes“ Fell bekannt. Anerkannt sind, wie bereits angesprochen, alle Farbtöne von cremefarben bis gelb-gold. Andere Töne, wie beispielsweise rot oder weiß, sind nicht zugelassen. Die Struktur des Fells ist dicht. Es kann sowohl wellig als auch glatt sein. Wichtig ist die dichte wasserabweisende Unterwolle dieser Tiere. Darüber befindet sich das hübsch gefärbte Deckhaar.

Wie sieht die Fellpflege aus?

Aufgrund der Dichte des Fells sowie der, für Schmutz „anfälligen“, Farbe, sollte der Besitzer eine gewisse Fellpflege zur Routine machen. Dies bietet nämlich, ohne die ausreichende Pflege, genügend Raum für das Einnisten von Parasiten. Der Besitzer kann hierzu auf verschiedenste Bürsten und Pflegeutensilien zurückgreifen. Ein ständiges Baden und Waschen des Tieres sollte jedoch vermieden werden, da dies die Haut und den Schutzfilm der Haare unnötig angreift. Im Sommer kann das Fell dieser Hunde, wenn gewünscht, etwas ausgedünnt werden. Dies ist förderlich für ein schnelles Trocknen, wenn das Tier gerne mal in einen See springt oder sich in einer Pfütze wälzt.

Wie starkt haart ein Golden Retriever?

Wer Hundehaare auf Kleidung und Möbelstücken nicht mag, der sollte sich die Anschaffung bzw. die Haltung im Haus eines Golden Retrievers zweimal überlegen. Golden Retriever haaren zwar nicht so stark, wie manch andere Rassehunde, dennoch verlieren sie Haare, die aufgrund ihrer Farbe besonders gut auf dunklen Kleidungsstücken und Möbeln gesehen werden können. Die nötige Fellpflege kann hier, gerade zu Fellwechselzeiten, etwas Abhilfe schaffen. Allerdings verlieren alle Tiere, die ein Fell besitzen, von Zeit zu Zeit ein paar dieser Haare, wie auch wir Menschen.

Wie ist der Umgang mit Kindern?

Wie im Rassestandard der FCI beschrieben, sind Golden Retriever freundliche, liebevolle und treue Hunde. Dies spiegelt sich auch im Umgang mit Kindern wieder. Gerade vor diesem Hintergrund gelten diese Tiere als die optimalen Familienhunde. Generell kann gesagt werden, dass Hunde dieser Rasse so einiges mit sich machen lassen. Ob sie an den Haaren gezogen oder mit ihnen gekuschelt wird. Diese Tiere bringt eigentlich nichts aus der Ruhe. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, die dem guten Charakter des Golden Retriever nicht gerecht werden. Deshalb sollte der Besitzer immer zunächst schauen, wie sich das individuelle Tier in bestimmten Situationen verhält. Auch sollte kein Kind das Herrchen oder Frauchen eines Hundes sein, sondern ein Erwachsener.

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Wie ist der Umgang mit Katzen?

Hunde und Katzen haben eine komplett unterschiedliche Körpersprache. Dies wird diesen Tieren, werden sie zusammen gehalten, oft zum Verhängnis. Werden die Tiere jedoch von Kleinauf mit der anderen Art vertraut gemacht und miteinander sozialisiert, so steht einer Freundschaft zwischen Hund und Katze nichts im Weg. Es gibt natürlich Rassen, die ein hohes Jagdpotential aufweisen. Bei ihnen wird sich der Umgang mit Katzen eventuell als schwieriger gestalten. Dies ist beim Golden Retriever generell nicht der Fall. Wird ein Hund dieser Rasse frühzeitig an Katzen gewöhnt kann ein freundschaftliches Miteinander entstehen.

Die Kosten für eines Golden Retriever

Kosten für die Anschaffung

Je nach Rasse, fallen die Kosten für die Anschaffung eines Hundes ganz unterschiedlich aus. Da es sich bei Golden Retrievern um beliebte Rassehunde handelt, deren Zucht bestimmte Bedingungen erfordert, sind diese nicht ganz billig. Auch hier sollte der Besitzer mindestens 1000 Euro ansetzen. Vermutlich wird der Kauf des Hundes diesen Betrag jedoch übersteigen. Das richtet sich natürlich individuell nach dem Züchter und auch nach den Elterntieren und ihren Merkmalen. Zu den Anschaffungskosten gehört jedoch nicht nur der Preis des Hundes selbst. Wie bereits genannt, benötigt das Tier außerdem eine Art Erstausstattung, die sich aus Spielzeug, einem Schlaf- und Futterplatz, sowie gegebenenfalls baulichen Maßnahmen zusammensetzt. Eine Leine und ein Geschirr, sowie Futter gehören ebenfalls dazu.

Kosten für die Haltung

Die Kosten für die Haltung eines Hundes können gerade im ersten Jahr sehr hoch sein. Wenn Futter, Hundesteuer, Versicherung, Chippen und eventuelle Tierarztkosten berücksichtigt werden, können diese in den vierstelligen Bereich wandern. Natürlich liegt das auch immer daran, was der Besitzer für seinen Hund kauft. Hierbei spielen die Ausstattung und die Wahl des Futters eine große Rolle. Gerade die Kosten der Erstausstattung, damit sind ein Schlafplatz sowie Spielzeug und das Gestalten einer hundefreundlichen Umgebung gemeint, können sehr hoch ausfallen. Eine Versicherung, die die Haftpflicht des Hundes abdeckt, sollte ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Tierarztkosten müssen ebenfalls unbedingt in den regelmäßig anfallenden Kosten berücksichtigt werden, da Besitzer oftmals vor einer schweren Entscheidung stehen, wenn es sich um eine teure Behandlung handelt.

