Test Wie gesund ist die Ernährung meines Hundes?

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Cushing Syndrom beim Hund behandeln

Viele Hundebesitzer haben schon einmal von dem sogenannten Cushing Syndrom beim Hund gehört. Aber was ist eigentlich Cushing?

Cushing oder auch Hyperadrenocortizismus genannt ist eine Überproduktion von Substanzen aus der Nebenniere, v.a. von Cortisol und Mineralcorticoiden, wie Aldosteron. Cortisol erhöht den Blutzuckerspiegel, wodurch die Hunde mehr Harn ausscheiden und mehr trinken (Polyurie, Polydipsie). Zusätzlich zeigen betroffene Tiere eine erhöhte Futteraufnahme.

Ein weiteres typisches Symptom ist beidseitiger Haarausfall an der gleichen Stelle. Eine dauerhaft gesteigerte Cortisolproduktion führt zu mehreren Nebenwirkungen und sollte therapiert werden.


Ist das Cushing Syndrom heilbar?

Ob das Cushing Syndrom heilbar ist oder nicht hängt von der Ursache ab.

Der häufigste Grund für dieses Syndrom ist ein Tumor an der Hypophyse. In diesem Fall ist das Cushing Syndrom in den meisten Fällen nicht heilbar, da die chirurgische Entfernung des Tumors an der Hypophyse ein schwieriger und riskanter Eingriff ist und sich eine medikamentöse Therapie meist besser bewährt.

Bei größere Hunderassen wird das Cushing Syndrom in 15 % der Fälle durch einen Tumor der Nebenniere ausgelöst. Durch die chirurgische Entfernung beider Nebennieren besteht hier eine Möglichkeit der Heilung.
Allerdings muss vorher mittels Magnetresonanztomographie (MRT) abgeklärt werden, ob die Lokalisation und Verwachsung des Tumors eine Operation zulässt.

Wenn der Tumor vollständig und komplikationslos entfernt werden kann ist der Hund in der Regel vom Cushing geheilt.

Informieren Sie sich weiter: Cushing Syndrom beim Hund

Prinzip der Therapie

Zunächst muss zwischen einem primären und einem sekundären Cushing unterschieden werden.

Das primäre Cushing Syndrom kommt bei 15 % der erkrankten Hunde vor. Vor allem große Hunderassen sind betroffen. Hierbei wird das Cushing Syndrom  von einem Cortisol produzierendem Nebennierentumor ausgelöst. Therapie der Wahl ist die operative Entfernung des Tumors. Ist eine Operation ausgeschlossen, kann medikamentös therapiert werden.

85 % der Hunde erkranken allerdings an einem sekundären Cushing. Beim sekundären Cushing liegt meist ein Tumor der Hypophyse vor. Die Hypophyse bildet das adenocorticotrope Hormon (ACTH), das unter anderem zur Freisetzung von Cortisol führt.

Selten kann ein ACTH produzierender Tumor auch außerhalb der Hypophyse liegen. Hier ist eine medikamentöse Therapie das Mittel der Wahl. Handelt es sich um einen extrem großen Tumor der Hypophyse, kann eine Bestrahlungstherapie erfolgen. Als dritte Möglichkeit besteht die Option, die Hypophyse chirurgisch zu entfernen.

Welche Medikamente braucht mein Hund beim Cushing Syndrom?

Die medikamentöse Behandlung eines sekundären Cushing Syndroms erfolgt mit Trilostan (Handelsname Vetoryl). Es unterdrückt die  3β-Hydroxysteroiddehydrogenase, was dazu führt, dass die Nebenniere nicht mehr auf den Hormoneinfluss des ständig gebildeten ACTHs reagiert und somit auch kein Cortisolüberschuss mehr produziert wird.
Eine Packung Vetoryl mit 30 Kapseln kostet zwischen 70 bis 170€, je nachdem wieviel Milligramm benötigt werden.

Erfahren Sie mehr dazu unter: Vetoryl

Für die Therapie des sekundären Cushing kann auch Mitotan (Handelsname Lysodren) eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein Zytostatikum, das die Zellteilung der Nebenniere hemmt. Es kommt zur Schrumpfung der Nebennierenrinde und damit ebenfalls zur verminderten Cortisolproduktion.
Mitotan ist zurzeit allerdings nicht für die Tiermedizin verfügbar.