Diese Impfungen braucht ein Golden Retriever

Mit ungefähr acht Lebenswochen sollte ein Welpe zunächst grundimmunisiert werden. Diese Erstimpfung beinhaltet für alle Hunde die Impfstoffe gegen Parvoviren, Staupeerreger, Leptospiren, Tollwut sowie Hepatitis. Es handelt sich bei der Impfung gegen diese Erreger jedoch nicht um eine Pflicht. In Deutschland ist es nämlich so, dass es keine Impfpflicht gibt. Es ist jedoch trotzdem von Vorteil den Hund gegen diese Erreger zu immunisieren, da sie zu schweren Erkrankungen führen können. Die Gesundheit anderer Tiere oder gar des Menschen wird sonst zunehmend gefährdet. Die Grundimmunisierung besteht übrigens nicht nur aus einer Impfung. Nachdem diese im Alter von acht Monaten begonnen wurde, sollten Impfungen mit zwölf und 16 Lebenswochen und mit 15 Lebensmonaten folgen. Auch auf ein auffrischen dieser Impfungen sollte geachtet werden. Ausgesprochen wurde diese Impfempfehlung von der Impfkommission der Tiermedizin. Diese empfiehlt weitere Impfungen, wie beispielsweise die gegen Leishmanien oder Zwingerhusten.

Golden Retriever - Welpen - Was ist zu beachten

Vor dem Kauf eines Hundes sollte sich der neue Besitzer mit vielen Fragen auseinandersetzen. Hierzu gehört die Frage was bei einem Welpen beachtet werden sollte. Zunächst ist es wichtig, dass ein Welpe nicht schnell auf einem Parkplatz oder in einem Hinterhof gekauft wird. Sollte der Besitzer einen reinrassigen Golden Retriever erwerben möchten, dann ist ein vorheriges Gespräch mit mehreren Züchtern vorteilhaft. Der Besitzer kann so abklären, welche Krankheiten sich in den Genen des kleinen Welpen befinden können und seine Auswahl dementsprechend gestalten. Auch der Preis kann hier eine Rolle spielen – sollte jedoch nicht an erster Stelle stehen. Seriöse Züchter können von unseriösen unter anderem daran erkannt werden, dass ihnen das Wohl der Tiere am Herzen liegt und diese den Besitzer passend zum Welpen auswählen. Kommt der Welpe dann in die Familie ist es ebenfalls sehr wichtig, dass sich alle Familienmitglieder viel mit dem kleinen Neuankömmling beschäftigen. Er sollte jedoch nicht überfordert werden, sondern auch ein ausreichendes Maß an Ruhe und Rückzug geboten bekommen. Wichtig zu wissen ist, dass sich das Leben des kleinen Hundes von einem auf den anderen Moment ändert. Sein gesamtes Umfeld ist anders, die Wurfgeschwister und Mutter sowie die bisher bekannten Bezugspersonen fehlen. Der neue Besitzer sollte auch ein gewisses Maß an Vorbereitung treffen, um die Wohnung oder das Haus hundesicher zu machen. An einer Erstausstattung und einem Grundwissen über die Hundeerziehung sollte es ebenfalls nicht mangeln. Sind all diese Vorbereitungen getroffen, steht dem Zusammenleben von neuem Herrchen bzw. Frauchen und dem Welpen nichts mehr im Weg.

Gibt es Besonderheiten?

Die Besonderheiten des Golden Retrievers liegen in seinem lieben und umgänglichen Wesen. Mit seinem gutmütigen Charakter ist der Golden Retriever somit nicht umsonst der perfekte Familienhund. Es sollte jedoch bei Hunden dieser Rasse ein vermehrtes Augenmerk auf die Ernährung gerichtet sein. Diese Tiere fressen nämlich sehr viel und sehr gerne – vor allem, wenn sie gelassen werden. Auch einige Erbkrankheiten sind in der Rasse Golden Retriever häufiger vorzufinden. Hier sollte sich der Besitzer vor dem Kauf eines Tieres die Krankheiten der Vorfahren aufzeigen lassen.

Alternativen zum Golden Retriever

Der Golden Retriever gilt als der perfekte Familienhund. Doch gibt es auch alternative Hunderassen, die die Intelligenz und Freundlichkeit dieser Tiere vorweisen? Die Antwort ist ja. Eine alternative Rasse die den meisten direkt in den Sinn kommt ist der Labrador. Auch Labradore oder Labrador Retriever, wie sie ebenfalls bezeichnet werden, sind gutmütige, menschenbezogene Hunde. Auch diese Tiere sind sehr intelligent und arbeiten gern. Sie zeichnet unter anderem, wie auch den Golden Retriever, der Wille zu Gefallen aus. Sie möchten also von ihrem Herrchen geliebt werden. Besonders intelligente, arbeitswillige Hunde sind auch Border Collies oder Australian Shepherds. Auch Pudel sind sehr kluge, leistungsfähige Hunde. Wer nicht auf einen reinrassigen Hund zurückgreifen möchte, dem steht die große Anzahl von Mischlungshunden zur Verfügung. Mischlinge, die ebenfalls Merkmale des Golden Retriever tragen sind natürlich an erste Stelle die, die aus Paarungen mit Golden Retrievern entstanden sind. Einen näheren Blick sind beispielsweise der Golden Border Retriever, der Goldendoodle oder der Goldator wert. Auch Kreuzungen mit Huskys oder Schäferhunden können bei der Auswahl des neuen „Familienmitglieds“ berücksichtigt werden.

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