Das Primäre Cushing Syndrom kann mit den Medikamenten Metyrapon (Handelsname Metopiron) oder Ketoconazol therapieren werden. Das Mittel der Wahl ist hier allerdings eine operative Entfernung des Tumors.

Welches Futter ist beim Cushing Syndrom geeignet?

Die beste Fütterung für Hunde, die an dem Cushing Syndrom leiden ist eine Diät.
Aber warum? Das übermäßig produzierte Cortisol sorgt dafür, dass der in der Leber gespeicherte Zucker (Glycogen) in Glucose umgewandelt wird, also in nutzbaren Zucker. Durch den dauerhaften Zuckerüberschuss im Blut kann ein Diabetes mellitus entstehen.

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Zusätzlich wird die Leber zum vermehrten Fettabbau gedrängt. Es kommt zur sogenannten Stammfettsucht, darunter versteht man eine vermehrte Fetteinlagerung am Bauch. Eine Diätfütterung wirkt dem entgegen und kann die Leber entlasten.

Erfahren Sie mehr unter: Diät beim Hund

Wie lange sollte die Behandlung durchgeführt werden?

Die medikamentöse Therapie des Cushing Syndroms muss lebenslang erfolgen.

Bei der Gabe von Trilostan (Vetoryl) können Nebenwirkungen, wie Erbrechen, Durchfall und Inappetenz auftreten. Ist das der Fall muss die Therapie unterbrochen werden und eine neue Dosis eingestellt werden.

Wenn dem Hund die Hypophyse operativ entfernt wurde, so muss ein Leben lang Cortisol und T4 (ein Schlilddrüsenhormon) gegeben werden, da die von der Hypophyse gebildeten Vorläuferhormone nun fehlen. 

Homöopathie zur Therapie beim Cushing Syndrom beim Hund

Das Cushing Syndrom ist nicht durch Kräuter oder Homöopathika zu therapieren.
Allerdings kann der Stoffwechsel und das Immunsystem des Hundes dadurch unterstützt werden.

Man kann beispielsweise den „Cush-Shin Komplex“ verabreichen. Darin sind Atracylodes macrocephala, Dioscorea opposita, Euryale ferox, Amomum vilosum, Ophiopogon japonicus, Coix lachryma jobi, Curcuma longa, Bupleurum chinense, Vitamin B6, D-panthenol und weiteres enthalten.

Zur Stärkung des Immunsystems kann Tr-16 logoplex oder Echinacea gegeben werden. Allerdings sollte man auch hier vorher einen Tierarzt zu Rate ziehen, der mit Homöopathika vertraut ist.

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Ab wann sollte der Hund eingeschläfert werden?

Im Prinzip muss ein gut mit Medikamenten eingestellter Hund nicht eingeschläfert (euthanasiert) werden. Allerdings werden auch Hunde mit dem Cushing Syndrom alt und irgendwann kommt der Punkt an dem man seinen Gefährten gehen lassen muss.

Verweigert der Hund das Futter und hat jegliche Lebensfreude verloren, sind das Indikationen, die für eine Euthanasie sprechen. Häufig kommt es zum Ende hin zur Gewichtsabnahme und Spaziergänge oder jegliche Bewegung werden vermieden.

Bleibt das Cushing Syndrom unbemerkt können sich andere Erkrankungen entwickeln, Nierenerkrankungen sind ein Beispiel. In einem weit fortgeschrittenen Stadium einer Nierenerkrankung muss der Hund eingeschläfert werden, da eine Entgiftung des Körpers über die Niere nicht mehr gegeben ist.

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Wenn man sich nicht sicher ist, wie es um den Hund steht, kann man immer seinen Tierarzt zu Rate ziehen. Allerdings kann dieser nur Empfehlungen geben, die Entscheidung, das Tier gehen zu lassen muss der Besitzer selbst treffen.

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Erfahrungen mit dem Cushing Syndrom beim Hund

Das Cushing Syndrom ist nicht nur bei Tieren bekannt. Beim Menschen wurde es vor gut hundert Jahren das erste Mal beschrieben.

Heute ist es eine häufige endokrine Erkrankung beim Hund und deshalb auch sehr gut erforscht. Die Ursachen sind bekannt und man hat die Möglichkeit das Syndrom mit Medikamenten zu therapieren oder die Ursache operativ zu entfernen.

Behandelt man das Cushing Syndrom rechzeitig, hat der betroffene Hund die Chance auf ein relativ normales Hundeleben.

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